in Gesellschaft

In Deutschland geht die Angst vor der Armut voran. Eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung offenbar, wie weit dieses Land dabei bereits gekommen ist. Zwar soll die Armut „zurückgegangen“ sein, meldet die „Welt“ und verweist auf den Wirtschaftsboom. Tatsächlich aber sind einige ehemalige Großstädte und deren Einwohner jetzt schon fast am Ende. Bilder, wie wir sie nur aus US-Großstädten kennen, die ehedem für den Wohlstand der Autoindustrie standen.

Armut in Gelsenkirchen und Co.

Demnach sind beispielsweise in Gelsenkirchen im zuletzt erhobenen Jahr 2016 25 % der Einwohner auf staatliche Hilfe angewiesen gewesen. In den Großstädten Essen oder auch in Dortmund waren dies 20 %. Zudem sollen unter all jenen Großstädten, in denen die Armut angestiegen ist, alle 13 Städte des Ruhrgebietes sein, die mehr als 100.000 Einwohner haben. Das ist ein deutliches Signal.

Bislang sind die meisten Beobachter offenbar der Meinung, dies läge nur an dem Umstand, die Städte seien „strukturschwach“. Hätten also auf die falsche Industrie oder dergleichen gesetzt. „Armut zu bekämpfen“ sei in einem reicheren Land wie Deutschland ein „Muss“, so der Städtetagspräsident Markus Lewe gegenüber der „Welt“.

Er verweist auf den Umstand, dass die Stadt Berlin etwa mehr „Sozialhilfe-Empfänger“ habe als das gesamte Bundesland Bayern. Dies ist vor dem Hintergrund brisant, als die Armut noch zunehmen dürfte. Immerhin rauschen die Konjunkturdaten derzeit nach unten. Sowohl in Deutschland wie auch in der EU und auch in den USA. Die guten Zahlen in einigen Regionen beruhen auf diversen Industrie-Effekten. Gerade dort dürfte es in einer schwächeren Wirtschaftsphase schnell wieder bergab gehen, heißt es.

Merkel-Deutschland ist insofern darauf nicht vorbereitet, als es kaum noch staatliche Möglichkeiten gibt. Die Zinsen sind auf dem niedrigstmöglichen Niveau. Staatliche Ausgaben werden eher in Richtung Militär fließen, um die NATO-Vorgaben einzuhalten. Zudem droht eine Implosion im Banken-Sektor der EU. Das wird viel Geld kosten.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Ausgaben in Richtung Militär.
    Gaaaaanz wichtig.
    Mehrausgaben wegen Brexit an die EU.
    Gaaaaanz wichtig.
    Die Bürger können ja verrecken. Hauptsache der Militärmoloch ist gefüttert. Statt Trump auszurichten dass er Deutschland samt seiner NATO den Buckel runterrutschen kann.
    Oder die Mehrausgaben an die EU. Statt die Nehmer anzuhalten sparsamer zu sein. Polen schiebt das Geld den Amis in den Allerwertesten. Rumänien & Co lachen sich über die blöden Zahler, vor allem Deutschland einen Ast ab.