in Gesellschaft

Bildungsskandal Deutschland: Für alles ist Geld da – Lehrkräfte werden mit Ferienstart ENTLASSEN

Die Welt ist im Wandel. Besonders in Deutschland. Wer wie die meisten Redaktionsmitglieder dieser Seite und auch wahrscheinlich von den meisten Lesern noch in früheren Jahren zur Schule gegangen ist, wird sich die Augen reiben. In Deutschland werden JETZT Lehrer entlassen. Bzw. sie werden formal nicht entlassen, ihre befristeten Arbeitsverträge laufen einfach aus. Schlimm. Denn in grauer Vorzeit waren Lehrkräfte Beamten. Sie mussten sich für die Belange dieses Staates einsetzen. Ob dies nötig ist, sei dahingestellt, so die Meinung von Kritikern. Nur sind viele Lehrkräfte jetzt nur noch öffentlich Angestellte auf Zeit.

Baden-Württemberg: 3.000 Lehrkräfte weg

Die „Bild“ schreibt nun ganz offen, dass in Baden-Württemberg mit dem Beginn der Ferien gleich 3.300 Lehrkräfte keinen Vertrag mehr habe. Die Zeitung fragte auch in Hamburg nach: 590 auslaufende Verträge (SPD-Regierung). In Rheinland-Pfalz sind es 468 (SPD-Regierung). In Niedersachsen gleich 1.391 (SPD-geführte GroKo). In Mecklenburg-Vorpommern 171 (Frau Schwesig, SPD). In Sachen 52 (Union).

Einer der Gründe sei das Fehlen von Planstellen, meint offenbar der Vorsitzende des Lehrerverbandes. Gäbe es mehr Planstellen, er möchte 50.000 solcher Stellen im ganzen Land, dann würden die Befristungen wegfallen können. Die flexiblen Kräfte werden jetzt hin und her geleitet. Auch so wird der Mangel verdeckt.

Lehrkräfte sind allerdings Ländersache. Der Bund darf formal gar nicht eingreifen. Nur: Wenn der Bund zu erkennen geben würde, in welche Richtung es künftig gehen soll, sähe die Sachlage wohl anders aus. Der Bund kann die Länder ohnehin beeinflussen. Es sind dieselben Parteien. Und Frau Merkel ist nicht nur Kanzlerin im Bund, sondern auch Bundesvorsitzende der Union. Wir halten diese Art von Befristungen angesichts sonstiger Geldausgaben und des Unterrichtsausfalls an den Schulen in Deutschland schlicht für einen Skandal.

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16 Kommentare

  1. Die „Erscheinung“ der befristeten Arbeitsverträge haben wir vorrangig bei staatlichen Schulen, aber ebenso bei privaten Schulen, Fachschulen, Universitäten und natürlich diversen allgemeinen Bildungsträgern.

    Da diese Arbeitsverträge im Regelfall mit dem Schuljahr/Semester beginnen und mit dem Schuljahr/Semester enden, fehlen Zeiten bis zu einem eventuell neuen Arbeitsvertrag. Ob ein neuer, befristeter Arbeitsvertrag folgt ist ungewiss und entscheidet sich unmittelbar vor dem neuen Schuljahr oder auch erst nach dem Beginn.

    Politisch korrekte Lehrer/Dozenten sind davon weit weniger betroffen, als Fachlehrer/Fachdozenten, die ihre Arbeit und damit den Bildungsauftrag ernst nehmen.

    • Ergänzung!

      In den Zeiten zwischen den einzelnen befristeten Arbeitsverträgen ist diser Personenkreis im Regelfall HARTZ IV – Empfänger, da sie die Anrechnungszeiten für „normales“ Arbeitslosengeld nicht „voll“ bekommen.

      Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Diese Personen werden staatlich zermürbt, demotiviert, erniedrigt und sollen dann den Nachwuchs heranziehen. Und die Systemlinge in den Bildungseinrichtungen, meist auch noch die größten fachlichen Idioten, schaukeln sich die Nüsse.

