in Gesellschaft

Am Dienstag haben sich mehrere „Demonstranten“ aus Protest gegen die lasche Klimapolitik der Bundesregierung an das Kanzleramt in Berlin gekettet. Die Gruppe, die sich „Extinction Rebellion Deutschland“ nennt, forderte auf Twitter die Ausrufung des Klimanotstandes. Die „Klimakrise müsse zu höchster politischer Priorität“ erklärt werden.

Die Schlüssel für die Schlösser, mit denen sie sich angekettet haben, seien an alle 13 Bundesministerien sowie das Kanzleramt verschickt worden. Die Organisation forderte zudem, dass die „ungeschönte Wahrheit über die tödliche Bedrohung durch die Klimakrise aktiv kommuniziert und offengelegt werde müsse – auch in Zusammenarbeit mit den Medien“. Zudem müssten alle Gesetze, die der Bewältigung der Klimakrise entgegenstehen, aufgehoben werden. Das beinhalte auch ein sofortiges Ende aller Subventionen für fossile Brennstoffe, so die Organisation.

Die Demonstranten „Extinction Rebellion“ kündigten zudem eine „Rebellionswelle“ ab Oktober in Berlin, Paris, London und New York an.

Über Pfingsten hatten im Berliner Regierungsviertel 600 Menschen für mehr Klimabewusstsein demonstriert. Die „Demonstranten“ beschäftigten sich in einem Camp vor dem Kanzleramt mit der Frage „Wie kann man die Klimakrise beenden“. Deren Ideen sollen jetzt weitergetragen werden. Neben sechs Gemeinschaftszelten wurden auch rund 40 Privatzelte auf der Wiese vor dem Kanzleramt aufgestellt. Das Camp wurde von der Bewegung „We4Future“ organisiert, die sich als Teil einer vielfältigen Klimabewegung sieht.

180 „Umweltschützer“ riefen zudem am Sonntagnachmittag den „zivilen Klimanotstand“ aus: „Wir erkennen an, dass wir Teil der Klimakrise sind“ riefen sie vor dem Kanzleramt. Sie seien bereit, entsprechende Handlungen für die notwendigen Veränderungen um eine klimagerechte Welt zu erreichen, vorzunehmen. Die Idee des „zivilen Klimanotstands“ soll in Universitäten, Unternehmen, Kommunen und Institutionen getragen werden. Diese könnten ebenfalls den Klimanotstand ausrufen und Maßnahmen für mehr Klimaschutz ergreifen.

Nun gilt es herauszufinden, wer wieder hinter dieser neuen „Klimarebellion“ steckt. Wir bleiben dran – lesen Sie hier…

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Was diese „Demonstranten“ wirklich demonstrieren, ist ihr eigener Bildungsnotstand.

    Da hatte der große Friedrich von Schiller wohl doch recht, mit seinem Ausspruch: „Demokratie ist die Diktatur der Dummen.“

    • Noch nie hat der alte Schiller mit diesem Ausspruch mehr Recht gehabt, als gerade heute ! Diese Hirnlosen hätte ich angekettet gelassen und in aller Ruhe den Postweg und die Verteilung innerhalb der Behörden abgewartet. Ach ja, ich hätte noch ein Schild dazugestellt : „Nicht füttern! Gefährliches Viehzeug!“

  2. Das Ganze ist einfach nur unglaublich albern. Unter „Klimanotstand“ würde ich so etwas verstehen wie eine ununterbrochene Folge von Hurrikans oder Blizzards oder auch dauerhafte Temperaturen über 45°C oder noch schlimmer unter 0°C! Nichts davon ist in Sicht und daher kann ich auch keine „tödliche Bedrohung durch die Klimakrise“ erkennen.

    Da sich das Klima seit Jahrmillionen (ganz ohne menschlichen Einfluss) ständig langsam ändert, stellt sich mir im Übrigen die Frage, welches Klima wir eigentlich „retten“ wollen und wann die Abstimmung darüber war. Ich persönlich hätte es gerne ein wenig wärmer und solange Millionen von Deutschen im Urlaub eher in den Süden als in den Norden fahren, bin ich mit diesem Wunsch wohl auch nicht ganz alleine!

Webmentions

  • „Demonstranten“ vor dem Kanzleramt fordern „Klimanotstand“ - Leserbriefe 17. Juni 2019

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