in Gesellschaft

Die angekündigte Zwangsräumung der Wohnung von Kalle Gerigk durch den Gerichtsvollzieher, ist am heutigen Donnerstag, 20. Februar 2014, erfolgreich durch einen friedvollen Protest verhindert worden. Das heißt jedoch noch nicht, das Kalle Gerigk aufatmen kann – die Tendenz zu einem neuen Termin ist zurzeit noch sehr hoch, da es noch keine Meldung des Eigentümers gibt. Sollte das Kölner Amtsgericht einen neuen Termin festsetzen, wird dies frühestens in zwei Wochen passieren.

Blockade mit Kaffee und Sonne

Bereits in den frühen Morgenstunden kamen unzählige Unterstützer in die Fontanestraße im Kölner Agnesviertel und errichteten zeitnah eine Blockade, um die Zufahrt zur Straße zu blockieren. Viele Unterstützer brachten warme Getränke mit und es entstand ein kleiner Stand mit einigen Getränken. Um acht Uhr war es dann soweit, der Gerichtsvollzieher erschien mit vier uniformierte Polizisten. Die errichtete Blockade verhinderte jedoch den Zugang zur Immobilie. Bis zum späten Vormittag war es ungewiss, ob der Gerichtsvollzieher seinen Aufgaben nachkommt und die Wohnung räumen lässt. In der Zwischenzeit haben sich ebenfalls eine Hundertschaft der Polizei auf dem Parkplatz des nahegelegenen Lentparks bereitgestellt. Ein Eingriff der Hundertschaft war jedoch nicht nötig, da es zu keinerlei Ausschreitungen kam.

Einige Unterstützer des Protests brachten Musikinstrumente mit und sorgten für eine lockere Stimmung in der Fontanestraße. Die Sonne strahlte an einem fast blauen Himmel, bis diese leider von Regenwolken abgelöst wurde.

Zwangsräumung verschoben, nicht aufgehoben

Mit Isomatten bepackt kamen einige Unterstützer in die Fontanestraße um auf eine längere Blockade vorbereitet zu sein. Dies war jedoch nicht von Nöten. Am späten Vormittag dann die frohe Botschaft: Der Gerichtsvollzieher hat, nach Gesprächen mit dem Eigentümer, den Termin für den heutigen Donnerstag aufgeschoben. Der Protest hat sich gelohnt – vorerst. Kalle Gerigk kann, mindestens für zwei weitere Wochen, in seiner Wohnung bleiben. Sollte ein neuer Termin erteilt werden, wird die Blockade mit Sicherheit erneut errichtet und genauso friedlich vonstatten gehen wie am heutigen Donnerstag. Für den Eigentümer wäre es nun hilfreich, von dem durch ihn angemeldeten Eigenbedarfs abzusehen und Kalle Gerigk, der seit 30 Jahren die Wohnung bewohnt, weiterhin die Möglichkeit zugeben, in seiner Wohnung zu bleiben.

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