      Und die Politiker aller etablierten Parteien dürfen in den MSM unisono über den Lehrer-, Dozenten- und Ausbildermangel jammern.

      Nein, es ist gwollt und Bestandteil der großen, umfassenden Volksverblödung!

      • In erster Linie sehe ich da ein „Gier frisst Hirn“ am Werk. Lehrer? Sind im Überfluss da, eine riesige Schwemme an Akademikern wartet auf die Verwertung in der bedrückenden und handgewrungenen Fachkräftemangel. Dabei spekulieren die ReGIERungen der Bundesländer vielleicht noch ein bisschen auf die leichtere Manipulierbarkeit der so unter Druck stehenden Lehrer und im der Schüler. Aber da wird eher bei der reGIERigen Kaste die Gleichgültigkeit noch weit vor diesem Gedanken kommen.

        Aber unsere reGIERige Kaste ist intellektuell wenig leistungsfähig. Es stehen schon sehr viele Newcomer in den Startlöchern um diese von den prall gefüllten Trögen der Macht wegzudrängen. Und der eine oder andere Newcomer wird propagandistisch besser sein.

        • Rheinland Pfalz und auch das Saarland sucht Händeringend Lehrkräfte. Neben einer besseren und höheren Bezahlung wie z. B. in NRW, erlangt man dort auch schneller den Status eines Beamten.
          Für den Beamtenstatus und ca. 600 Euro Monatlich mehr in der Geldbörse, kann man auch zum Pendeln die Fähre benutzen.
          Es gibt noch so einige Leckerlis, Kitaplätze, Null-Zins Hypothekendarlehen, Hilfe bei der Arbeitsplatzsuche für den anderen Partner, usw. usf.
          Neben den obigen 2 Bundesländer kenne ich noch 2 Länder, die Händeringend Lehrkräfte suchen. Nicht lachen,
          das Großherzogtum Luxemburg und das Fürstentum Lichtenstein.

          • Nicht reinlegen lassen! Ich habe mehrere dieser Anwerbekampagnen für Lehrer seit der Jahrtausendwende schon etwas genauer angesehen. Das waren eher Alibiveranstaltungen als ernste Aktionen. Damit wollte man – so mein Eindruck – in erster Linie eine Ausrede für die Einsparungen (von Personalkosten) an den Schulen herbeireden. Zumindestens die Kampagnen in diesem unserem besten Wirtschaftswunderschland aller Zeiten sind fadenscheinig und eher billige PR als reale Aktionen. Und falls die Aktionen doch mal ernst gemeint sind … wer wird das noch glauben wollen?

    • Diese Erscheinung ist schon zeimlich alt. Bereits bei der Einführung von Hartz-IV war dieses Verfahren etabliert und hat einigen der Betroffenen gewisse Probleme bereitet. Das ist allerdings für die Arbeitgeber ziemlich uninteressant, da es eine Absolventenschwemme auf dem Arbeitsmarkt gibt und verheizte Lehrer sehr leicht ersetzt werden können. Evtl.e Nachfragespitzen wurden zumindest noch vor einigen Jahren durch Ein-Euro-Pädagogen aufgefangen.

      Ich sehe mir dieses Spielchen seit mindestens 10 Jahren schon an und bin doch sehr erstaunt, wie wenig das in den systemrelevanten Medien ankommt. Immerhin sind da einige zehntausende davon betroffen. Na ja, die Rufe „Lügenfresse halt die Presse“ sind nicht vom heiteren Himmel gefallen.

