in Gesellschaft

Die Zahlen, die uns aus Altenheimen in Deutschland erreicht haben, waren erschütternd. Allein im jüngsten Fall in Wolfsburg sind mehr als 20 Menschen verstorben, die am Corona-Virus erkrankt waren. Der Eindruck, der sich bei uns einstellt, läuft darauf hinaus, sie seien an dem Virus gestorben. Erstens ist dies medizinisch noch nicht gesichert, zweitens gibt es Experten, die das Drama insgesamt etwas anders sehen.

So zitierte jetzt ein Schwesterportal einen Mediziner, der die Todesfälle in Altenheimen einordnet. Wir zitieren diese Zeilen deshalb, weil diese Sichtweise dokumentiert sein sollte – in den breiten Medien bleibt bis dato stets der Eindruck, die Todesfälle seien das Ergebnis einer schlechten Arbeit im Heim o.dgl.

„Es tut mit mir Leid Freunde, vielleicht entfernt mich der ein oder andere jetzt aus seiner Freundesliste. Ich kann es nicht mehr lesen und hören…all die „Horroszenarien“ die einschlägige Zeitungen gerade täglich bringen. Ganz aktuell steigert man sich in die Berichterstattung über Altenheime und zunehmende Tote hinein.
Als Notarzt bin ich regelmäßig Gast in diesen Einrichtungen. Heime, die mit viel Mühe vielen alten Menschen die letzten Jahre verschönern. Es muss aber einmal dringend erwähnt werden: es liegen dort auch schwerst pflegebedürftige und schwerst kranke Bewohner. Das Bild des täglichen gemeinsamen Alltag haben viele Bewohner seit Jahren nicht mehr erlebt. Jede noch so kleine Infektion lässt die Sterberate dort höher schnellen. Der Glaube, wir hätten Zaubertrank o.ä. im Repertoire, muss man einigen Angehörigen häufig austreiben. Dieses führte in der Vergangenheit oft zu Krankenhauseinweisungen bis zur Beatmung auf der Intensivstation. Ein gewinnbringendes Geschäft für Krankenhäuser, denn mit Beatmungspatienten kann man gutes Geld verdienen.

Wenn jetzt einige dieser Bewohner versterben ohne vorher noch einmal das Gesundheitssystem berührt zu haben, so kann man das als irdischen und natürlichen Weg sehen. In Deutschland wird seit vielen Jahren auf nahezu jeder Intensivstation „aktive SterbeBehinderung“ betrieben. Viele meiner Kollegen vergessen, dass das Sterben auch zum Leben dazu gehört.

Wer jetzt die Sorge vor einer Triage bekommt, der muss sich überlegen, ob nicht manche Therapie die wir bis vor Wochen noch praktiziert haben, die den Tod der meisten Patienten nur um 2-3 Wochen verzögert haben, einzig und allein der Belegung der Intensivbetten geschuldet war. Harte Worte, aber Fakt.

Ich weiß, hinter jedem Patienten stehen Angehörige die trauern, keine Frage. Aber der Tod gehört mit zum Leben und es muss jedem wieder bewusst werden, dass täglich gestorben wird. Um die 2500 Menschen sterben täglich in Deutschland. Dazu zählen alle Altersklassen, statistisch…leider auch vereinzelt Kinder…das ist traurige Wahrheit. Auch andere Altersklassen trifft es immer wieder „plötzlich und unerwartet“. Die Mehrheit der täglichen Toten sind aber eben Ältere und das war schon immer so“. Nur möchte darüber kaum jemand sprechen – wir schon. 

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. In erster Linie sollte ein Land für sich alleine klar kommen und z. B. nicht auf Erntehelfer aus anderen Ländern angewiesen sein. Es ist ehrliche Arbeit die da auf dem Feld gemacht wird, nur kann davon kein Einheimischer mehr leben. Daran sieht man doch schon das das ganze System kaputt ist und einiges gewaltig schief läuft.

  2. „Ich habe im Leben schon viel Schreckliches erlebt.
    Zum Glück ist nur das wenigste eingetroffen.“
    (Mark Twain)

    Wie könnte man die Corona–Super-Horror-Medien-Show besser kommentieren?

  3. Bisher gab es zu Hintergründen der großen Corona-Show nur wenig wirklich kritisches. Unter dem medialen Einheitsbrei aus Heulen, Horror oder Wir-halten-zusammen-Gefühlskitsch, liegen Wahrheiten, die entweder ignoriert oder unterdrückt werden. Etwa über Trittbrettfahrer und Nassauer.

    Die links-grünen Trittbrettfahrer geben sich mittlerweile schon keine Mühe mehr, ihre neuerdings mit Corona verklebte sozialistische Hexenküche, die sie dem Volk jetzt ultimativ unterjubeln wollen, auch noch irgendwie zu tarnen. Alle scheinen dem Glauben anzuhängen, daß jetzt eine Situation vorliegt, bei der die Karten neu gemischt werden und sie jetzt locker das Spiel machen können, wenn sie nur genügend gezinkte Karten ins Spiel bringen. Utopia ist nahe, auch wenn’s über Schuldenvergemeinschaftung, Verstaatlichung, Zwangsabgaben, etc. dann doch nur bis zur DDR 2.0 reicht – na, immerhin!

    Über die Nassauer kommt man schon näher an die Wahrheit über die starken Unterschiede bei den nationalen Totenzahlen heran. Totenscheine sind aus Papier und Papier ist bekanntlich geduldig. Vielleicht macht es in einigen Nachbarländern und vor allem in Übersee einen feinen Unterschied, ob dort bei der Todesart ‚Covid-19‘ steht oder eben nicht – ob man damit die Bestattungskosten dem Staat in die Schuhe schieben kann oder sie selber zahlen muss. Nur eine Hypothese, die unter Annahme eines moralischen Gefälles zumindest plausibel genug erscheint, um Ungereimtheiten bei der Sterberate besser zu erklären.

    • Mein italienischer Nachbar hat lezte Woche seine Schwester in Florenz angerufen. Er hat sie gefragt, wie viele Florentiner in der rund 470 000 Einwohner zählenden Stadt mit „Coronavirusbefall“ gestorben sind.

      Die Antwort: „Fünf“. (5 !)

      In Italien starben 2019 laut offizieller Statistik 1.685 Menschen pro Tag. Eingerechnet diejenigen, die am Tag ihres Todes gerade eine Grippe hatten.

      Mit Stand 25.3. lag die durchschnittliche Tagesrate 2020 bei 1.679 Italienern, diejenigen Menschen mit eingerechnet, die an ihrem Todestag mit einem Coronavirus behaftet waren.

      Was an der italienischen Corona-Grippe ist so sensationell gefährlich, da sie nicht aus dem normalen Rahmen fällt?