in Gesellschaft

Ein erfolgreiches Wochenende neigt sich nun am Samstagabend zu Ende. Am Rande des Besuchs des türkischen Minister  Erdogan versammelten sich sowohl am Freitag als auch am Samstag mehrere Gegendemonstranten an unzähligen Plätzen in Köln um mehrere Pro Köln & Pro NRW Aufmärsche zu verhindern. Unter den Gegendemonstranten befanden sich neben linken Gruppierungen auch besorgte Anwohner und Touristen, besonders am Samstagnachmittag vor dem Kölner Hauptbahnhof.

Am Freitagnachmittag gelang es den Demonstranten einen gemeinsamen Aufmarsch von Pro Köln und Pro NRW im Stadtteil Riehl zu verhindern. Geplant war eine Demonstration letzterer Parteien vor einem ehemaligen Flüchtlingsheim an der Xantener Straße. Bereits einige Tage zuvor haben Unbekannte die Plakate von Pro Köln in der Nähe des Flüchtlingsheim überstrichen. Aus dem eigentlichen „Bürgermut stoppt Asylantenflut – Pro Köln“ wurde somit „Bürgermut stoppt Pro Köln“. Darüber hinaus haben Aktivisten der Partei „Die Grünen“ einige Plakate unterhalb jener der rechtsextremen Gruppierung platziert, die ebenfalls einen antirassistischen Slang zeigten.

Zwischen Größenwahn und Realitätsverlust

Nach der geplatzten Veranstaltung in Riehl nutzten die Rechtspopulisten von Pro Köln den Besuch des türkischen Ministers Erdogan für ihre eigenen Zwecke und bauten ihre Stände in Höhe des Bahnhofs Köln Deutz auf, unweit der Arena in der Erdogan am späten Nachmittag auflief. Einige wenige linke Aktivisten zeigten ihre Präsenz vor der Kundgebung von Pro Köln am Vormittag, es kam zu einigen kleineren Ausschreitungen.

Über 300 Gegendemonstranten begrüßten hingegen am Nachmittag die Rechtspopulisten von Pro Köln und Pro NRW am Kölner Hauptbahnhof. Mit konstanten Buhrufen und Trillerpeifen wurde die Kundgebung erfolgreich massiv gestört. Ob es ein Zufall war – die Kirche St. Mariä Himmelfahrt, die sich am nördlichen Ausgang des Hauptbahnhofs befindet, unterstützte die Gegendemonstranten mit lauten Glockenläuten die mehrmals stattfanden.

„Ihr seid die Antidemokraten! Ihr seid Schuld für den Asylmissbrauch!“ – Harte Worte wurden durch den rechtsextremen Pro Köln Funktionär Jörg Uckermann  gegen die Gegendemonstranten geworfen, die selbstverständlich nicht unbeantwortet blieben. Viel mehr zeigte Uckermann im Laufe der Kundgebung, wie gut er und seine Glatzkopfkollegen eine Hassrede fernab von objektiver Wahrheit halten kann. Man betitelte sich als Tierschutzpartei, man sei nicht gegen Flüchtlinge, man sei nicht gegen Ausländer und man sei vor allem die richtige Wahl für die Kommunalwahl. Für viele „Zuhörer“ brachten die Aussagen von Uckermann und Konsorten nur Kopfschütteln. Neben augenscheinliche Antifaschisten und Aktivisten hiesiger Parteien befanden sich auch antirassistisch orientierte Bürger und Touristen unter den Gegendemonstranten, die es Uckermann und Konsorten schwer machten, überhaupt die, nach Angaben von Pro NRW, 2000 zuhörenden Passanten zu erreichen.