    • Die „Eliten“ haben kein wirkliches Interesse an einem hohen Schulniveau. Der eigene Nachwuchs besucht normalerweise vorzügliche Privatschulen inklusive College-Jahr beim Großen Bruder und der Rest soll mit Erwerbstechniken je nach aktuellem Marktbedürfnis abgespeist werden. In der Konsumgesellschaft gilt Bildung weithin als Segregationsmerkmal der Begüterten, während die Mehrheit bemüht ist, in der Masse nicht aufzufallen, auch nicht im positiven Sinne. Somit wird nur der praktische Erwerbsnutzen des Erlernten geschätzt. Also alles im Sinne der Herrschenden, denn wer Bildung nicht primär als Kultivierung der Persönlichkeit begreift, der bleibt nur zu gern untertan und lässt sich leicht lenken.

  2. In meiner frühen Schulzeit waren Lehrer grundsätzlich Beamte
    und hatten z.B. das Recht , bei Temperaturen über 28 Grad Celsius, natürlich auch die Schüler, Hitzefrei zu bekommen .
    Die Lehrer waren dem Staat verpflichtet, der Beamtenstaatus ermöglichte ihnen aber auf Grund äussest seltener Entlassungen aus dem Beamtenstatus einen grossen Handlungsspielraum .
    Der Arbeitsplatz war sicher , die soziale Situation deutlich besser und der Anpassungsdruck im Vergleich zu Vertragsbediensteten gering .

    Die Lösung vom Staat mit dem Ende des Beamtentumes brachte
    keine Befreiung vom Staat, sondern verschärfte Unterordnung unter den vom Kapital gekaperten Staat .

  3. An der Schule meines Jüngsten, haben fast alle jüngeren Lehrkräfte einen befristeten Arbeitsvertrag.
    Um aber ein wenig bei der Wahrheit zu bleiben, viele Lehrkräfte zieht es in andere Bundesländer, weil dort das Gehalt um Klassen besser ist. Auch ist es dort leichter, verbeamtet zu werden.
    Diese Lehrer fehlen natürlich, was die ganze Misere von Lehrermangel durch Fehlzeiten nicht besser macht.
    Wie bekloppt das ganze auf die Spitze getrieben wird,
    zeigt sich an der Schule meines Ältesten.
    Dort gibt es für die Lehrkräfte 6 (sechs) verschiedene Tarifverträge. Von Tarifgruppen für Angestellte und Arbeiter,
    bis zu Beamtenbesoldungen ist alles dabei. Einige sind bei der Kommune beschäftigt, einige andere beim Land.
    Bei dieser Schule handelt es sich zur Info um eine Gesamtschule. Das diese Schule bauliche Mängel aufweist, angefangen bei den Toiletten, über die Heizung, morsche Fenster, Wände und Decken die Schimmelpilze haben, bis zum maroden Schulhof etc. macht die Sache nicht besser.

  4. Wir leben in einer Fiktion-es gibt keine Staaten -nur Unternehmen und Merkel ist Geschäftsführerin und wir Obligationen mit denen diese Dame und deren Chefs Geld verdient-alles geht nur darum-wenn ihr das versteht erklärt sich alles!

  5. Kein Wunder, dass unsere Kinder bei internationalen Leistung Vergleichen meilenweit hinterher hängen. Aber nicht allein der Personal Mangel trägt die Schuld, sondern auch die Qualität des Lehrpersonals ist zum Teil mangelhaft. Meine Enkel berichten immer wieder, dass offene Fragen nicht diskutiert werden, sondern man geht einfach weiter. Tagesprobleme werden generell ausgeklammert, weil die Lehrer einfach Angst haben die Wahrheit zu sagen. Unsicherheit und Misstrauen herrschen in den Klassen, Mund halten ist oberstes Gebot !!

    • Sie haben einen ganz wichtigen Aspekt dargebracht, Angst, Misstrauen, Unsicherheit.

      „An“ den Schulen sind im Regelfall Schulsozialarbeiter beschäftigt. Klingt anfänglich für viele recht gut.

