Migration: Giordanos „Zehn Thesen zur Integrationsdebatte“ wieder aktuell?

In Deutschland geben Sozialromantiker und Beschwichtiger den Ton an, sagt Ralph Giordano und stellt zehn Thesen zur Integrationsdebatte auf.

Der Kölner Schriftsteller und Islamkritiker Ralph Giordano hatte in der WELT am 19.09.10 zur Diskussion um Thilo Sarrazin in zehn Punkten Stellung genommen und dem ehemaligen Politiker recht gegeben.

Ralph Giordano ist ein Jude und Holocaust-Verfolgter. Persönlich war er mir immer lieber als Grass.

Er steht politisch gesehen eher links-sozial und mit zunehmendem Alter kommt in seinen Werken vermehrt das völkisch-nationale bei durch.

Ein jüdischer Patriot?
Hier in diesem Artikel greift der Schriftsteller und messerscharfe Denker die regierenden Politiker und die Medien, die mit Vorzeigemoslems gegen herrschende Integrationsmängel argumentieren, an, und wirft speziell den Politikern vor, bestehende Probleme mit dem Islam zu verharmlosen und mit der Migrationswelle den sozialen Frieden in der Republik zu zerstören.

Die WELT-Online-Redaktion hat es sich nicht nehmen lassen, in Giordanos hochinteressanten Beitrag ihre berüchtigte Grafik zu setzen, in der das eigentliche Problem, die Zuwanderung aus islamischen Ländern, einfach ausgeblendet wird, die ist schlichtweg geschönt und manipuliert worden. Türken kamen z.B. darin überhaupt nicht vor:

Die WELT erklärt uns, dass jeder fünfte Enwohner einen Zuwanderungshintergrund habe. Abgebildet werden Türken, im Balkendiagramm zum Beitrag – welch Witz – sucht man sie vergeblich.

Unsere Zuwanderer bestehen wohl hauptsächlich aus EUlern und Schweizern.

Die WELT berichtet:

Erstmals lebten im vergangenen Jahr mehr als 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. 2005 waren es noch 15,3 Millionen Menschen ausländischer Herkunft, teilte das Statistischen Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mit. Demnach stieg der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung von 18,6 auf 19,6 Prozent.

Für den prozentualen Anstieg gibt es den Statistikern zufolge vor allem zwei Gründe: Von 2005 bis 2009 ist der Bevölkerungsteil mit fremdländischen Wurzeln durch Zuzug und Geburten um 715.000 Personen angewachsen. Zugleich schrumpfte die einheimische Bevölkerung um 1,3 Millionen, hauptsächlich durch Todesfälle.

Meinung:
Im Balkendiagramm hat man mit Absicht auf die Anzeige von Türken, Arabern usw. verzichtet. Man möchte die Deutschen doch schließlich in Sicherheit wiegen. Außerdem wären die Balken sehr hoch geworden, soviel Platz gibt es auf dieser Seite anscheinend nicht.

Erst nach einer unglaublichen Protestwelle ist eine der 4 Grafiken im Artikel aktualisiert worden und sind nachträglich die Türken wieder darin aufgenommen worden.

Der Umfang der Meinungsmache ist kaum noch zu ertragen, und die Medienmanipulation wird nun sogar in den Feuilletons und Kommentaren immer mehr ein Bestandteil und Grundsatz der Leitmedien. So werden in letzter Zeit immer häufiger Kommentare gelöscht, wenn diese nicht mehr Stimmungsbild der Redaktionen gefallen.

Dieser Beitrag erschien auf der Welt-Online vor 2 Jahren und hat mir bis heute keine Ruhe gelassen.

Nach 157 Kommentaren hat die Die WELT-Online-Redaktion die Kommentarfunktion bei Giordanos Artikel gesperrt und alles bis auf 19 Einträgen gelöscht. Ich selbst habe 27 Einträge gezählt und sehe heute auch nur noch 19 stehen.

Soviel zum Thema Leitmedien und ihr aufrichtiger unabhängiger Qualitätsjournalismus und die „Freie Presse“. Aber was jammer ich, als geneigter NEOPresse Leser wissen Sie mit Sicherheit auch ein Lied davon zu singen, sonst wären Sie unter anderem ja nicht hier.

Wenn man unbequeme Dinge anspricht, muss in einer westlich aus alter vorläufiger christlicher Tradition und liberalen Wertegemeinschaft 1. sowas als Freie Meiunung und Rede immer erlaubt sein sagen zu dürfen und 2. offen und sachlich diskutiert darüber werden können! Wahrheit braucht kein Gesetz und Redefreiheit keinerlei Einschränkunden!

