So verspielen Banken ihre Zukunft

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Die kommenden Probleme der deutschen Bankenlandschaft sind nicht nur systemischer Natur und dem niedrigen Zinsniveau geschuldet. Auch verkrustete Strukturen und Ängste vor Veränderung belasten die Institute sehr.

“Mini-Zinsen bringen kleinere Kreditinstitute ins Schleudern”, meldet der Deutschlandfunk. Doch es sind nicht nur die Mini-Zinsen sondern auch hausgemachte Probleme. Die Strukturen in den Instituten sind oft verkrustet und “oldschool” – so wie es schon immer war. Es herrscht eine steile Hierarchie und kaum Aufbruchsstimmung wie bei Fintechs oder modernen Unternehmen. Auch fehlt es vielen Führungskräften schlicht an Medienkompetenz. Statt den Kunden modernes Mobile-Banking und Multikanalmöglichkeiten zu zeigen, zählt man lieber gegen Gebühr ihr Kleingeld, was dann nur noch für Stunk sorgt.

Ich bin ja schon einige Wochen aus dem “deutschen Bankensystem” draußen und treibe mich in der Schweiz rum. Viele Banken in Deutschland erinnern eher an Behörden, statt an moderne Dienstleister. Ich habe mal für eine Kollegin ein Geschenk besorgt und wollte hierzu Geld einsammeln. Ich mailte einfach jedem Geldgeber ein Bild mit QR-Code. Diesen musste man nur per App einscannen, eine TAN eingeben und der Betrag wanderte an mich. Absolut easy. Das haben auch alle geschafft – außer der Chef, denn er nutzt die App nicht. Streaming hält er für was perverses und das Internet an sich hält er für böse.

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Meiner Schätzung zur Folge hat jeder Bankkunde mehrfach im Monat Kontakt zu seiner Bank. 99% dieser Kontakte sind per Online- oder Mobilbanking. Noch immer bringen Banken ihren Azubis bei, wie man Kunden am Schalter auf Produkte anspricht. Doch welche Bankkunden gehen denn an den Schalter? Das sind diejenigen, deren Karte defekt ist, weil sie zu fett sind und sich drauf gesessen haben und das sind diejenigen, die eine Kontopfändung bekommen haben und eine Umstellung auf P-Konto wünschen. Die Potenzialkunden, die ihre Bank per Multikanal aufsuchen, nutzt man vertrieblich nicht.

Wenn ich selbst Kundin bin und einen Bedarf habe, dann gehe ich doch niemals irgendwo an einen Schalter! Ich “google” das Thema, mach mich schlau, höre mich in sozialen Medien um und wenn ich alle Informationen habe, dann erteile ich einen Auftrag. Der Twitteraccount manch einer Sparkasse oder Volksbank hat, sofern vorhanden, schon so viele Spinnweben, dass es fast schon ekelhaft ist. Sorry für meine etwas überzogene Wortwahl, aber immer nur auf den niedrigen Zins schimpfen bringt nichts. Viele Probleme der “alten Banken” sind auch hausgemacht.

Manch einem grauhaarigen Bankvorstand muss man einfach mal sagen, dass das Internet der Dinge, der Multikanalkontakt und die mediale Kommunikation keine kurzfristigen Trends sind, die man wie eine Marktschwankung aussitzen kann. Natürlich kann man auch alten Omas am Schalter provisionsreiche Dachfonds verkaufen – das bringt kurzfristigen Erfolg. Aber wirklichen Erfolg werden diejenigen haben, die bei ihren Kunden in der Hosentasche/Handtasche sind.

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