in Another View

Es gibt diese Momente, da überkommt es einen. Da braucht man ein leeres Blatt Papier (mitunter tut es auch ein Computerbildschirm). Man fängt an zu tippen. Geradezu getrieben. Wovon? Vielleicht von einer schier nicht greifbaren Ohnmacht, die sich wie ein unsichtbarer Schleier über den letzten klaren Gedanken legt und den Verstand endgültig benebelt.

Man fühlt sich den Gezeiten hilflos ausgeliefert, findet keinen Anknüpfungspunkt. Wo ansetzen? Wo gegensteuern?

Die ungebremsten Fluten der Meinungsmacher. Die Schandtaten der Leitmedien.
Die Welle der Empörung schwillt an und auf ihrem Kamm reiten all jene, die das Fußvolk sind. Die, die im Einzelhandel ihren letzten Rest Anstand an einen ‚Bild-Plus‘-Gutschein verlieren. Ohne eben jene würde dieser Apparat nicht funktionieren. Und jene sind viele.

Jedes mal, wenn man denkt, eine Steigerung ist nicht möglich, werden die Schamgrenzen nach unten korrigiert. Die Presse kämpft gegen ihre Skeptiker. Meilenweit nichts als Abartigkeit.

Man fragt nach dem Fluch unserer Zeit…
Nach der Antwort muss man nicht suchen, denn Bilder sind stärker.

Man spricht von Wertegemeinschaft und Moral…
Blanker Hohn in den Augen all derer, die wie selbstverständlich in der Medien-Guillotine ihr Ende finden.
Der brave Konsument wird zum denkfreien Sein erzogen.

Gestatten: Der Abnicker.
Stets den Blick nach vorn gerichtet. Auf die nächste Hinterhof-Schlagzeile.
Aber kann man es ihm verdenken? Wie kann sich der Abnicker wehren, wenn er nie das Kopfschütteln gelernt hat?

Mit Beginn der Schule wird jede Form von Individualität im Keim erstickt. Schablonen werden angelegt. Raster ausgelegt. Kinder müssen funktionieren. Kinder lernen abzunicken.
Freigeister stören den Unterricht, bringen gar andere Kinder auf falsche Gedanken.
Querulanten nicht erwünscht. Denn die perfekte Welt umgibt uns doch bereits…
Die Zeit der Welterklärer ist vorbei. Es ist Zeit für die Entgegentreter.

Ohnmacht währt nicht ewiglich…
Und es gibt sie… die kleinen Zeichen der Hoffnung. Vielleicht nur eine Randnotiz.
Vielleicht aber auch Kennzeichen für den Anti-Abnicker…. den Kopfschüttler.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Stimmt schon, aber es halt so, dass in den letzten Jahren eine neue Realität aufgetaucht ist, von der man ohne Internet nichts wusste, und irgendwie hats schon was Sinniges, dass die Erkenntnis zur Vertreibung aus dem Paradies führte…

    Aber es hat ja auch was Gutes, Gott Mammon, seine Priester und Ministranten entpuppen sich als verkleidete Affen, die umgehend auf den Baum gescheucht werden müssen, von dem sie gekommen sind…
    Und vielleicht sind wir ja nur einen Mausclick von einer anderen Welt entfernt…

  2. Na ja, ob das so am Internet liegt… Finde es eher verblüffend, dass heute fast alle Spitzen aus Politik und Wirtschaft einmütig erklären, dass uns unser System wahrscheinlich innerhalb der nächsten 5 Jahre um die Ohren fliegt. Also werden die Raubzüge dreister und die Methoden brutaler: Die Kuh muss gemolken werden, solange es noch geht. Dieses Ausmaß von Staatsplünderung und Selbstbereicherung konnte man sich vor 15 Jahren noch gar nicht vorstellen.