in Gesellschaft

Wir trennen den Müll so gut wie niemand anderes auf der Welt. Gründlichkeit, wie wir sie von uns kennen – und doch schaffen wir es hierzulande offenbar nicht, damit etwas anzufangen. Geht es nach dem jüngsten „Plastikatlas“ des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), wird lediglich ein Anteil von fast 16 % am Plastikmüll wiederverwendet. Der Rest wird in Verbrennungsöfen verarbeitet oder landet im Ausland. Die Daten haben wir an anderer Stelle bereits zusammengefasst.

Plastik: Auch gefährlich für uns Menschen

Der Plastikatlas sammelt Daten über die Umweltschädlichkeit von Plastik. Demnach wurden zwischen den Jahren 1950 und 2015 weltweit 8,3 Milliarden Tonnen Plastik produziert. Das entspricht mehr als einer Tonne pro Mensch, der heute auf der Erde lebt. Den größten Teil machen Einwegverpackungen aus. Und der Plastikberg wächst täglich: Allein der Getränkehersteller Coca-Cola verbraucht laut Plastikatlas jährlich 88 Milliarden Einwegflaschen.

Es ist inzwischen hinreichend bekannt, dass Plastik nicht nur der Umwelt, den Pflanzen und den Tieren schadet, sondern auch dem Menschen. Laut Plastikatlas werden nicht einmal zehn Prozent des jemals produzierten Kunststoffes recycelt. Das soll daran liegen, dass sich die Verarbeitung vieler Kunststoffe nicht zum Wiederverwenden lohne. Hersteller nutzen für ihre Produkte lieber neuen Kunststoff, als recyceltes Plastik, das nicht so rein ist.

Neuer Kunststoff ist günstig und das Sortieren, Aufarbeiten und Recyceln von gebrauchtem Kunststoff ist teuer. Deshalb ist es in Europa Usus geworden, den Großteil des Plastikmülls lieber in andere Länder zu verkaufen und zu verschiffen. Deutschland ist nach den USA und Japan der drittgrößte Exporteur von Plastikmüll. Nachdem China und Malaysia nun aber ein Importverbot von Plastikmüll verhängt haben, drohen die großen Plastikverbraucher auf ihrem Müll sitzen zu bleiben.

Anstatt Kunststoff-Innovationen (Kunststoffe, die problemlos recycelbar sind) oder Alternative Kunststoffe (z. B. aus Pflanzen) per Gesetz einzuführen – und Alternativen gibt es zu Hauf – sieht die Merkel-Regierung dem immer größer werdenden Plastikmüllproblem weitgehend tatenlos zu und beschäftigt sich stattdessen lieber damit, wie sie ihre CO2-Ziele erreichen kann. Dass der Klimawandel menschengemacht sein soll, ist hochumstritten und zudem nicht bewiesen. Dass Plastikmüll inzwischen unsere Erde bedroht, und damit auch uns Menschen, ist hingegen eine Tatsache.“

Hintergründe zur Umweltdiskussion finden Sie hier….

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Kommentar

  1. Warum nimmt man nicht die Hersteller in die Pflicht? Wenn man Heutzutage in den Supermarkt geht kann man ja gar nicht anderst als Plastik zu kaufen. Wenn schon selbst Bananen in Plastik eingepackt werden,wo sie doch schon eine tolle Natürliche Verpackung haben.

  2. Ich bin 67 Jahre als. In meiner Erinnerung hatten wir als Kinder immer solche Sommer. Klimaerwärmung? Fehlanzeige. Aus Bohrungen in Eis und Gestein gewinnt man auch andere Aussagen, als unser Mainstream uns weismachen will, was uns aber wohlweislich verschwiegen wird. Aber mit einem Hype kann man besonders viel Geld verdienen, vor Allem, wenn man ihn selber erzeugt hat!

    • Prima endlich mal jemand der noch nicht verblödet durch die Medien den Schwachsinn von Klimairrsinn den man uns weismachen will nachplappert. Was solch Volksverdummung anrichtet zeigt sich Freitags bei den Schulschwänzern. Dazu wird dann noch die halbe Welt zu uns eingeladen und das Schlimmste aus aller Welt läßt sich durchfütternNur gut das ich schon so alt bin, die 20jahre bekomme ich auch noch rum. Jeder der jünger ist empfehle ich Deutschland den Rücken zu kehren und in ein Land auszuwandern der noch zu seinen Bürgern steht, da gibt es gott sei dank noch einige wo man gut und gerne leben gern

  3. Zunächst mal Danke für das zwangsinkluierende „Wir“ , wie es auch die Bundeskanzlerin immer wieder gerne und gut einzusetzen versteht.
    Bestimmt wäre es gut über Kontaktlinsen und Sehhilfen aus Eichenholz nachzudenken, Zeltplanen wieder aus wachsgetränktem Leinen herzustellen oder die geliebten Handygehäuse aus Blech zu dengeln. Über Plastik in Autos erübrigt es sich zu schreiben – die werden sowieso bald verboten.
    Das Mülltrennen ist deshalb so schwierig, weil selbst Fachleute oft nicht einwandfrei bestimmen können, welches Plastik da gerade herum liegt. Viele Hersteller schliessen die Verwendung von Recyclingmaterial für bestimmte Produkte aus. Dieses oft zu recht, weil nach mehrmaligem Recykeln die Qualität erheblich leidet.

  4. Ich überlege mir nur: Soll ich mich jetzt oder erst beim nächsten Mal aus dem Newsletter der Neopresse austragen?
    Leugner vom Klimawandel und der Luftverschmutzung via CO2, NOx, etc. haben keine Plattform verdient.
    Und was spricht übrigens dagegen, gegen Verpackungswahnsinn UND Klimawandel gleichzeitig vorzugehen? Ist in rechtsgerichteten Gehirnen so wenig Kapazität vorhanden?

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  • Aufgedeckt: Müll-Trennungsweltmeister sind wir – aber warum? - Leserbriefe 18. Juni 2019

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