in Gesellschaft

Die Rente ist sicher, verkündete einst Norbert Blüm. Jetzt fehlen nach einer Meldung von „Seniorenaufstand“ 30 Milliarden Euro in der Rentenversicherung, wie deren Vorstandsvorsitzende Anneli Buntenbach erklärte. Eine Pressemeldung, so wäre zu vermuten. Aber niemand meldet sich, keine öffentlich-rechtlichen Sender, kein Spiegel und auch keine Talkshow. Die Vorsitzende der Deutschen Rentenversicherung scheint nicht wichtig genug zu sein. Sie repräsentiert 58 Millionen Mitglieder.

Meldung ging unter

Auch diese Redaktion hat diese Meldung nicht gefunden. Die Pressemitteilung ist inzwischen etwas älter, dürfte aber sozialen Sprengstoff enthalten. Die Versicherung forderte unter anderem, dass die Mütterrente, die so, wie sie angelegt war, eher ein Wahlgeschenk ist, sei aus den Steuermitteln zu finanzieren. Eben von allen. Die Forderung ist nachvollziehbar: Die Würdigung der Leistungen würde von der Gesellschaft insgesamt gezahlt werden müssen, nicht lediglich von jenen, die in die Rentenkassen einzahlen.

Zahlreiche Berufsgruppen zahlen gar nicht in die Rentenkasse ein, beispielsweise Beamte, die ihrerseits aus den Steuermitteln bedient werden. Das Sozialministerium sieht sich allerdings nicht in der Lage, mit solchen relativ simplen Forderungen umzugehen.

Die jüngste Unterdeckung der Rentenversicherung wurde im Jahr 2017 wurde allerdings mit 31,3 Milliarden Euro beziffert, nachdem die Politik einen Fehlbetrag von lediglich 1,4 Milliarden Euro erwartet hatte. Der Verdacht, dass sich hier reine Inkompetenz breit gemacht hat, dürfte naheliegen. Genauso allerdings stets zu vermuten, dieser Verdacht sei falsch.

Denn die systematische Unterdeckung der Rentenkassen und damit auch der Ansprüche gegen die Kasse sind nicht zu übersehen. In dem Sinne ist es offensichtlich ein politisches Theater, das hier vollzogen wird. Und deshalb ist die Aufregung der Rentenversicherung nachvollziehbar. Die Rentenkassen werden geplündert – dies lässt sich mittlerweile mit Fug und Recht sagen. Erfahren Sie hier weitere Beispiele.

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14 Kommentare

  1. Anscheinend haben wir die Blüm’sche Aussage falsch verstanden. Er meinte seine und die der anderen Politiker und Beamten, nur hat er schnell das Wort „Pension“ mit „Rente“ ausgetauscht. Die Mütterrente ist gut und wichtig. Natürlich muss sie aus Stuermitteln bezahlt werden, denn die Mütter haben eine Gesamtgesellschaftliche Aufgabe erfüllt. Nur wissen wir alle, wofür unsere Steuern verschwendet werden und da ist für die Mütterrente nicht das Einzige. Die Rentenversicherung wurde schon immer von Politikern für rentenfremde Leistungen mißbraucht. http://www.seniorenaufstand.de/wp-content/uploads/2016/04/versicherungsfremde_leistungen_160423.pdf

      • Was haben denn Beamtenpensionen mit den Rentenkasse zu tun? Ist etwa jeder Pensionär vorher Oberregierungsrat gewesen? Der Staat hat noch vor wenigen Jahrzehnten z. B. kleine Briefträger ermutigt, ins Beamtenverhältnis überzuwechseln. Diese landeten dann im Einfachen Dienst. Ein Hartz4 Empfänger, verheiratet mit zwei Kindern kam auf etwas mehr Stütze als der vergleichbare Beamte.

        Für die Staatskasse hatte der Wechsel den Vorteil, momentan die anteilige Ausgaben für die Renten- und Arbeitslosenversicherung zu sparen. Es ist nicht Schuld der Beamten, dass dann keine Rücklagen für Pensionen angelegt wurden, sondern allein die Schuld der damals und heute Regierenden.

        • Ein ähnliches Thema ist die von Ahnungslosen so heiß gehasste Beihilfe. Kriegt denn nicht jeder versicherungspflichtig abhängig Beschäftigte auch 50% vom Arbeitgeber zur KV?
          Vater Staat ist bekannt knauserig und war so schlau, diese Zuwendungen auf die tatsächlichen Krankheits- und Vorsorgekosten zu beschränken. Warum Versicherungspaläste mit finanzieren?

      • Nein, nicht unter Helmut Kohl fing der Griff in die Rentenkasse an, sondern schon wesentlich früher. Zusätzlich zur Plünderung der Rentenkassen setzten Rot-Grün noch mal eins drauf, in dem sie den Nachhaltigkeitsfaktor änderten und somit eine Rentenkürzung von 13-14% herbeiführten. Zusätzlich wurde durch sie die Besteuerung des Ertragsanteils der Renten eingeführt. Warum allerdings Beamte 72-73% ihres letzten Gehalts als Pension bekommen und Rentner nur 48% erschließt sich mir auch nicht. Dass sich das jemals ändern wird halte ich für ein Gerücht. https://www.focus.de/finanzen/versicherungen/tid-33031/rente-und-arbeitslosigkeit-diese-risiken-schlummern-in-der-sozialversicherung-pluenderung-der-sozialkassen_aid_1076548.html

  2. lieber Olaf Opelt,

    grundsätzlich ist der Gedanke und die Forderung einer Verfassung vom Deutschen Volk für das Deutsche Volk richtig. Lediglich das Ergebnis wird keine Änderung bringen. Genau in diesen Lagen der angeblichen Demokratie wachsen diese Geschwülste wie in unserem Land heran.

  3. Die Gier des Staates ist unersättlich. Der Griff in die Rentenkasse viel zu einfach. Immer wieder das gleiche Verhaltensmuster in den Medien. Beamte und Arbeitnehmer werden aufeinandergehetzt anstatt die wirklich Verantwortlichen vor Gericht zu stellen. Wir sollten uns von Politikern, die teilweise nicht mal einen Berufsabschluss vorweisen können, nicht gegeneinander aufhetzen lassen. Die Renten sind eindeutig zu niedrig angesetzt. Gleichzeitig nehmen wir hunderttausende von Menschen hier auf, die größenteils bis „zur Rente“ alimentiert werden müssen. Woher soll bitte das Geld kommen? Merkel, Seehofer und die Steigbügelhalter belügen und betrügen die Menschen und werden trotzdem wieder gewählt. Kein Ochse auf der Weide würde seinen Metzger

  4. Ob oder ob nicht, spielt doch keine Rolle. Wenn BR-Deutschland sich aus Afghanistan zurückzieht, haben wir Abermilliarden Euro’s übrig. Damit könnte man zum Beispiel mit nur die Rentenkasse auffüllen, sondern auch die Staatsverschuldung zurückfahren, aber BR-Deutschland ist dazu viel zu einfältig. Also weiter so in an Abgrund!

  5. Ob oder ob nicht, spielt doch keine Rolle. Wenn BR-Deutschland sich aus Afghanistan zurückzieht, haben wir Abermilliarden Euro’s übrig. Damit könnte man zum Beispiel nicht nur die Rentenkasse auffüllen, sondern auch die Staatsverschuldung zurückfahren, aber BR-Deutschland ist dazu viel zu einfältig. Also weiter so in an Abgrund!