in Finanzsystem

Der Chefvolkswirt des Goldhändlers Degussa, Thorsten Polleit, hat sich nun zur möglichen Einführung des „Digitalen Euro“ geäußert. Der digitale Euro könnte nach Überlegungen der Europäischen Zentralbank (EZB) eingeführt werden – angeblich würde damit etwa das Bargeld nicht in Frage gestellt. Polleit hat in einem Gastbeitrag für wiwo.de diesem Instrument bescheinigt, es würde der „Verstaatlichung des Kreditmarktes“ sowie der „totalen Überwachung“ von Bürgern „Tür und Tor“ öffnen.

Kunden erhalten „Zentralbankgeld“

Der Grundgedanke ist simpel. Die Zentralbanken geben als einzige Institution innerhalb der EU Zentralbank-Geld aus. Dies sind Münzen, Scheine oder Zentralbankgeld, d.h. Geldgutschriften der Zentralbanken. Banken sind darauf angewiesen, dieses Geld von der Zentralbank zu haben. Wenn eine Bank, die Konten von Kunden pflegt, kein Zentralbankgeld hat, dann fällt im Zweifel die Zahlung an den Kursen aus – bis hin zur Konsequenz, dass die Banken Insolvenz anmelden müssen.

Die Zentralbanken würden mit digitalem Zentralbank-Geld, das Kunden direkt bei der Zentralbank halten können oder aber als Bestände bei Geschäftsbanken, zweierlei verursachen: Das Zentralbankgeld ist fortwährend vorhanden, da Zentralbanken – sie können Geld jederzeit selbst herstellen – nicht Insolvenz anmelden können.

Deshalb ist digitales Zentralbankgeld ein Instrument, um Bargeld zu ersetzen. Bargeld ist nicht sicherer – zumal es von derselben Institution ausgegeben wird. Digitales Zentralbankgeld allerdings erlaubt es der Zentralbank oder auch sonstigen politischen Institutionen, den Zugriff zu kontrollieren und auch zu verbieten – bei fehlenden Wohlverhalten.

Die zweite Seite der Medaille: Wenn Kunden sich nicht mehr für die Geldhaltung bei Banken entscheiden, entziehen sie den Geschäftsbanken Einlagen. Einlagen allerdings sind das Futter, aus dem Geschäftsbanken selbst Kredite vergeben. Die Geschäftsgrundlage von Banken würde zerstört.

Wenn also die EZB digitales Zentralbankgeld einführt, wird tendenziell nur noch die Zentralbank oder der Staatenbund die Kontrolle halten. Schneller könnten Sie die Kontrolle über Ihr Leben kaum verlieren. Schützen Sie sich.

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Kommentar

  1. Die totale Überwachung wird gerade vollzogen, ohne das es von kaum jemandem bemerkt wird. Banken machen Ihre Kunden z.Z. auf Änderungen und Ergänzungen ihrer AGB aufmerksam. So z.B auch die ing diba. Dort heißt es neuerdings: „(…) Auf Anforderung der Bank ist der Kunde verpflichtet, die Herkunft seiner Vermögenswerte und seines Vermögens mitzuteilen. Die Bank ist berechtigt, vom Kunden diesbezüglich Nachweise anzufordern. Etwaige Änderungen der Herkunft der Vermögenswerte sind der Bank unverzüglich anzuzeigen. (…)“ Wozu diese Ergänzungen in den AGB? Warum gerade jetzt? Sie berufen sich dazu auf sog. neue Gesetzesvorlagen. Hört Ihr das Gras wachsen?

  2. Was wir dringend benötigen, ist ein eigener Staat mit einer eigenen Währung und von einem freien Deutschen Volk gegebenen Verfassung und keine B-etrugs-Ruine-v-Deutschland, eine völkerrechtswidrige Hinterlassenschaft der alliierten Besatzungmächte. Weil immer noch seit 1945 das Besatzungsrecht gilt, müssen wie sehen, wie wir auf welche Weise die Besatzer los werden können, vielleicht durch zivilen Ungehorsam?

  3. „Einlagen allerdings sind das Futter, aus dem Geschäftsbanken selbst Kredite vergeben. Die Geschäftsgrundlage von Banken würde zerstört.“
    So ein Blödsinn! Das ist der Stuss den die Medien u. das bundesdeutsche „Bildungssystem“ schon Jahrzehnte lang an die Bevölkerung propagieren. Sogar an der den Universitäten wird der Blödsinn gelehrt. Die Banken sind auf die Einlagen gar nicht angewiesen. Sie schöpfen privates Geld, also Buchgeld bei der der Kreditvergabe aus dem Nichts. Wenn jemand eine größere Summe Bargeld von der Bank abheben will, so muss er das vorher anmelden, meistens muss er noch begründen wofür er es braucht. Die Bank selbst besitzt in den Filialen kaum Bargeld, also echtes Geld von der Bundesbank. Das ist den meisten Menschen kaum bewusst bzw. Sie wissen es gar nicht. Das Einlagengeschäft ist völlig irrelevant.

    • Das Geldsystem verstehen eben nur sehr Wenige. Und Diejenigen, die es verstehen, profitieren entweder von ihm oder ihre Aufklärungsarbeit wird von den Hauptstrommedien ignoriert und unterdrückt.
      Gerade, was das Wissen um Geld angeht, gilt:
      „Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns herum immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von den einzelnen, sondern von der Masse.
      In Zeitungen, in Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.“ (J.W.v. Goethe)

  4. Merkel hat das Land an die Wand gefahren und alle schauen nur zu. Jeder der eine andere Meinung nach außen vertritt läuft Gefahr in die Nazi-Kiste verfrachtet zu werden. Überwachung war schon in der DDR das Allheilmittel. Wir haben es nicht besser verdient, da wir immer und immer wieder den Henker selbst gewählt haben. Mit unserem Land geht es bergab und das rasant.

    • @ Joachim
      „Wen sollen wir den Wählen? Die Parteien haben sich unter Merkel derart angeglichen, dass es völlig Wurscht ist, wen man wählt. Die machen mit ihren Koalitionen eh alle dasselbe. Und die letzte mögliche Opposition, leider nur noch EINE, (früher hatte eine Regierung die abs. Mehrheit und es gab etliche Oppositionsparteien!), wird auch gerade zur etablierten Partei aufgeweicht (siehe Meuthen!). Das ist also alles leichter gesagt als getan, von wegen selber Schuld! Merkel ist eine Professionelle Kommunistin, geschult und raffiniert, wie man jegliche Opposition ausradiert.