in Gesellschaft

Deutschland steht praktisch durch die neue Verschuldung vor der nächsten Pleite. 30 Jahre nach der Vereinnahmung der DDR werden die Schulden auf ein Niveau von mehr als 100 % des Bruttoinlandsproduktes klettern. Ein Wahnsinn, für den es keine Rettung gibt, so Ökonomen wie Kenneth Rogoff in einer früheren Studie zur Höhe der Neuverschuldung. Angela Merkel führt dieses Land seit fast 15 Jahren als Kanzlerin. Symbolhaft könnte der Berliner Flughafen BER vielleicht ihren Namen tragen. Als großes Danke Schön. Denn der Flughafen steht passend zu der aktuellen Krise und zu diesem Jahr vor der Eröffnung – im Oktober solle es losgehen, heißt es.

Nur: Der Flughafen ist schon jetzt praktisch – relativ betrachtet – pleite. Wahrscheinlich trüge der Flughafen den Namen von Merkel zu Recht, denn der Bund und die anderen Eigentümer wollen den Moloch natürlich nicht Pleite gehen lassen. Schon jetzt werden der Flughafengesellschaft offenbar bis zu 0,3 Milliarden Euro als – Achtung, das war klar -, Corona-Hilfe bereitgestellt. Für einen Flughafen, den es formal noch gar nicht gibt.

Mehr als 300 % versenkt

Der Flughafen sollte einst 1,9 Milliarden Euro kosten. Wohlgemerkt: Der Bund ist ohnehin Mit-Teilhaber. Die Länder Berlin und Brandenburg sind es gleichfalls. Bis zum heutigen Tage sind die Kosten auf 8,2 Milliarden Euro explodiert, also das vierfache dessen, was sie ursprünglich hatten betragen sollen. Das ist ein Aufschlag von über 300 %. Ein Milliardengrab im märkischen Sand, das nun lediglich zusätzlich zur Corona-Krise etwas größer ausfällt.

Das Volk will den neuen Flughafen ohnehin nicht als einzige Berliner Alternative. 2017 stimmten 56,4 % in Berlin dafür, den bisherigen Flughafen Tegel weiter zu betreiben. Der kostet offenbar etwa 7,5 Millionen Euro monatlich, also 90 Millionen Euro im Jahr. Das ist ein knappes Prozent dessen, was der BER jetzt kostet. Da Deutschland aber offenbar einen spektakulären, teuren Abgang ins wirtschaftliche Nichts sucht, wird auch hier das Volk einfach nicht gehört. Tegel soll zum 15. Juni „temporär“ geschlossen werden.

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