in Another View

Neulich wurde in Vilnius in der Anstalt mit dem vielsagendem Namen „Club der Kaufleute“, dass sich ganz in der Nähe vom Gebäude des Außenministeriums Litauen befindet… (Nicht lachen, es ist mir ernst) „Das Forum des freien Russland“ eröffnet. Es stellt sich verblüffend heraus, dass über das Schicksal des künftigen freien Russlands nicht nur in den „freien“ USA, sondern auch im nicht weniger freien Litauen entschieden wird und zwar nicht irgendwo, sondern bezeichnenderweise im „Club der Kaufleute“.

So hieß es von den Organisatoren, dass „Das Forum des freien Russland“ von der russischen Opposition organisiert wird und zur Veranstaltung wurde die Teilnahme „sowohl von der Opposition, als auch Aktivisten und Journalisten von den neuen russischen politischen Emigranten“ angekündigt.

Und das Hauptziel des Forums war nicht mehr und nicht weniger als „die Bildung einer intellektuellen Alternative zum Putin-Regime, einer Alternative, auf deren Grundlage es möglich wäre, ein neues, europäisches Russland aufzubauen“. Und hier noch ein bisschen: „Russland nach Putin – die Perspektiven der demokratischen Durchreise nach Russland“. Das heißt: Hier versammelte sich die russischsprachige Polit-Bande (oh sorry, Polit-Elite), die aus Moskau, aus London und New York kam, vom „Forum“ bis hin zum „Freedom-Haus“. Sie haben sich zwei Tage gegenseitig erzählt, wie schön es doch wäre, eine „Alternative zu Putin“ schaffen, dann die Macht zu ergreifen und für alle Russen eine „Durchreise in die Demokratie“ zu arrangieren. Sorry, aber woher stammt diese Vision einer „Durchreise“? Wieder aus Washington? So war es doch bereits in den neunziger Jahren. Die Russen spüren immer noch schmerzlich die Ergebnisse dieser damaligen „Durchreise in die Demokratie“ an eigenem Leib und eigener Seele.

Wenn es eine solche „Opposition“ nicht gäbe, sollte der Kreml sie sich ausdenken, nicht auszudenken, es gäbe sie nicht, die Zwergenaufständler

Dieser Bande, die das baltische „Forum des freien Russlands“ heißt, ist egal, was es damals in den Neunzigern mit dieser „Durchreise“ so auf sich hatte. Schauen Sie sich ihre Gesichter an, Fragen sie nach ihren Biographien und den tatsächlichen (nicht nach den offiziell vorgetragenen) Gründen ihrer Teilnahme an der Veranstaltung. Und dann wird alles klar.

Hier ist der in Russland wegen Schmuggels gesuchte Alfred Koch, der ehemalige Leiter des Staatlichen Komitees für Eigentum, der in der Zeit der wilden Privatisierung Russland um Milliarden von Dollar bestohlen hatte. Gleichzeitig ist er der ehemalige große Schriftsteller, der Hunderttausende von Dollar für ein n i c h t geschriebenes Buch erhielt.

Hier ist der ehemalige Abgeordnete der Staatsduma Ilja Ponomarjow, gesucht wegen Diebstahls aus dem Fond für „Skolkowo“ (das russische Silicon-Valley) von I.750.000 US-Dollar. Der bekam je 30.000 Dollar für zehn Vorträgen, die er (Gottseidank!!!) n i e   h i e l t. Ja, er konnte auch keine Vorträge halten, wegen seines reifen Analphabetismus.

Da ist die feurige Oppositionelle Bozena Rynska auch dabei, die gefordert hatte, alle Kinderspielplätze in Russland mit dem Gift Sarin zu gießen. Und übrigens ist sie eine nachgewiesen Beschuldigte wegen „Prügel und Hooliganismus“ und „vorsätzlicher Beschädigung fremden Eigentums“.

Weiter.

