in Gesellschaft

Die Mieten steigen immer weiter in die Höhe, vor allem in Köln. Dies scheint aber nicht das einzige Problem zu sein, mit denen sich einige Mieter abfinden müssen. Der Falle von Kalle Gerigk aus Köln zeigt, wie Immobilienbüros scheinbar auf einfachste Art Profit machen wollen – auf Kosten der Mieter.

Eigenbedarf anmelden – sanierte Wohnung verkaufen

Dies scheint die Methode von einem Immobilienbüro aus Köln zu sein. Im Jahr 2007  hat das Immobilienbüro, unter der Leitung von zwei Geschäftsführenden, zwei nebeneinander liegende Dachgeschosswohnungen für ca. 100.000 Euro erworben. Eine diese Wohnungen wird von Kalle Gerigk bewohnt.

Zeitnah nach Erwerb der Wohnungen drängte der neue Besitzer dieser Wohnungen die aktuellen Mieter zum Auszug – aufgrund von Eigenbedarf. Kalle Gerigk wehrte sich, auch nach deutlicher Verschlechterung der Wohnverhältnisse. Trotz Erklärung des Eigenbedarfs durch das Immobilienbüro hat man eine der beiden Wohnungen öffentlich zum Kauf angeboten.

Nach Insolvenz des Immobilienbüros, schlossen sich die beiden ehemaligen Inhaber mit einem weiteren Büro zusammen. Während der eine Inhaber die bereits leere Wohnung aufwändig sanierte und für 350.000 Euro verkaufte, muss sich sein Kollege weiterhin mit Kalle Gerigk anlegen. Man bedenke, dass keiner der beiden Immobilienmakler jemals in eine der beiden Wohnungen einzog – trotz angeblichen Eigenbedarfs.

Zwangsräumung am 20. Februar soll verhindert werden

Am 16. Februar 2013 entscheid das Gericht in Köln gegen Kalle Gerigk. Dieser muss seine Wohnung verlassen. Am 20. Februar 2014 um 07:00 droht ihm die Zwangsräumung – ob diese passiert ist jedoch noch offen.

Aktivisten von verschiedenen Gruppierungen und auch Freunde, Nachbarn und auch ganz normale Bürger, die mit Kalle Gerigk nichts zu tun haben, kündigten bereits eine Blockade an. Diese soll am 20. Februar eine Zwangsräumung verhindern – man hofft auf ein gleiches Resultat wie im Jahre 2012 in Berlin-Kreuzberg. Dort erreichte man die Abwendung einer Zwangsräumung durch öffentlichen Protest und durch Sitzblockaden.

Diese Aktion ist auf jeden Fall zu unterstützen. Es darf nicht sein, dass geldgierige Immobilienbüros mit perfiden Gründen Wohnungen kaufen, die Mieter rausekeln und letztendlich, die wenigen Mieter, die sich dem in den Weg stellen, mit solchen Mitteln aus dem Weg schaffen wollen. Die Politik schaut anscheinend tatenlos zu und man kann in diesem Fall nur hoffen, dass der öffentliche Protest gegen diese Zwangsräumung ihren Erfolg erreicht und Kalle Gerigk ermöglichen wird, sein Recht durchzusetzen und sich nicht unter der Machenschaften von diesen Immobilienbüros besiegen zu lassen.

Bei Interesse, kann natürlich an diesem öffentlichen Protest am 20. Februar 2014 um 07:00 in der Fontanestr. 5, Köln-Agnesviertel. Nähe der Stadtbahnhaltestelle (H) Lohsestr.

Über den Ausgang des Protests und der Zwangsräumung werde ich am Donnerstag bzw. Freitag berichten.

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