Brennpunkt Flüchtlingsunterkünfte: Terroristen, Glaubenskonflikte, Brandstiftung

Fast täglich kann man in den Medien von Zwischenfällen in Flüchtlingsunterkünften lesen. In manchen Asylunterkünften sollen sich Terroristen versteckt haben. Innerhalb der Flüchtlingsheime geht es aber auch schon ganz schön zur Sache. Aber die Gefahr kommt auch vom Außen. In ganz Europa, so scheint es zumindest, werden in der letzten Zeit immer wieder bewohnte Flüchtlingsunterkünfte in Brand gesteckt.

In der vergangenen Woche wurden in Norddeutschland mehrere Flüchtlinge festgenommen. Sie sollen auf Instruktionen des IS (Islamischen Staat) gewartet haben. Einige Tage danach, gab es wieder einen polizeilichen Zugriff in einem Flüchtlingsheim. Dieses mal ging es um einen Syrer, er soll für den Extremismus gekämpft haben.

In einem Asylheim in Lohmar bei Bonn hat ein Flüchtling seine sieben Jahre alte Tochter und seinen fünfjähriger Sohn aus dem Fenster geworfen, weil den Mann das Verhalten seiner Frau frustrierte. Sie wollte sich nämlich „in Deutschland nicht mehr das aus der Heimat gewohnte Rollenverständnis akzeptieren und sich nicht mehr von ihm alles gefallen lassen“. Mitte September musste sich der Flüchtling vor Gericht für seine Tat verantworten.

In Wien wurde am 18. September 2016 ein Marokkaner von zwei anderen Männern vergewaltigt. Wenige Stunden nach diesem Vorfall ging der Marokkaner mit einem Messer bewaffnet in ein Asylheim in Wien-Favoriten und stach wortlos auf die Brust eines 27- Jährigen ein.

Wie die Polizei mitteilte gerieten am 16. September 2016 in einer Flüchtlingsunterkunft im deutschen Groß-Gerau vier Männer aus Pakistan in Streit. Der Grund: unterschiedlicher Glaubensauffassungen. Die Auseinandersetzungen gipfelten darin, dass ein 22-Jähriger mit einem Messer auf seine 22, 24 und 47 Jahre alten Mitbewohner losging.

In einem Flüchtlingsheim in Hessen hat Anfang September 2016 ein Flüchtling seine Frau angezündet. Beide kamen dabei ums Leben.

Anfang September 2016 haben in der Kommune Forges-les-Bains in Zentralfrankreich (30 Kilometer von Paris) Unbekannte eine Flüchtlingsaufnahmestätte in Brand gesteckt.

Am 17. September 2016 ist in der Flüchtlingsunterkunft in Erbach (Alb-Donau-Kreis) im Keller und Erdgeschossein Feuer ausgebrochen. Laut Feuerwehr und Stadtverwaltung wurden neun Menschen verletzt. Das Gebäude wurde leicht beschädigt. Das Feuer ist nach Polizeiangaben offenbar gelegt worden.

Am 18. September 2016 haben unbekannte zwei Silvesterraketen auf ein Flüchtlingsheim in Schwedt/Oder (Uckermark) abgefeuert.

Auf der griechischen Insel Lesbos mussten am 19. September 2016 etwa 4.000 Flüchtlinge aus einer Unterkunft evakuiert werden. Nach Polizeiangaben zufolge ist das Feuer wahrscheinlich absichtlich gelegt worden. Erst einen Tag vorher hatte es auf der Insel Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen und Einheimischen gegeben. Auch auf dem griechischen Festland gab es in der letzten Zeit mehrere Demonstrationen gegen Flüchtlinge.

Doch Flüchtlingsheime werden auch schon mal von den Flüchtlingen selber angezündet. So wurde in Deutschland Anfang September 2016 ein Syrer zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er vor etwa fünf Monaten das Flüchtlingsheim, in dem er gewohnt hatte, in Brand gesteckt hatte.