Das Billionen-Problem: Sollten Sie Ihr Bargeld sichern?

Die Politik hat derzeit alle Hände voll zu tun – sie fühlt sich offenbar berufen, immer neue Milliarden-Programme aufzulegen. 130 Milliarden Euro gibt die Merkel-Regierung für die Konjunktur zusätzlich aus, heißt es. Dazu zählen allerdings auch hochgerechnete Einnahmeverluste aus der Umsatzsteuer-Reduzierung. Die EU hat in Person von Ursula von der Leyen kundgetan, dass die ohnehin schon ausgesprochene Hilfe über die EU-Haushalte in Höhe von 500 Milliarden Euro noch einmal um 600 Milliarden Euro aufgestockt wird. Wer soll das alles bezahlen? Am Ende zahlen – das sagen inzwischen sogar Politiker – die Steuerzahler. Wir alle. Die Steuern werden auf normalem Wege nicht reichen – deshalb ist wie oftmals beschrieben die Vermögensabgabe in der Diskussion.

Immer mehr Menschen in Deutschland gehen allerdings inzwischen davon aus, dass selbst solche Maßnahmen ggf. nicht reichen werden. Denn die Vermögensabgabe setzt voraus, dass große Vermögen noch da sind. Deshalb rechnen einige Experten mit einer einsetzenden Kapitalflucht, die wiederum Geld von deutschen Bankkonten ins Ausland bewegt. Es wäre demnach nicht verwunderlich, sollte die Regierung wie einst in Griechenland oder Zypern plötzlich Kapitalbewegungen größerer Art verhindern.

Deutschland: Sensibel genug

Deshalb erinnern wir daran, dass Bargeld hier die größte Sicherheit bringt. Bargeld lässt sich nicht mehr verfolgen, dessen Besitz lässt sich kaum einschätzen. Die Haushalte in Deutschland scheinen genau dies bereits gespürt zu haben – im März. Ein Bericht dazu, der als Anregung dienen kann:

„Als die Corona-Krise durch die Maßnahmenpolitik der Regierung(en) ihren Anfang nahm, haben viele Haushalte in Deutschland offenbar Angst bekommen. Allein im März sind nach einer Studie der Gesellschaft „Deposit Solutions“ in Deutschland 10 Milliarden Euro von den Konten abgehoben worden.

Eine ähnliche Bewegung soll es diesen Beobachtungen nach in der gesamten EU nicht gegeben haben. Deutschland hat sich also auf sein Geld gestürzt. Zugeben: Dies war nur ein Bruchteil. Das Bankguthaben bei uns beläuft sich auf 2,4 Billionen Euro (inklusive der diversen Sparverträge etc.). Dennoch sind 10 Milliarden Euro ein deutliches Zeichen. Würden auch nur 10 Millionen Haushalte Geld abgehoben haben, wären dies im Durchschnitt 1.000 Euro. Erfahrungsgemäß jedoch zahlen die meisten Haushalte noch immer weitgehend mit der Karte. Deshalb dürften es nicht 10 von 34 Millionen Haushalte gewesen sein, sondern vielleicht 5, vielleicht 2.

Durchschnittlich also sind 5.000 Euro, vielleicht auch 25.000 Euro pro Haushalt – in einem Monat – abgehoben worden. Die meisten Haushalte dürften gar nicht so viel Geld auf dem Konto haben, es zeigt sich also, dass die Vermögenden offenbar sogar viel abgehoben haben.

Warum das Ganze? Die Schulden lassen sich nach wirtschaftlichem Normalverständnis nicht mehr ohne Weiteres abbezahlen müssen. Entweder es kommt zu einer Vermögensabgabe und alle zahlen brav mit, zu höheren Steuern – und alle bleiben und zahlen…. Oder es wird eines Tages zu einer Währungsreform kommen, vielleicht auch einem einfachen Schuldenschnitt. Dies jedoch wird zu einer Geldumstellung führen müssen: 1 Euro ist dann lediglich noch xyz Euro wert oder wird durch einen EU-Euro ersetzt. Das Verhältnis legen die Staaten dann ohne weitere Abstimmung fest. Wer dann noch Geld auf dem Konto hat, wird sich von einem Teil seines Vermögens verabschieden müssen. Wetten, dass? Wehren Sie sich – und lesen Sie hier mehr dazu.