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Nachrichtenskandal um das syrische „Giftgas“: Lügen die Westmedien?

Die Berichterstattung über das syrische „Giftgas“ in Deutschland reicht nahe an einen Skandal. Falsche Nachrichten, könnte es auf Deutsch übersetzt direkt heißen. Denn der OPCW-Bericht ist gerade kein Beleg dafür, dass es einen Angriff mit einem Nervengift gegeben habe. Vielmehr bleibt letztlich nur übrig, dass es einen Chlorgas-Einsatz durch die syrische Armee gegeben haben könnte. Die Nachrichtenagentur Reuters soll diese Meldung allerdings schon wieder korrigiert haben.

Falsche Nachrichten über Syrien

Zu den Einzelheiten: Die „Organisation für das Verbot der Chemischen Waffen (OPCW) hat eine sogenannte Faktenfinder-Mission eingesetzt, die den Einsatz von Giftgas in „Douma“ in Syrien nachweisen oder verwerfen sollte. Sowohl die syrische als auch die russische Regierung hatten behauptet, der Einsatz sei allenfalls inszeniert worden. Es gebe ihn nicht.

Die Ergebnisse der Untersuchung liegen nun vor. Dabei sollen die Ergebnisse nach einer Darstellung auf „Telepolis“ (die auf die Originalquellen zurückgreift) belegen, dass zumindest „keine phospororganischen Nervengifte“ oder entsprechende Produkte aus dem späteren Zerfall daraus in den jeweils entnommenen Proben nachgewiesen werden können. Die Proben waren der Umgebung Dumas entnommen worden bzw. dem Blutplasma der untersuchten Opfer.

Andererseits sind zumindest Spuren „verschiedenen gechlorten organischen Verbindungen“ in immerhin zwei Probeentnahmen aus unterschiedlichen Orten nachgewiesen worden. Welche Bedeutung diese Funde haben könnten, wird derzeit untersucht.

Viel ist das nicht. Doch die deutschen Medien bauschen auf. Jedenfalls in ihren Darstellungen. Bislang ist a) wenig gefunden worden und b) die Bedeutung dieser Funde noch nicht einmal im Ansatz klar. Es sieht jedoch so aus, als sei hier der russische oder syrische Quasi-Giftgasangriff belegt worden. Ein Fall für den Presserat – an sich. Doch hier sind die Leitmedien derzeit in dieser Sache offenbar recht gut geschützt. Insofern liegt es an uns, hier einfach den Finger in die Wunde zu legen.

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Kommentar

  1. Die deutschen Medien sind immer grosse Klasse als Kriegstreiber und Unruhestifter besten zu verwenden.
    Werden Lügen und Unwahrheiten zu tausenden fabriziert,um den Umsatz zu heben.Aber die Dummen werden alles weiter glauben, den dafür zahlen Sie ja auch an alle Medien-GEZ- und mehr Reuter Informanten.

  2. NEOPresse:“ Es sieht jedoch so aus, als sei hier der russische oder syrische Quasi-Giftgasangriff belegt worden“. Diese Aussage ist zumindesst widersprüchlich. Man kann annehmen, dass tatsächlich Fakten gefunden worden wären, die die syrische Verantwortlichkeit belegen, wenn auch ein voller Beweis fehlt. Jahrelang hat die die westliche Propaganda immer wieder dreist behauptet, dass die syrische Seite Giftgas eingeetzt hätte. In keinem Fall ist das hinreichend belegt worden. „Es sah aber oft so aus“, als ob solche Szenarien bewusst gestellt wurden, wenn auch außerordetnlich stümperhaft – wie zuletzt auch wieder in „Dooma“.

  3. Der Britische Independent hat einen Life-Reporter in Douma, wo laut Nato-Angaben Assad „Gaskrieg gegen sein eigenes Volk“ führen soll. Robert Fisk fand dafür KEINE Belege, aber vieles was für eine Kriegslüge der White Helmets spricht. Diese „medizinische Helfertruppe“, die viele für eine vom Westen finanzierte Propagandakompanie halten, soll nach Zeugenaussagen den Gasangriff simuliert haben und dabei sogar Menschenleben in Gefahr gebracht haben.
    White Helmets-Leute kamen laut Fisk-Bericht während der Luftangriffe auf die Islamisten in einen Bunker gerannt, versetzten die dort ausharrenden Zivilisten mit lauten Rufen „Gasangriff! Gasangriff!“ in Panik und begannen mit Wasser imaginäres Gas aus ihren Augen zu „waschen“.

  4. Angeblich leben wir im Informationszeitalter. Trotzdem zeigt sich die Mehrheit der Medienkonsumenten außerstande, die Plausibilität von Meldungen richtig einzuschätzen, geschweige denn wenn nötig zu hinterfragen. Die Masse ist so abgestumpft, dass sie mit den Meldungen auch ihre persönliche Sicht des Weltgeschehens verinnerlicht, wie im Mittelalter die meist bäuerlichen Analphabeten den Verkündungen des Herolds ihres Feudalherren oder den Weisungen der Kirche folgten. Somit genügt es, Aussagen zu verbreiten und so lange zu wiederholen, bis sie Mehrheitsmeinung werden, was an Hypnose erinnert. Das Beispiel zeigt, dass technischer und sozialer Fortschritt zwei grundverschiedene Dinge sind.