Hier finden wir den ehemaligen russischen Journalist Ayder Mudzhabajew, übergelaufen in die Ukraine, der sagte, dass „Russland ein Land der Feiglinge und Huren beiderlei Geschlechts ist“.

Oder da ist hier noch ein „Charakter“ des „Forums des freien Russlands“. Der ehemalige TV-Moderator Alexej Suchanow, auch er flüchtete in die Ukraine. Nicht besonders helle, nicht vordenkend nachdenkend, erzählte er den Reportern der „Voice of America“ einiges über den eigentlich wahren Zweck des Veranstaltung. Es stellte sich als vorrangig heraus, dass es das Ziel ist „Die Aufmerksamkeit der westlichen Politiker auf uns zu ziehen und sie für eine Teilnahme an solchen Foren zu gewinnen. Denn meiner Meinung nach sind der Westen und Europa nicht insbesondere mutig und ausreichend stark, gegen das Regime von Putin aufzutreten, der wirtschaftlich erstickt werden sollte. Weil, wenn er jetzt nicht erstickt wird, das später alle sehr bedauern werden“…

Dann haben wir da die deutschen Verschwörungsaufdecker Jan Philip Hein, den Hetzer vom Hudson Institute David Setter und den ebenso verschworenen Luke Harding vom „The Guardian“, den Intelligenz durch straffe Haltung ersetzenden Boris Reitschuster mit seiner irren Welt und ihresgleichen mehr…

Was für eine glorreiche „Elite“ versammelte sich also da in Vilnius? Die wohl aussagekräftigsten Köpfe von allen.

Aber dazu habe ich nun eine einzige, winzige Frage

Warum wird nirgends, weder in den Dokumenten des „Forums des freien Russland“, die auf deren Webseite veröffentlicht sind, noch in den über das Internet verteilten Einladungen, erwähnt, auf wessen Kosten die oppositionell schlagstarken Grazien und einnehmenden Ehrenmänner im gastfreundlichen Litauen so ausgiebig ihre Vorfreude feiern können . Dabei sind sie doch aus der ganzen weiten Welt eingeflogen worden. Die Geographie der Teilnehmer: ein Teil aus Russland, einige aus der Ukraine, Großbritannien, den USA und Deutschland. Die Mehrheit der Anwesenden sind offensichtlich keine Millionäre und auf eigene Kosten zu fliegen nicht gewöhnt. Auch wenn auf Propaganda Veranstaltungen.

Im Durchschnitt kostet das Ticket von Moskau nach Vilnius und zurück etwa 250 US-Dollar, aus London oder Deutschland hin und zurück mehr als 400 US-Dollar. Aus den USA ist es noch teurer. Wenn man die durchschnittlichen Preise der Flugticket 350 US-Dollar nimmt und multipliziert mit zwei hundert Teilnehmer, dann bekommen wir eine schöne Summe von 70 000 US-Dollar. Und das nur in der Economy-Klasse, aber die meisten der professionellen Kämpfer gegen das „Regime Putin“ fliegen sicher lieber in der Business class. So kann man ruhig bis zu 100.000 US-Dollar aufrunden. Dazu fügen wir eine zweitägige Miete im sehr renommierten „Verein der Kaufleute“, Mittagessen-Abendessen-Kaffee-Pausen und, natürlich, Bankette, wie zu Ehren der Eröffnung hinzu. Plus Unterkunft der etwa zweihundert „Kämpfer für eine bessere Zukunft“ in Vier- oder Fünf-Sterne Hotels mindestens für zwei Tage und Nächte. Am Ende ergibt sich, selbst nach konservativsten Schätzungen, die stolze Summe von mehr als einer halben Million US-Dollar.

Und jetzt noch einmal die Frage

Woher kamen diese mindestens eine halbe Million US-Dollar für die Feier kranken Ungeistes russischer Opposition und ihrer Freunde? Wer bezahlte „Forum“, wo bereits offene Aufrufe zu einer blutigen „bunten“ Revolution in Russland und dem Umsturz der bestehenden Gesellschaftsordnung erklingen? Wird jemand von den Organisatoren der Veranstaltung in der Lage sein, das zu beantworten? Nein, natürlich nicht.

