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Warum die Andersartigkeit immer mehr Macht bekommt

Ein lesbisches Paar wurde im bekannten Wiener Kaffeehaus Prückel aus dem Lokal verwiesen, nachdem sie sich geküsst hatten. Dies zog starke Proteste nach sich. Dieses Thema geht zur Zeit durch sämtliche Medien, insbesondere der Mainstream springt voll und ganz auf diesen Zug und nutzt es zur weiteren Instrumentalisierung.

Kuss-Demo in Wien

Am Freitag, 16.01.14 gab es sogar eine Demonstration in Wien, die sogenannte Kuss-Demo, wo gegen Homophobie protestiert wurde. Politiker der Grünen, SPÖ und der NEOS nahmen daran teil. Das Kaffeehaus legte kurzfristig an diesem Tag einen Ruhetag ein. Die Chefin entschuldigte sich sogar für ihre Reaktion und sagte sie habe überreagiert. Doch hat sie das wirklich, oder war ihr Eingreifen möglicherweise gerechtfertigt?

Wie oft kommt es wohl vor, dass Menschen ihres Verhaltens wegen aus einem Lokal geworfen werden, ohne dass dies so ein Aufsehen nach sich zieht? Aber in der jetzigen Zeit braucht es nur eine Minderheit, die laut Diskriminierung schreit, und schon gewinnen sie an Aufmerksamkeit und Macht.

Man kann wohl davon ausgehen, dass es sich nicht nur um einen harmlosen Begrüßungskuss gehandelt hat, sondern vielmehr um eine gezielte Provokation, die im Nachhinein verharmlost wird. Man braucht sich nur Szenen des Life-Balls anzusehen, um zu wissen auf welche Art und Weise die Andersartigkeit oft dargestellt wird.

Die Macht der Minderheit

Es gehört auch bei heterosexuellen Paaren nicht zum guten Benehmen sich in einem Lokal auf eine bestimmte Art und Weise zu küssen. Das gilt jedoch auch für die Homosexuellen. Sie sollten nicht mehr Rechte haben, nur weil sie einer Minderheit angehören – und darauf läuft es mittlerweile schon hinaus. Damit haben wir die Macht der Minderheit. Homosexuelle haben heute schon viel mehr Akzeptanz als früher, aber sie sollten es nicht mit Provokationen aufs Spiel setzen.

Gutes Benehmen und die Kultur der Menschen, driften leider ohnehin immer mehr in den Abgrund. Eigentlich sollte es lobenswert sein, dass es Lokale gibt, wo solche Werte noch hochgehalten werden. Stattdessen steht das Prückel schwerstens unter Beschuss. Es sollte auch die Seite der Chefin des Kaffeehauses berücksichtigt werden. Unter Umständen haben sich andere Gäste durch das Auftreten des lesbischen Paares gestört gefühlt. Schließlich muss die Inhaberin dafür sorgen, dass sich möglichst alle Gäste wohl fühlen, und nicht nur ein lesbisches Paar mit dem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Provokation.

Anstatt Homophobie zu schreien, sollten sie lieber lernen sich angemessen zu verhalten oder Lokale zu meiden, in denen es noch eine Benehmenskultur gibt.

Quellen:
http://diepresse.com/home/panorama/wien/4639899/Vor-KussDemo_Cafe-Pruckel-hat-heute-Ruhetag
http://derstandard.at/2000010441386/Prueckl-Chefin-entschuldigt-sich-fuer-Rauswurf-von-kuessenden-Lesben
Screenshots: Küssen im Prückel – Demo in Wien

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Man braucht heute schon Mut, so ausgewogen zu schreiben wie es hier Frau Singer tut!

    Alle Zeiten hindurch waren Menschen diskriminiert worden, die sich vom gleichen Geschlecht angezogen fühlten. Das ist nur durchheftige Gegenpropaganda beendet worden.

    Wenn jetzt der oder die eine oder andere „Befreite“ über die Stränge schlägt, ist das nicht besonders klug, aber auch nicht strafwürdig. Eine richtige Knutscherei, die hier wohl vorlag, gehört sich allerdings selbst unter Partnern verschiedenen Geschlechts nicht in einem Cafe oder Restaurant.

  2. Zitat „Man kann wohl davon ausgehen, dass es sich nicht nur um einen harmlosen Begrüßungskuss gehandelt hat, sondern vielmehr um eine gezielte Provokation, die im Nachhinein verharmlost wird. “

    Man kan von gar nichts ausgehen solang keine handfesten Beweise dafür vorliegen. Vermuten liegt hier wohl näher. Selbst wenn es ein sehr „herzhafter“ Kuss war, so ist das immernoch kein Grund jemanden aus einem Lokal zu verweisen! Wenn das Paar sich ausgezogen hätte und sich nackt an den Tisch gesetzt hätte, dann wäre das ein Grund für die Aktion gewesen.

    Nur weil eine Minderheit mittlerweile mehr Akzeptanz findet als früher sollte Sie Ihre Meinung nicht öffentlich Kund tun? Nein. Jeder hat ein Recht auf freie Meinungsäußerung und das ist…

  3. Den Begriff der „Andersartigkeit“ finde ich völlig fehl am Platz. Mensch ist Mensch, egal welcher Hautfarbe, Sexuelle Orientierung etc. Solange es Menschen gibt, die anderen die selben Rechte verwähren, muss man dafür eben auf die Straße gehen. Welche „Werte“ sollen da bitte verteidigt werden, die nicht mal die Gleichheit des Menschen anerkennen?

  4. Das Pärchen ist einfach nur krank und sollte sich therapieren lassen. So langsam bekommen wir hier in Europa amerikanische Zustände. Toleranz für diese Lebensform ist fehl am Platz, Gott schuf Adam und Eva – und nicht Adam und Steve!

  5. Provozierter Müll, sagt Alles über den hirntoten publikumsüchtigen Zustand der selbstgemachten „Opfer“ aus!

    Keine „unterdrückte Minderheit“ sodern spät pubertierende Möchtegerndarsteller die mal ins Rampenlicht der Provinzpresse wollten!

  6. Ich habe es ja schon geahnt…dieses reaktionäre, dümmlich-völkische und kleingeistige Gehetze gegen alles Nonkonforme ist Bepsielhaft für östereischische Exportschlager. Möge Euch die Sachertorte im Halse stecken bleiben. Für mich war das zumindestb der letzte Artikel der Neo(faschistischen)Presse…

    • Sieg BUNT!
      haste vergessen. Und nun ab in deinen Darkroom und genehmige dir einen Einlauf :D
      Hast unser völkisches Einverständnis das du dir das gibst. Bis hoffentlich nicht zum nächsten Treffen, denn nur hier und in der Gruppe darfst du auch mal was sagen ;)