in Finanzsystem

Die von China geplante Yuan-Drehscheibe in Frankfurt ist eröffnet. Für deutsche Unternehmen ist der Handel mit China ab jetzt leichter und nicht mehr zwingend per US-Dollar abzuwickeln. Auch die Bundesbank kommt dabei in Überlegungen, ihre Währungsreserven umzuschichten.

Die Deutsche Bundesbank könnte sich angesichts der steigenden Bedeutung der chinesischen Währung künftig Devisenreserven in Renminbi zulegen. „Die Wahrscheinlichkeit wird steigen, dass der Renminbi ein Teil der Devisenreserven der Deutschen Bundesbank wird“, sagte Vorstand Joachim Nagel am Montag auf der Branchenkonferenz Euro Finance Week in Frankfurt. Der Vorstand habe aber noch keine entsprechende Entscheidung getroffen.

Am Montag teilten eine Reihe deutscher Banken mit, dass sie erste Transaktionen über die Drehschreibe getätigt haben, darunter die Helaba, die Commerzbank und die Deutsche Bank. „Dadurch fördern wir den deutsch-chinesischen Handel“, sagte Deutsche-Bank-Manager Werner Steinmüller. Deutschland und China hatten im März vereinbart, Frankfurt zu einem Handelsplatz für Geschäfte in Renminbi zu machen. Dadurch sollen Handelshemmnisse aus dem Weg geräumt werden.

Nach Angaben der Bundesbank sind die deutschen Zahlungen in Yuan in den ersten neun Monaten 2014 um 273 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Fast ein Viertel aller deutschen Unternehmen nutze diese Währung inzwischen bei Geschäftsbeziehungen mit China. Das berge eine Reihe von Vorteilen, betonte Bundesbank-Vorstand Nagel: „Chinesische Geschäftspartner räumen in Renminbi häufig bessere Preise ein.“

Deutschland und China hatte Ende März vereinbart, Frankfurt zu einem wichtigen Handelsplatz für Geschäfte in Renminbi zu machen. Im Juni wurde die Bank of China dafür ausgewählt, nun feierte das Institut anlässlich des Besuchs von Bank-of-China-Präsident Siqing Chen in einem Frankfurter Luxus-Hotel die Eröffnung der Clearing-Bank. “Für die Bank of China liegt das große Ziel darin, die Internationalisierung des Renminbi voranzutreiben und den wirtschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und China zu fördern”, sagte Chen.

Der Renminbi, dessen Währungseinheit der Yuan ist, lässt sich bisher nicht frei handeln. Mit den neuen Drehscheiben in Frankfurt, London und Luxemburg kommt die Volksrepublik jedoch ihrem Ziel näher, ihre Währung als feste Größe neben dem Dollar und dem Euro zu etablieren. “Die Internationalisierung des Renminbi ist nicht aufzuhalten”, erklärte Meist. “Die einzige offene Frage ist die finale Geschwindigkeit.”

 

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Kommentar

  1. Aber wer könnte ein Interesse an einem Schlag gegen den Petrodollar haben sowie die Möglichkeiten dazu?

    Die unterwürfige Pfarrerstochter im Kanzleramt wohl als Allerletzte.

    Wer hat ein Interesse?

    Vielleicht die deutschen Kapitalisten, also die Quandts und Konsorten.

    Laut Prof. Otte sind bereits 60% der Dax-Aktien in ausländischer Hand, also in der der Zockerbande a la Blackstone.

    Demnach sind die restlichen 40% der deutschen Kapitalisten also immer noch mächtig genug einen Finanzschlag gegen die usa zu führen.

    Spannend!

  2. Seit 1929 gibt es kein „deutsches“ Unternehmen mehr, dazu wurde vorher die Hyperinflation aufgeführt mit ein paar Millionen verhungerten Deutschen und dem Umtauschkurs von 4 Billionen Reichsmark gegen einen Dollar – danach die Welt-Wirtschaftskrise und der Aktientausch der IG-Farben mit der Standard-Oil.
    Die Geldflüsse und die Geldschöpfung aus dem Nichts dürften in neuen Dimensionen in der City of London und auf den Kronen-Kanal-Inseln geschehen, wo man im Ringtausch gegenseitig Geld schöpft. Woher sollte ein deutsches Unternehmen entstehen, wenn wir noch nicht einmal einen deutschen Staat haben, sondern eher eine Firma, die einer Filiale gleicht.

    • Soweit ich mich erinnern kann, steht im Statut der Bundesbank, daß die nach dem Beispiel der FED gegründet wurde. Und die FED ist eine Privatbank, die die privaten Geldschöpfer mit so viel Geld ausstattet, wie sie wollen.