in Finanzsystem

Inzwischen tauchen Gerüchte auf, wonach die GroKo möglicherweise die Reduzierung der Umsatzsteuer verlängern könne. Diese ist ursprünglich bis zum 31. Dezember 2020 gültig. Malu Dreyer, Regierungschefin in Rheinland-Pfalz und eine gewichtige SPD-Stimme, hält eine Verlängerung offenbar für möglich. Kritiker können es kaum glauben – die Umsatzsteuer-Reduzierung“ gilt inzwischen in der Deutung etwas besser Nachfragedaten sogar als „gutes Argument“. Es spricht viel dafür, dass diese Sichtweise falsch ist – fatal falsch und genau diese „Hilfe“ ein Firlefanz wäre…

Umsatzsteuer-Senkung: Bei wem kommt sie an?

Die milliardenschwere Senkung der Umsatzsteuer bis zum 31. Dezember ist nicht nur eine Entlastung für Unternehmen, die weniger abführen müssen (3 %-Punkte für die ursprünglich mit 19 % versteuerten Umsätze, 2 %-Punkte für die mit 7 % besteuerten Umsätze), sondern auch für Verbraucher – sofern die Unternehmen die Reduzierung weitergeben.

Die Milliarden könnten demnach direkt in der Wirtschaft ankommen, bei Unternehmen und/oder Verbrauchern. Die Direkthilfe allerdings löst wahrscheinlich sehr wenige Probleme: Die Kosten der Umstellung sind für viele Unternehmen bereits zu hoch gewesen, heißt es. Fest stehende Programmierungen für die Berechnung und Automatisierung der Weiterverarbeitung müssen oder mussten geändert werden. Neue Preisauszeichnungen bei kleineren Händlern waren die Folge,

Andere Unternehmen gaben oder geben die Senkung der Mühe wegen gar nicht weiter, auch wenn die Regierung darum „gebeten“ hatte. Und schließlich bleibt die Frage, wie hoch der zusätzliche Anreiz für Verbraucher ist, wegen minimaler Preissenkungen den Konsum zu erhöhen.

Zudem wissen viele Menschen nicht, welche Leistungen bei Bestellungen vor dem 30.6. wie abgerechnet werden sollen etc.pp. – diese „Hilfe“ hat schlicht eine unglaubliche bürokratische Umstellung ausgelöst. Effektiver wäre es, beispielsweise, für einen gegebenen Zeitraum von 1 Monat, 1/2 Monat usw. die Einkommen- oder Gewerbesteuer einfach zu streichen. Das Geld käme über den Mehrumsatz (und später steigende Steuern darauf) fast postwendend zurück – Wetten, dass? Mehr vom Merkel-Murks lesen Sie hier. 

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Kommentar

  1. Euere Ideen sind viel zu einfach, ausserdem könnte dies dazu führen dass die deutsche Wirtschaft sich erholt und dass könnt ihr ja nicht wollen *hüstel*

Webmentions

  • Wer hält die GroKo mit diesem Firlefanz auf? – Die Welt 26. Juli 2020

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