Bundeswehr – … ein düsteres Bild vom Zustand der Truppe

Bei unserer morgendlichen Nachrichten-Lektüre, hatten meine Frau und Ich mal wieder eine gemeinsame Vision, dessen Inhalt nur einen Schluss zulies:

„Wer sich aussucht, sein Leben mit´m Stock im Arsch zu verbringen, wird dies mit dem Tod nicht ändern und sich wohl im Paradies ziemlich viel blaue Flecken holen.“

Ich weiß gar nicht genau, warum mir bei diesen Gedanken sofort mein Schwiegervater in den Sinn kommt. Vielleicht weil bei den heutigen Meldungen so gar nichts zum lachen dabei ist. Da gehts um Krasse Fälle sexueller Belästigung in der Bundeswehr und um den Jahresbericht des Wehrbeauftragten Königshaus, der ein düsteres Bild vom Zustand der Truppe zeichnet. Bei der Abschaffung der Wehrpflicht, Kasernenschließungen und Umstrukturierungen seien wohl erhebliche Fehler gemacht worden.

Wir können also wohl davon ausgehen, dass deutsche SoldatInnen schon unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden, bevor sie überhaupt nach Afghanistan kommen. Wer heute noch Soldat wird, der hat seinen Grund dafür und der hat entweder mit einer Zwangsmaßnahme á la „Krieg statt Knast“ zu tun, oder mit der persönlichen Überzeugung, oder sagen wir besser Gesinnung. Oft trifft auch beides zusammen, nämlich wenn Arbeitslosigkeit der Grund war, „zur Truppe zu stoßen.“

Ob allerdings der verwirrte junge Mann, der weder in der Adoleszenz angekommen, noch sie jemals wird buchstabieren können und der bei der Vereidigung zum ersten Mal im Leben davon gehört hat, dass der Bundeskanzler eine Frau ist und der eindeutig aus einer zerrütteten, meist alkoholisierten, Familie kommt, wirklich am Besten dazu geeignet ist in den Krieg zu ziehen, sei jetzt mal, ganz weit weg dahingestellt.

Und wenn ich mich jetzt an eine Nachricht aus dem letztem Jahr erinnere, wo ein Soldat in der Bahn, mit 2,15 Promille, kräftig zu der, aus seinem Laptop dröhnenden, rechtsradilkalen Musik, feiert, dann wird mir ganz schlecht, wenn ich das weiter denke. Natürlich will ich damit nicht sagen, dass alle Soldaten der Bundeswehr rechtsradikal sind, aber ich könnte fast schwören, dass der Anteil derer, die ihre Gesinnung nicht so laut zum Besten geben, aber im Geiste fröhlich mitfeiern, erschreckend groß ist.

Wenn ich mir also vorstelle, der Zustand der Bundeswehr ist so etwas wie ein „Malen nach Zahlen“ Bild, dann kriege ich Angst davor wie das Ergebnis aussieht. Es scheint mir also durchaus erlaubt zu fragen, ob die Bundeswehr überhaupt noch eine Existenzberechtigung hat. Was meinen Sie dazu?