      Die Schulsozialarbeiter sind jedoch keine Angestellten der Schule. Sie kommen aus Vereinen/Organisationen, die sich um diese Stellen beworben haben. Sie müssen also in das politische Bild der jeweiligen Kultusminister passen. Besondere Qualifikationen sind nicht erforderlich. Besser, es sind gar keine Qualifikationen, ausser der Mitgliedschaft in dem betreffenden Verein/der Organisation, erforderlich.

      Diese Schulsozialarbeiter haben das Recht, mit den Schülern zu sprechen, auch über ihre Eltern und ihre Lehrer – da sie ja helfen wollen.

      • Ergänzung.
        Und diese Schulsozialarbeiter sind berechtigt, mit dem Schulleiter/Direktor über die Schüler und auch die Lehrer zu sprechen – obwohl sie selbst nicht an der Schule angestellt sind, sie erhalten ihr Geld direkt oder indirekt über das Kultusministerium.

        Sie können auch Änderungen der Unterichtsmtehodik oder – didaktik der einzelnen Lehrer einfordern, wenn sie es für erforderlich halten.

        Schulleiter, die keine Schulsozialarbeiter an ihren Schulen wollten, sind entweder keine Schulleiter mehr oder wurden bekehrt.

  6. Die Schule ist zum Moloch geworden. Seit der Wende dreht sich das Lehrerkarussel, damit keine festen Strukturen mehr entstehen konnten;
    wäre ja nur gut für die Schüler gewesen. Der Lehrplan wurde -zig-Mal geändert, damit … . Das Leistungsanforderungen wurden ständig gesenkt, damit … .Für Projekte, die zeitbegrenzt sind, also im Endeffekt nicht viel bringen, wird massig Geld rausgeschmissen. Dazu muss man aber noch Berge von Antragsformularen ausfüllen! Aber für das Schulmobiliar u.a. wichtige Dinge ist der Etat begrenzt. Auch sind Preise und Firmen vorgeschrieben; und das in der Marktwirtschaft.
    Von der Ausstattung mit Lehrkräften ganz zu schweigen!
    Schon 2011 wurde die ganze Misere von der Gewerkschaft vorausgesagt. Passiert ist nix!

  7. Mich wundert nichts mehr.

    Marode Schulen, desaströse Straßenverhältnisse, kaputte Brücken, Pfandflaschen sammelnde Rentner – Altersarmut, Kinderarmut, für nichts ist Geld da….

    ……. Ausser für Scheinflüchtlinge – der aufgezwungenen Masseninvasion von Analphabetentum, Bildungsfeindlichkeit und parallel Welten muslimische Clans mit ihren mittelalterlichen Geflogenheiten, die sie immer weiter in die deutsche Gesellschaft verbreiten, für derartige Strukturen gibt der Deutsche Selbsthass Staat 75 Milliarden Euro aus.. Bravo, klopft Duch auf die Schultern, ihr Helden…

    …. Jammern, nichts als jammern und nicht mal 10.000 Demonstranten gehen auf die Straße….

    Wir haben uns aus „diesem Linksstaat“ verabschiedet und leben jetzt in einer Gesellschaft, in der man einander achtet, nicht am Boden liegende Menschen ignoriert – ist ja nur ein Penner (so denken viele Menschen), oftmals sind es Menschen die Hilfe brauchen usw…,aber wen interessiert es schon nicht wahr? Mir ist erst klar geworden in WAS für einer Gesellschaft ich mal lebte, seit ich ins Ausland zog, mit Kind & Kegel, Mann und Maus…, nun sind wir raus und Ende mig Deutschlands Klaus… Ihr habt mehr für die Islamisierung getan als für die Bildung.. http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/hamed-abdel-samad-ihr-habt-mehr-in-islamisierung-investiert-als-in-bildung-und-aufklaerung-a2099823.html?latest=1
    epochtimes.de – Hamed Abdel-Samad: „Ihr habt mehr in Islamisierung investiert als in Bildung und Aufklärung“