in Finanzsystem

Die Abschaffung von Bargeld ist für viele Politiker, Notenbanker und Ökonomen bereits beschlossene Sache. Bargeld soll durch „elektronische Formen“ des Geldes ersetzt werden. Dieser „Krieg gegen das Bargeld“, der in den letzten Wochen an Schärfe zugenommen hat, ist nicht nur ein Krieg gegen das physische Geld, sondern auch ein Krieg gegen die Privatsphäre und der letzte Sargnagel für Kleinstgeschäfte auf dem freien Markt.

Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit bis selbst Barzahlungen von 100 Euro Verdacht erregen werden, obwohl durch die Inflation diese 100 Euro schon lange nicht mehr die Kaufkraft haben wie die gleichen 100 Euro bei der Einführung der ungeliebten Gemeinschaftswährung. Der Tag an dem Bargeld obsolet wird, rückt unaufhaltsam näher.

Und wenn dieser Tag gekommen ist, dann wissen die dafür Verantwortlichen lückenlos alles über jede einzelne Person.

Jedwede Transaktion außerhalb des digitalen Kreditsystems wird nicht nur immer schwieriger, sondern wohl bald auch als kriminelles Verhalten gewertet werden. Und macht aus jedem einen potenziellen Terroristen – zumindestens in den Augen der „Abschaffer-Befürworter“:

Es gibt zwei Seiten im globalen Krieg gegen das Bargeld. Auf der einen Seite stehen viele der Regierungen der Welt, Zentralbanken, FinTech-Firmen, Banken, Kreditkartenunternehmen, Telekommunikationsungetüme, Finanzinstitute, große Einzelhändler usw. Nach deren Meinung sind die Tage der physischen Währung gezählt, also warum nicht damit beginnen den Stecker bereits bei den größten Scheinen wie der 100 US-Dollar-Note und insbesondere dem 500 Euro-Schein zu ziehen?

Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die Geld verwenden möchten – von denen die meisten, laut der dominierenden offiziellen Meinung, entweder Kriminelle oder Terroristen sind. Schließlich müssen sie etwas zu verbergen haben; warum sonst würden sie eine private, nicht nachvollziehbare (ganz zu schweigen von einer archaischen, schmutzigen, gefährlichen und unhygienischen) Form der Bezahlung wie Bargeld verwenden?

Es scheint eine ausgemacht Sache zu sein, Bargeld zu verbannen, doch noch erfolgt in Europa der Großteil der Transaktionen bar – auch wenn die Tendenz (auch Dank entsprechender Propaganda) nach unten zeigt.

Immer lauter wird der Ruf der Bargeldabschaffung. Was aber nichts anderes ist, wie der Versuch den Polizeistaat weiter auszubauen, in dem man jede Transaktion, jeden Kauf, jede Aktivität überwacht und speichert. Die Verwendung von Bargeld ist in den Augen der Kritiker gleichzusetzen mit Terroristen und Kriminellen – analog zu den Tagen als es noch keine Handys gab, sondern die damals gebräuchlichen Pager, die man damals auch mit Drogendealer gleichsetzte.

Zwar rührt sich gerade etwas wie Widerstand von offizieller Seite, wenn die Deutsche Bundesbank oder der  stellvertretende österreichische Wirtschaftsminister Harald Mahrer als Verteidiger des Bargelds auftreten, doch dürfte dieses „Sperrfeuer“ entweder orchestriert sein, um die Menschen zu beruhigen, oder eine „Lebensdauer“ von wenigen Wochen besitzen.

Die Überwachung der Geheimdienste, vornehmlich der NSA, war nie darauf begrenzt Terroristen aufzuspüren. Die Massenüberwachung der NSA eines jeden denkbaren Kommunikationsgeräts hat nicht nur ein Big-Data-Tracking-System geschaffen, das auf bestimmte Verhaltensweisen von Personen automatisiert reagiert und die „Überwachten“ gläsern werden lässt. Es hat auch die Fähigkeit geschaffen, dass jedes außergewöhnliche Verhaltensmuster in einer Gesellschaft oder einer Gruppe erkannt und verfolgt werden kann. Und dies gilt explizit für jede Form des digitalen Bezahlens.

Jeder der sich zum Komplizen bei der Beseitigung des Bargelds macht, macht sich zum Komplizen bei der Schaffung einer Gesellschaft, die auf nichts anderem als auf Big Brother und den Großbanken beruht. Und ist schon jemals etwas Gutes aus dieser Verbindung entstanden?

