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Die „Psychologie der Massen“ von Gustave Le Bon erreichte eine hohe Auflage und wurde in 10 Sprachen übersetzt. Es galt im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts als Standardwerk der Massenpsychologie. Das Buch, ist eine wissenschaftliche Erläuterung wie die Menschenmassen eine eigene Psychologie bilden können und so leicht manipulierbar und aufhetzbar sind. Große Dikatoren des 20. Jahrhunderts sollen die Lektüre für ihre Propagandatechniken genutzt haben.

Gustave Le Bon

Le Bon, wurde 1841 in Frankreich geboren.  Er erlebte 1848 die Krisenzeit der Februarrevolution und der Kommune von 1871, beide Ereignisse hatten auf sein Werk offenbar eine zentrale Wirkung. Nach einem Medizinstudium wurde er 1870 Militärarzt und betrieb ab 1881 auf verschiedenen Reisen unter anderem nach Nordafrika und Indien völkerkundliche Studien, in deren Verlauf er zwischen 1881 und 1891 mehrere einschlägige Werke veröffentlichte, in denen er sich mit Anthropologie, Archäologie und Ethnologie beschäftigte und Untersuchungen über Materie und Energie anstellte, wobei er eigens Aufzeichnungsgeräte entwickelte. Es folgten zwischen 1894 und 1903 weitere Studien über Völker, Gruppen und Massen, darunter sein Hauptwerk „Psychologie der Massen“ (1895), das ihn zum einflussreichsten Soziologen seiner Zeit machte. Im Alter begann Le Bon sich intensiv mit dem Katalogisieren der Menschheit zu befassen, indem er Hierarchien aufstellte für Rassen (die er etwas unklar nicht streng biologisch verstand, sondern als kulturell ererbte Komplexe, s.u.), Geschlechter, Intelligenz und politische Strömungen.

Die Psychologie der Massen

Mit einem nahezu hektischen Eifer hat der Arzt Le Bon Traktate und Kampfschriften publiziert. Unsterblich wurde nur eines seiner Bücher: die „Psychologie der Massen“ von 1895. Sigmund Freud gehörte zu seinen Bewunderern und Nutznießern ebenso wie Adolf Hitler. Er wurde viel kritisiert und beim schnellen Durchblättern seiner Werke könnte man sie sicherlich verärgert wegwerfen und ihn einen Rassisten nennen. Aber das war Le Bon nicht. Er war ein verärgerter Demokrat; liberal bis zu den Knochen. Wäre er ein alter Greis der seine Wut auf die Gesellschaft ablassen würde, wäre die „Psychologie der Massen“ auch nur eine jener zahllosen philosophischen Kuriositäten und Obszönitäten, die das 19. Jahrhundert hervorgebracht hat? So ist es gerade nicht: Gustave Le Bon war ein enttäuschter Aufklärer, ein skeptischer Demokrat, ein Liberaler in des Wortes alter, unvergenscherter Bedeutung.

Sein Hauptwerk die „Psychologie der Massen“ ist auch kein in Vegessenheit geratener alter Schinken der die wirren Thesen eines alten französischen Arztes festhält. Das wissenschaftliche Buch, untersucht das Phämomen, das man in sämtlichen Diktaturen und Demokratien des 20.- und vermutlich auch 21. Jahrhunderts beobachten kann. Eine Menschenmasse – eine Ansammlung von Menschen – bildet eine „neue Seele“ eine „organisierte Masse“ oder wie Le Bon zu Sagen pflegt: eine „Massenpsychologie“. Es geht darum, dass eine Gruppe Menschen sich nicht so verhält wie der Durchschnit all ihrer Charakter es verlangen würde, sondern sie bilden unter bestimmten Umständen eine komplett neue Einheit. Eine neue Massenpsychologie. Genau aufbereitet und einigermaßen verständlich wird im Buch geschildert wann eine solche Massenpsychologie entstehen kann, warum sie entsteht, welche Auswirkungen das hat und welche Phänomene auftreten.

Mittels diesem Wissen sollen mehrere Propagandatechniken ausgearbeitet worden sein. Damit war es dann möglich die Bevölkerung aufzuhetzen und für die eigene Sache zu verinnahmen.

Wer sich für die genaue Entstehung solcher „Massenpsychologien“ und deren Verhalten interessiert kann sich hier das Buch für 5€ kaufen.

QUELLEN:

Gustave Le Bon [Buch] , „Psychologie der Massen“: Psychologie der Massen
Wikipedia, Gustave Le Bon: http://de.wikipedia.org/wiki/Gustave_Le_Bon
ZEIT, „Psychologie der Massen“: http://www.zeit.de/1983/42/psychologie-der-massen

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Werbung für Amazon – pfui Deibel! Dieser Ausbeuter gehört boykottiert. Gib Lohnbetrügern keine Chance!

    Zur Sache: Die Struktur der Massenpsychologie mag interessant sein, ich frage mich allerdings, ob man da nicht auf das Gleiche kommt, dass man um sich herum bereits beobachten kann:

    Ein Masse, der ihre Massenkonformität wichtiger als die Wahrhaftigkeit, die Aufrichtigkeit, als das Ideelle ist.

    „Sag mir, was grad in Mode ist, damit ich weiß, was ich gut finde!“

    NSA-Wanzen sind in? Ich will auch eine!

    Alberne Baseball-Kappen und Schwuchtelhosen sind in? Kauf ich mir auch gleich!

    Antideutschismus ist en vogue? Mein Gott, bin ich betroffen über die Nazis!

    „Der Mob ist eine Hure der Herrschenden, bar jeglicher…

    • …Orientierung.“

      Zigarettenrauchen ist cool? Ich fang gleich an!

      Völlig überteuerte Markenjeans der Wallstreet sind in, produziert von Kindern in Bangla Desh? Dafür geb ich meine paar Kröten!

      „Die Ehre vor Menschen war ihnen wichtiger als die Ehre vor Gott…“ schrieb bereits ein Autor im Neuen Testament.

      In der Antike richtete die Masse einen Sokrates hin, im Mittelalter verfolgte sie einen Galileo, in der Neuzeit einen Bobby Fischer.

      Ideale, Kategorischer Imperativ? Nichts auf dieser Welt ist dem Mob wesensferner!

    • Alberne Baseball-Kappen und Schwuchtelhosen ???

      wie ist denn ihre Definition solcher Hosen?

      mhh Forentroll zu sein ist in, da mach ich auch mit! ;)