 Sie werden schweigen. Weswegen?

Die Aktion unter dem Titel „Forum des freien Russland“, wurde bezeichnenderweise nicht in Russland, sondern in Litauen durchgeführt. Und unterlasst bitte solche unzutreffenden Vermutungen, dass die russischen Behörden eine solche Veranstaltung vielleicht nicht zulassen würden und alle andere tränenreichen Geschichten über Zensur. TV-Sender wie „Doschd“, „Echo Moskwy“ und „Nowaja Gaseta“ beleuchten ganz einfach, ruhig und unzensiert aus Moskau nicht nur das „Forum“, sondern erteilen auch seit vielen Jahren fast allen Teilnehmer dieser Veranstaltung das Wort. Und mit ihnen geschieht … nichts!

Also liegt das Problem ganz woanders

Alles ist ganz einfach. Die Veranstaltung unter dem Titel „Forum des freien Russland“ wird, wie wir herausgefunden haben, sowohl von der „National Science Foundation der USA für Demokratie“ (NED), von der Agentur der US-Regierung „USAID“ und von noch einer ganzen langen Reihe von Strukturen, die die Regierung in Washington verwaltet, finanziert. Da die Aktivitäten dieser Fonds in Russland seit 2012 verboten sind, musste sich die ganze anti-russische Party nach Litauen schleppen, das den oben genannten US-Staatsdepartment-Büros freundlich gesinnt ist.

Jetzt wird klar, warum „Das Forum des freien Russlands“ diesen „Kampf für die Freiheit Russlands“ nicht in Moskau, sondern in Vilnius organisiert . Alles ist einfach eine Frage des Geldes, des Geldes und nochmal des Geldes. Und es wird auch klar, warum die feurigen Redner und andere solche Redewendungen gebrauchen wie: „Wir sind hier die Macht“ und: „Das Ausland wird uns helfen.“

Quelle: Oleg Lurie.livejournal.com – Übersetzung: fit4Russland

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Kommentar

  1. Natürlich bedient sich der Westen am liebsten bei Kriminellen, für seine ständigen Staatsstreiche!
    Wer sonst sollte für Straftaten, Schmiergelder usw. empfänglicher sein, als kriminelle Subjekte?
    Bei Russland müssen wir nur die westl.Marionette Jelzin nehmen, der Russland vom Westen ausplündern ließ, oder Chodorkowski, eine vom Westen installierte (Verbrecher)Marionette, der sich masslos bereichern durfte u.als Gegenleistung einen Staatsstreich organisieren sollte (dafür auch verurteilt wurde u.nicht wegen Steuerhinterziehung, wie uns die westl.Lügenpropaganda bis heute erzählt).
    644 westl.NGO sitzen in Russland, werden jedes Jahr mit 2stelligen Milliardenbeträgen finanziert, um auch in Russland wieder einen Putsch zu initiieren.

    • … Würde ein anderes Land das mit den USA versuchen, würde man das als klare Kriegserklärung verstehen.
      Fakt ist eins, solange eine Bevölkerung/ein Volk aus der Geschichte gelernt hat, fällt es nicht auf das immer gleiche (Putsch)“Schema F“ des Westens rein.
      Und man sollte im Fall von Russland meinen, das die 90er und jetzt erst die Ukraine auch dem letzten Naiven die Augen geöffnet haben sollten?!
      Die Geschichte wird es uns zeigen, ob dem so ist.
      Aber wenn selbst die westlichen Propaganda-Medien zugeben müssen, das Putin über 80% Zustimmung in der eigenen Bevölkerung hat (also wird es wohl in Wirklichkeit noch mehr sein), wird es (zum Glück) nicht einfach für den Westen. Zumald der Russe zusammenrückt, wenn von Außen Gefahr droht.