in Finanzsystem

Die Südländer sind verschuldet und sollten sparen. Auch Deutschland hat über 2 Billionen Euro Schulden, weshalb die Leistungsträger immer mehr bluten müssen. Das alles erzählen uns neukonservative Akteure. Dabei sind wir nicht verschuldet, denn wir haben uns nichts zu schulden kommen lassen.

 

Danke an Bananenrepublik für das Bild.

Wenn jemand Schulden hat, dann existiert ein Kreditvertrag. Solche Verträge bestehen mindestens aus zwei Seiten: Aus einem Kreditnehmer und einem Kreditgeber. Die ganze Welt ist mit zirka 50 Billionen Dollar verschuldet. Bei wem eigentlich? Dass wir die schuldigen Kreditnehmer sind, das wissen wir ja, denn es wird uns täglich gesagt. Aber wer sind die Kreditgeber? Im Prinzip sind das auch wir. Allerdings nicht alle von uns. Zirka 1 Milliarde Menschen auf der Erde leben von weniger als 90 Cent am Tag.

Die CDU feiert sich und ihren Schäuble für die geplante schwarze Null. Es wird der erste Bundeshaushalt ohne neue Schulden seit 1969. Es ist schon irgendwie komisch, wenn man so etwas feiern muss. Es werden ja keine Schulden getilgt! Die schwarze Null ist angesichts niedriger Zinsen und fortwährender Ausbeutung der Leistungsträger keine bravouröse Kunst. Die kalte Progression bleibt – trotz anhaltender Steuerrekordeinnahmen. Die CDU braucht die schwarze Null für den Wahlkampf, bezahlen müssen es die Menschen. Denen trichtert man ein, dass sie verschuldet seien, damit sie demütig ihre Pflicht erfüllen.

Der Staat kann seine Schulden überhaupt nicht tilgen! Oder kennt jemand einen Staat, der das schon mal gemacht hat? Weil jede Schuld auch einen Kreditgeber hat, heißt dies, dass jede Schuld auch Guthaben ist. Würde der Staat tilgen, dann würde er Guthaben vernichten. In so einem Szenario würde es schlichtweg weniger Geld geben. Zusammen verursachen die USA, Japan und Deutschland rund zwei Drittel der Weltverschuldung. In genau diesen Ländern existiert auch der größte Reichtum. In Medien und Politik heißt es immer wieder: „Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt”. Haben wir das? Wer ist wir?

Stellt euch vor die Welt sei ein Dorf. Der Bäcker leiht vom Bauern 100€. Wie hoch ist die Verschuldung des Dorfes? Genau 0,00€. Nicht die Privathaushalte oder die Wirtschaft ist verschuldet, sonden der Sektor Staat ist es. Er ist bis über beide Ohren verschuldet und treibt die Zinszahlungen in Form von Steuern bei seinen Bürgerinnen und Bürgern ein. Die privaten Haushalte in Deutschland besitzen per Saldo zirka 2,2 Billionen Euro. Wenn man die Frage “wer ist wir?” mit den privaten Haushalten beantwortet, dann stelle ich fest: Wir sind nicht verschuldet! Staatsschulden sind Guthaben von einigen wenigen und der Staat ist das Inkassobüro für die Zinsen.

Wer ernsthaft vom Abbau der Staatsverschuldung spricht, muss auch offen erklären, wessen Vermögen er hierfür verringern möchte. Diese Antwort bleiben uns neokonservative Akteure und amtierende Politiker schuldig. Wenn 80 Millionen Menschen privat für´s Alter vorsorgen sollen, dann muss das Geld angelegt (bzw. an jmd. verliehen) werden. Wie sollen in diesem Kontext die Schulden verringert werden?

In Deutschland haben die Steuerzahler seit der Gründung der Bundesrepublik insgesamt rund zwei Billionen Euro Zinsen auf Staatsschulden bezahlt. Ohne diese Abgaben wäre der Staat heute theoretisch schuldenfrei. Zinsen sind inzwischen der zweitgrößte Posten im Bundeshaushalt. Durch das Zinsniveau entstand ein gefährlicher Hebeleffekt. Deutschland bezahlt im Moment mickrige Kreditzinsen und konnte damit trotz gestiegener Kreditsumme Zinsen sparen. Steigen nun die Zinsen, dann erhöht sich der absolute Zinsbetrag exponentiell.

Die Nutznießer dieses Schuldgeldsystems möchten jenes unbedingt am Laufen erhalten. Das sind nicht die Juden oder so! Es handelt sich um die Machtelite und alle, denen es mit und durch diesem System (zu) gut geht. Diese Täter haben den Organisationsvorteil und durch die finanzielle Ausstattung die Meinungshoheit. Solange die arbeitende Bevölkerung ihre Machtinstrumente ignoriert, wird sich nichts ändern. Wir (private Haushalte) bezahlen Steuern für Zinsen, auf Kredite, die das Guthaben einiger wenige sind. Die Politik gibt den völlig verdummten und dogmatisierten Anhängern ihrer Ideologie einfach genügend Brot und Spiele, damit es immer ein bisschen weitergeht.

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Kommentar

  1. Spionage finanziert sich nicht durch sich selbst ,
    sondern durch Betrug und Verleumdung
    Propaganda finanziert sich nicht durch sich selbst ,
    es sei denn durch erfolgreiche Manipulation ,
    Medien finanzieren sich im allgemeinen nicht durch sich selbst ,aber durch Interessen der Auftraggeber ,
    Ideologie will finanziert sein ,
    Krieg finanziert sich nicht durch sich selbst ,aber durch Gewaltanwendung .
    Eine herrschende Schicht will gut Leben und will mehr

  2. Nein, dem dt. Volk geht es (noch) zu gut.
    Ist alles wunderbar. Benzinpreise fallen, kaufe mir jedes Jahr ein neues Smartphone(natürlich mit Flat+++),
    alle 3 Jahre einen neuen Leasingwagen, natürlich OHNE
    Freisprech, habe eine Playstation, schaue Fußball(Weltmeister), saufe Bier und Wein, kaufe nur Designerklamotten(aber im Outlet) und mache
    im Urlaub auf dicke Hose, bis zum Untergang…………….