in Another View

Mit der Neugier ist das so eine Sache. Sie treibt Menschen auf zu unbekannten Ufern. Die Gier nach Neuem ist beständig und jederzeit greifbar. Ein positiv besetzter Begriff, der zu einem Teil aus einer Charaktereigenschaft besteht, die oftmals rein negativ daherkommt. Gier.

Der Mensch scheint von jeher gierig. Gnadenlos. Bedingungslos. Der Gier verfallen. Unzufrieden in jeder Lebenslage. Das Laster unserer Zeit: Unzufriedenheit.
Mit einer solchen Anschuldigung konfrontiert bemüht sich ein jeder um Beschwichtigung: „Man sei doch mit Wenig zufrieden.“

Doch der Mensch erliegt alsbald den Zwängen des Konsums. Eng gesteckt ist der gesellschaftliche Pfad zum Glück. Streng registriert wird jeder Blick ins Verbotene, abseits des Weges.
Konsumier‘ und stirb!

Für die trotz Leitplanken vom Weg Abgekommenen gibt es allerdings eine Vielzahl von Auffangbecken, in denen es sich gut anfühlt. Man begegnet dem Konsumismus und der dazugehörigen Gesellschaftsform mit Argwohn. Fühlt sich in linken Kreisen verstanden und schimpft auf das Establishment. Eine lebenswerte Anti-Haltung?

All jene, die sich rühmen das Spiel nicht mitzuspielen sind nichts weiter als Nichtversteher. Nichtverstehend, dass sie der kalkulierte Teil einer Gesellschaft sind, der zumindest weiter denkt, als bis zum nächsten Sonderangebot, und doch nur dem Schein des Anderssein erliegt.

Teile die Menschen in links und rechts und sie fühlen sich schon zu irgendetwas zugehörig. Dabei beschreibt dieses Modell nur die größte Gesellschaftslüge unserer Zeit. Den Menschen wird eine Realität vorgegaukelt, die es nicht gibt, sich aber hervorragend eignet um die verschiedenen Ideen der Nachdenkenden einzufangen. Ein Gedankenkatalysator.

Jedwede Diskussion um Ursachen und Lösungen erübrigt sich, ist man erstmal eingeteilt in links und rechts.
In den Köpfen der Menschen gehen Schubladen auf, Denkmuster werden abgerufen und man schaltet auf Autopilot. Raffiniert. Der Drang nach Freiheit und Zufriedenheit, Glück und Beständigkeit wird gekonnt verwaltet und scheinbar passend bedient. Der Mensch lässt sich nur zu gerne einteilen.

Es gilt aufzuwachen. Das links-Rechts-Geschwätz ist demaskiert, wenn selbst radikal linke Parteien wie Syriza in Griechenland die eigenen Menschen hintergehen und allmählich sichtbar wird, wie vermeintliche Ikonen zu Handlangern der immer gleichen Herrscherelite werden und niemals zum Wohl des Volkes entscheiden.
Ein gnadenloses Politik-Schauspiel, welches Alternativen heuchelt und Mitbestimmung und Teilhabe suggeriert.
Die Menschen folgen den Rattenfängern, deren einzige Aufgabe darin besteht, die Europa- und Euro-Skepsis in linke Bahnen zu lenken, mit dem Ziel sie zu kontrollieren. Denn wenn selbst eine linke Regierung die komplette Privatisierung des eigenen Landes beschließt, dem Ausverkauf zustimmt, dann fällt einem nichts mehr ein.

Ein Possenspiel, das den europäischen Gutmenschen in Dummheit hält und all jene sich die Hände reiben, welche im Hinterzimmer sitzen und sich feixend mit dem Nachbarn abklatschen. Die Finanzprofiteure haben nichts zu befürchten, denn keiner durchschaut ihr Spiel.

Besitz wechselt den Besitzer. Wiedermal. Was einst den Menschen gehörte und durch den Staat verwaltet wurde, gehört ihnen nicht mehr. Der Ausverkauf der Demokratie ist längst im Endstadium. Doch solange sich Menschen damit auseinandersetzen, welchem politischen Lager sie sich zugehörig fühlen, kann das Spiel der Nutznießer weitergehen.
Wo sich früher Freibeuter und Handeltreibende Aug in Aug und Schiff an Schiff gegenüberstanden, folgen die Ausbeuter heute dem Schatten der internationalen Finanz- und Kreditkarawane. Gnadenlos.

Derweil rauscht es im Blätterwald, die Diskussionen gehen weiter: „Erleben wir in Europa ein Erstarken des rechten Randes?“ „Steht Südeuropa vor der Einführung des Sozialismus?“

Scheindebatten, welche nur aus einem einzigen Grund geführt werden: Die wirklichen Hintergründe der Misere im Dunkeln lassen. Die Menschen mit Themen füttern, die keine sind und sich doch hervorragend eignen, dem Nachforschenden die Plattform zu entziehen.

Ein stummes Kopfnicken all derer, die mit dem Strom schwimmen und sich aufgehoben fühlen in ihrem Wohlfühlweltbild, beschreibt den Geisteszustand der Mehrheit, die mit Scheuklappen vor sich hinstapft und keine Fragen stellt, weil sie mit den Antworten nichts anzufangen weiß.