Die Kundgebung und die Gegenproteste verliefen durchweg friedlich. Lediglich zwei Mal mussten die Beamten der Hundertschaft härter durchgreifen. Ein antifassistischer Aktivist gab seine Meinung mit drastischen Mitteln kund und zeigte den Pro Köln und Pro NRW Funktionären sein blankes Hinterteil – ein Anblick den Uckermann wahrlich verdient hat. Darüber hinaus kam es zwischen Jörg Uckermann, der vor einigen Wochen in Untersuchungshaft saß, und einem antirassistischen Bürger zu einem Wortgefecht. Der Bürger musste davon abgehalten werden, die Absperrung zu überwinden während Uckermann in seinem Nest hinter der Hundertschaft seine Meinung kundgab.

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Kommentar

  1. Was soll man zu diesem Artikel sagen, ausser, dass er sich gut auf der Homepage der Antifa machen würde.

    Ein klein wenig mehr Demokratieverständis würde dem Autor sicher gut zu Gesicht stehen. Es soll tatsächlich Menschen geben, die eine etwas andere Meinung als die eigene vertreten.

    Diesen Menschen sollte man das Recht zugestehen, diese Meinung kundzutun. Das Problem ist nur, dass man dieses Recht ausschließlich für sich selbst in Anspruch nimmt. Die Wahrheit hat man sowieso gepachtet.

  2. Mit dieser Art Journalismus hat der Autor zweifelsohne beste Voraussetzungen für eine Karriere beim Staatssender.

    Was schreibt er da eigentlich?

    1. „seine Glatzkopfkollegen“ – glatte Verleumdung.

    Die ProKöln distanziert sich vehement und wiederholt von Neonazis, Glatzköpfen, NPDlern, Rassisten und was in dieser Ecke so unterwegs ist.

    Aber das scheint den Autor nicht zu tangieren. Verleumden, Diffamieren und Diskreditieren.

    Die Gleiche Nummer zog die Systemjournaille übrigens mit Eva Herrman ab.

    Also, eine Bewerbung würde sich sicher lohnen!

    • 2. „rechtsextreme ProKöln“ – Diffamierung.

      Mit „rechtsextrem“ wird i.d.R. eine Verbundenheit mit NS-Ideologie verbunden inkl. Rassenideologien.

      Damit hat ProKöln nichts, aber auch gar nichts am Hut. Es geht ihr um ein Bekämpfen von durch völlig ungeeignete Masseneinwanderung bedingten Mißständen.

      Dafür bedarf es keine Ideologie – schlcht die Heimatliebe eines Sokrates oder Karl Martels.

      Aber der Autor möchte offenbar lieber mit Schlamm werfen – in dem Bemühen, sich den Nimbus moralischer Überlegenheit zu vermitteln.

      Wer zur Polis nicht steht – ist der Polis nicht wert!

      • 3. Stichwort „antirassistisch“

        Dem Autor ist offenbar nicht bewußt, dass er mit seinem vorgeworfenem Rassismus, den er tatsächlich nicht beweisen kann -aber seine Privatauslegung als Legitimation für Verleumdung zur objektiven Wahrheit erhebt- die Mehrheit der Deutschen in Bausch und Bogen zu Rassisten erklärt.

        Denn vor dem Hintergrund zahlreicher Meinungsumfragen, selbst die der Einwanderungs-Schreibtischtäter der CDU, lehnt die demokratische Mehrheit der Deutschen Masseneinwanderung, erst Recht Asylmißbrauch in aktueller Größenordung ab.

        Der Autor erhebt somit seine Partikularmeinung eines 21-Jährigen zur Überwahrheit die über den demokratischen Mehrheitswillen steht.

        Naja…

  3. Wenn man diesen Artikel liest, erkennt man sofort, wessen Geist Kind dieser Autor ist. Nämlich ganz weit links. Pro-Köln sind natürlich die bösen Nazis, Rassisten, Rechtsextreme und die anderen, die Grünen, Antifa-Kommunisten die guten, lieben und mutigen Menschen, die natürlich immer Recht haben. Bei der Hogesa-Demo in Hannover ging die Gewalt (fast) ausschließlich von der linksextremen Antifa aus, die einzelne Hogesa-Teilnehmer krankenhaus prügelten und die Polizei nichts unternahm.