Quellen:
Clamp Down on Cash Is the Ultimate Surveillance State
Americans Face Impoverishing War on Cash: “More Big Banks Are Shunning Cash”
Banning Cash “Necessary to Give Central Banks More Power”
“Freedom Always Dies Bit by Bit”: Bundesbank Takes Sides in War on Cash
As Banks Seek Monopoly Over Economy, “Cash Is Being Gradually Taken Away”
‘Cash Is Being Eradicated’: Digital Payments Take Over Western World
Podiumsdiskussion zum Thema „Developments in the banking industry – How to stabilize our system?“ bei der German Society der London School of Economics
As War on Cash Escalates, Cash Lovers Fight Back

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13 Kommentare

  1. Es ist nicht zu übersehen :
    Die internationale Finanzelite , die die Politik vorgibt , steuert auf einen radikalen Faschismus zu .
    Nach dem Motto : Die Menschen gewöhnen sich an Alles , wird die totalitäre Gesellschaft in Salamitaktik umgesetzt . Die MSM sind gleichgeschaltet , die Unterhaltungsindustrie läßt die Menschen in einer Scheinwelt .
    Aber die Fakten sind unübersehbar :
    Die Überwachung ist radikal wie nie , die totale Kontrolle wird durchgesetzt , Terror wird inszeniert und Krieg ist permanent .
    Mit der Abschaffung der Bargeldes wird jede private monetäre Handlung von den Faschisten überprüfbar und die Faschisten haben darüber hinaus die Möglichkeit , mißliebige Personen durch die Sperrung der Zahlungsmöglichkeit…

  2. Das Bargeldverbot – Thema ist hier inzwischen derart ab- und ausgelutscht, sodass man den ewig gleichen Sermon gar nimmer liest.

    • … geht mir auch so. Lese zu bestimmten Themen nur noch ca. jeden dritten Artikel, die Kommentare genügen oft und geben mehr her.
      Man fühlt sich wie im Hamsterrad, die Wiederholungs-Dauerschleife ist wie geistige Fließbandarbeit – öde öde öde !
      Wären hier nicht die ca. 5 Autoren, die zu lesen auch die Zeit lohnt, täte man besser daran, eine Themenlose Seite einzurichten – ist ja nicht so, dass uns zum unterhalten Nix einfiehle !

  3. Dieses Thema ist zu wichtig, um es als ausgelutscht zu bezeichnen.
    Sicher mag es manchmal einfacher sein, die Karte rauszuholen, um mit dieser zu bezahlen.
    Hab ich auch schon gemacht. Aber nur ganz ganz selten. Zuletzt beim Optiker.
    Aber prinzipiell geht erst mal niemanden was an, was für ein Brot ich esse, welchen Kaffe ich trinke, oder wieviel ich saufe und wo. Oder geh ich gar in den Puff? Die Kasse weis dann schon woher der Tripper kommt und du zahlst bitte selber den Besuch dem Doc.
    Durch die ganze Sammelwut, wird der Mensch nicht nur gläsern, sondern auch noch erpressbar.
    Wenn das Bargeld mal weg ist, ist aus die Maus mit Privatsphäre.


  4. Der nächste Schritt wäre direkt im Kreissaal ein RFID-Chip unter die Haut, einmal für alles (Pass, Konto, Führeschein usw.). Chip mit DNA und biometrischer Fratze drauf. Nicht konformes verhalten führt ggf. zur Sperrung deines Chips und nichts aber garnichts geht mehr. Quasi stehend tot.
    Was heute geht, hätte George Orwell (1984) nicht mal zu träumen gewagt.


  5. Also zu wichtig für „ausgelutscht“. Zumal in den Mainstreammedien verdächtig wenig oder auch garnichts zum Bargeldverbot kommt. Oder wenn doch, dann meist mit Verweis auf die bösen Buben (Terroristen, Dealer, Schwarzarbeiter etc). Die wahren Gründe zu kommunizieren käme dem Aufruf zur Revolution gleich. Oder doch nicht? Zuzutrauen wäre es der Spezies „Mensch“ allerdings schon, dass es stillhält, bis der Chip gesperrt ist.

  6. Drahgi hat heute den Leitzins auf Null gesenkt und Parkgebühren eingerichtet bei der Zentralbank. Und der DAX läßt den Kopf trotzdem hängen.
    Das Finanzsystem ist bis zum Anschlag ausgereizt. Jetzt wünscht sich sicher auch Draghi eine Zollgrenze zurück und Finanzkrontrolle vom sicheren Hafen einer Bundesbank.
    Was schief gehen kann, geht auch schief. So war das immer, so wird es bleiben.
    Was kaum wer bemerkt hat, Chinas Export ist um sage und schreibe 25% eingebrochen und der Import um 14%.

    Aus die Maus. Eisberg gerammt. Teuronic verloren.

    • … seh ich auch so !
      Ziemlich unspektakulär, dennoch war heute der Tag X !
      Der Zenit ist überschritten, ab heute geht’s bergab !
      Nur die Geschwindigkeit ist noch variabel !

  7. Leute werden sich im falle des Bargeldverbots vermutlich 1 bestimmtes gut aussuchen und das dann sozusagen als ersatzwährung missbrauchen.