Ich möchten Ihnen seine 10 Punkte nicht vorenthalten, da nun, nach dem Rechtsruck bei den letzten EU-Wahlen die Diskussion um eine möglicherweise fehlgeleitete Integrationspolitik wieder aufkeimt und stärker brennt als je zuvor.

Diese Punkte sind ein Meilenstein an schonungsloser Offenheit ohne dabei diffamierend oder polemisch zu sein. Es sind genau die 10 elementaren Punkte, die umfassend die Probleme beschreiben warum Menschen in den realtiätsfernen Debatten in Rundfunk und Fernsehen abschalten und keine offene Diskussion geführt werden kann. Diese Doppelbödigkeit und Scheinheiligkeit und anerzogene politische Korrektheit wird hier deutlich und dadurch fordern diese auch unmittelbar zum Handeln auf.

Wer die Punkte angeht und abarbeitet, bzw. auch erstmal offen ausspricht, kann als Politiker wieder Zugang zum Volk bekommen, ernst genommen werden und den Frieden in der Gesellschaft zwischen den Rassen innerhalb der Völker erhalten bzw. bitte bitte verbessern.

Hier sind Giordano’s 10 Kernpunkte warum und wie lange noch Sarrazin recht hat

  1. Solange gebildete, berufsintegrierte und akzentfreies Deutsch sprechende Muslima in Talkshows mit wirklichkeitsfernen Sätzen wie „die Frage der Integration stellt sich gar nicht“ so tun, als sei ihr Typ exemplarisch für die muslimische Minderheit in Deutschland und die Gleichstellung muslimischer Frauen eben um die Ecke – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
  2. Solange diese Vorzeige-Muslima sich lieber die Zunge abbeißen würden als einzugehen auf das, was kritische Muslima so authentisch wie erschütternd berichtet haben über den Alltag der Unterdrückung, Abschottung und Ausbeutung, der Zwangsehe und Gefangenschaft muslimischer Frauen und Mädchen bis hin zu der unsäglichen Perversion der „Ehrenmorde“ – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
  3. Solange widerstandslos hingenommen wird, dass Moscheen in Deutschland nach Eroberern der türkisch-osmanischen Geschichte benannt werden, nach Sultan Selim I. oder, wie im Fall der sogenannten Fatih-Moscheen, nach Mehmet II., dem Eroberer von Konstantinopel – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
  4. Solange höchste türkische Verbandsfunktionäre, wie der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mayzek, vor laufender Kamera und Millionen Zuschauern erklären können, Scharia und Grundgesetz seien miteinander vereinbar, ohne sofort des Landes verwiesen zu werden – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
  5. Solange rosenkranzartig behauptet wird, der Islam sei eine friedliche Religion, und flapsig hinweggesehen wird über die zahlreichen Aufrufe des Koran, Ungläubige zu töten, besonders aber Juden – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
  6. Solange die weitverbreitete Furcht vor schleichender Islamisierung in der Bevölkerung als bloßes Luftgebilde abgetan wird und nicht als demoskopische Realität ernst genommen – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
  7. Solange von hiesigen Verbandsfunktionären und türkischen Politikern penetrant auf Religionsfreiheit gepocht wird, ohne jede parallele Bemühung um Religionsfreiheit in der Türkei – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
  8. Solange nicht offen gesprochen wird über islamische Sitten, Gebräuche und Traditionen, die mit Demokratie, Menschenrechten, Meinungsfreiheit, Gleichstellung der Geschlechter und Pluralismus nicht vereinbar sind – so lange hat Thilo Sarrazin Recht.
  9. Solange die großen Themen der Parallelgesellschaften wie Gewaltkultur, überbordender Nationalismus, offener Fundamentalismus, ausgeprägter Antisemitismus und öffentliches Siegergebaren mit demografischer Drohung nicht zentrale Punkte des nationalen Diskurses sind – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
  10. Solange Deutschlands Sozialromantiker, Gutmenschen vom Dienst, Pauschal-Umarmer und Beschwichtigungsapostel weiterhin so tun, als sei das Problem Migration/Integration eine multikulturelle Idylle mit kleinen Schönheitsfehlern, die durch sozialtherapeutische Maßnahmen behoben werden können – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

Postskriptum.

Ein integrationsfördernder Vorschlag: Wenn denn das offene Haar der Frau die männliche Begierde weckt, wäre es da nicht besser, den Männern Handschellen anzulegen, als den Frauen das Kopftuch zu verordnen?