Gleichwohl schreitet die Zeit der Aufklärung voran. Der Kreis der Durchbrecher wächst unaufhörlich. Fragen werden lauter. Doch beschleicht einen das ungute Gefühl, dass das Internet auch nur als Frustkatalysator fungiert. Zwar vereinigt es die, die sich Gedanken machen, bietet die Möglichkeit zum Austausch und formiert eine wachsende Zahl von Fragenstellern. Doch das Netz sorgt auch für Trägheit und Genügsamkeit, für Sattheit und Kleinkariertheit.
Gedanken finden den Weg nicht auf die Straße. Es fühlt sich gut an sie zu äußern, doch das war es dann auch schon.

Wer kann sich da ausnehmen?

Ein weiteres raffiniertes Werkzeug der Elite?

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Kommentar

21 Kommentare

  1. Exakt so siehts aus und die Sadisten, welche die Gesellschaft transformieren, lachen darüber dass die Spaltung so gut funktioniert. Aber die Denkverbote darüber, wer diese Elite denn überhaupt bildet, die sitzen viel zu tief, vor allem im pseudo-linken Lager.

  2. Rechtsextrem?
    Wenn man heute für die eigenen Mitbürger einsteht, gegen Drogen ist, die Kriminalität bekämpft, für die intakte Familie und Gesellschaft ist, sich darum bemüht jeden Morgen auf die Arbeit zu kommen, seine Steuern regelmässig zahlt und obendrein noch für das Recht auf freie Meinugsäusserung eintritt, dann ist man heute offenbar bereits Rechtsextrem. Dann allerdings sollte man Stolz darauf sein.

  3. Die eigentliche Frage ist, wie man in einem System aus Knechtschaft, deren lähmenden Auswirkungen in dem eingespannten Alltag eine wirkliche starke Alternative heraus entstehen lassen kann. Das bequeme clicken im Netz ist eine Form von Frustabbau, welche die Denkenden kurzfristig ruhig stellt, damit sie am nächsten Tag wieder den Herausforderungen des Alltags unterliegen. Aufklärung gibt es zum Glück genug, aber das muss sinnstiftend in die notwendigen Bahnen gelenkt werden.

  4. Wieso werden nicht diese Nachrichten millionenfach geliket und verbreitet. Was macht die Leute so dumm nicht die Wahrheit zu erkennen?
    Und NEO Pressen an euch.
    Ich finde ihr leistet gute Arbeit und seit sehr informativ! Wenn es eine Zeitschrift mit solchen aktuellen Artikel geben würde wäre ich der erste Abonnent!!!
    Und wenn ihr eine habt wäre ich Ihnen dankbar wenn Sie mir sofort ein abo schicken!

  5. Sehr schön wortgewaltig, sehr ansprechende Seitengestaltung. Schade, dass diese Schaffenskraft sich inhaltlich in „alle doof, außer niemand“ erschöpft. Konkrete Forderungen würden m.E. dem Text die Beliebigkeit nehmen. Komme dann auch gern wieder.

    Beste Grüße an Autoren und Leser

    • Sehe ich ganz genauso.
      Der Artikel ist sehr schön und beschreibt gut die momentane (so denn sie denn nur eine „momentane“ ist) Haltung in der Nation.
      Allerdings fehlen, wie Sie schon sagen, aber auch konkrete Vorschläge.
      Nur den Notstand zu zitieren bringt keine Verbesserung des Zustandes, sondern passt eher in das Schema, dass der Artikel selbst beschreibt.

  6. Das ist der erste Artikel wo ich Angst bekomme, dass nicht auch Neopresse als „Katalysator“ für uns Freidenker eingerichtet ist.
    Und es ist tatsächlich so, vom Gefühl her fühl mich verstanden und bin froh unter Gleichgesinnten zu sein.
    Es fehlt tatsächlich wie im Artikel beschreiben, der gemeinsame Aufschrei auf der Straße.
    Dennoch kann ich bereits in meinem Umfeld einiges bewegen……

  7. „Rechts“ ist
    was sich nicht dem internationalen Kapitalfaschismus unterwirft , einem Kapitalfaschismus , der in Europa
    von den Transatlantikern repräsentiert wird .
    Wenn Änderuingen nicht mit einem massiven Feindbild verbunden sind , sind heute Änderungen durch eine Masse von Menschen auf der Strasse nicht zu erwarten . Und ein massives Feindbild würde die Änderungen natürlich in eine negative Richtung ablenken .
    Unter der massiven Propaganda der Machthaber durch die MSM
    ist es schon wichtig , Gedanken- und Konzeptformulierungen per Internet auszutauschen -fürs Erste – .
    Die größte Gefahr ist aktuell die Blockade des Internet für freien Meinungsaustausch . Denn der Meinungsaustausch per Internet zeigt gute Erfolge

  8. Aufnehmen vielleicht, aber nicht bezahlen. Die CDU stielt die Renten, macht Mama Und Pappa mit 400 Euro monatlich tot. Der Nigger bekommt aus der Renten kasse 2100€ monatlich und fickt unsere Kinder.

    Herzlich Willkommen

  9. Ein guter Artikel !
    Er zeigt – Die Umerziehung der Deutschen mit der Hilfe der Qualitaetsmedien und Politdarsteller die „Staat“und „Demokratie“vorgaukeln hat herforragen funktioniert.
    Ein Blick in die wahre Geschichte nicht der in Schulen vermittelte laesst das System und die Methoden erkennen dehnen wir ausgesetzt sind.
    Studiere die Vergangenheit und du verstehst die Gegenwart.Studiere die Gegenwart und du wirst die Zukunft erkennen. Die ist nicht rosig.