in Finanzsystem

Zum Kreditopfer wird man leicht. Meist ist es schon geschehen, wenn man einen Kreditvertrag unterschrieben hat. Aus diesem Grund wurde der Kreditopferverein (KOV) gegründet. Er unterstützt und begleitet Menschen, die durch unzureichende Kenntnis des Bankgeschäfts zu Kreditopfern wurden. Darüber hinaus ist der KOV auch eine Anlaufstelle für Menschen, die durch die Bankeninteressen schützende, aber die bürgerliche Selbstbestimmung beschneidende Gesetzeslage zu Schaden gekommen sind bzw. aufgrund dieser Gesetzeslage von Sanktionen bedroht sind (so wie aktuell Heini Staudinger und weitere, die ins Visier der österreichischen Finanzmarktaufsicht geraten sind).

Ahnungslose Kreditnehmer

Da der fundamentale Unterschied zwischen Bankkredit (Giralgeldschöpfung) und Geldverleih weitgehend unbekannt ist, unterschreiben Kreditnehmer Kreditverträge fast immer in dem guten Glauben, sie bekämen von der Bank Geld geliehen. Trotz der Tatsache, dass die EZB-Statistiken klar etwas anderes zeigen (man vergleiche dort einfach „Assets / Loans to euro area residents, Total“ mit „Liabilities / Currency in circulation“; ersteres ist Bankkredit, zweiteres ist Geld = gesetzliches Zahlungsmittel), ist dieser Irrglaube weit verbreitet. Irgendwie darf das aber auch nicht wirklich verwundern, wird doch selbst auf den Universitäten (!) noch gelehrt, Banken würden die Einlagen der Sparer verleihen. Dass dies mit den Tatsachen wenig zu tun hat, wird auch von einigen Experten (leider viel zu wenigen) auch vehement kritisiert, so wie z. B. von dem deutschen Wirtschaftsweisen Prof. Dr. Peter Bofinger.

Wie arbeitet der Kreditopferverein?

Da Banken also tatsächlich meist kein Geld (gesetzliches Zahlungsmittel) verleihen, sind die Schuld- und Zinsverhältnisse dieser Kreditverträge oft nicht rechtmäßig. Hier unterstützt der KOV. Die Verträge der potenziell Geschädigten werden überprüft und je nach Möglichkeit und Notwendigkeit im individuellen Fall wird vorgegangen:

  • Es werden Zinsnachberechnungen angestellt, d. h. es wird überprüft, ob die Zinshöhe unrechtmäßig hoch war.
  • Es werden Kreditabschläge oder die Freigabe von Besicherungen ausverhandelt.
  • Bei Zahlungsunfähigkeit werden Lösungen erarbeitet und gemeinsam mit der Bank umgesetzt.

Der KOV bemüht sich immer zuerst um den Dialog mit der jeweiligen Bank. Menschen, die mit den (oft mangelnden oder fragwürdigen) Rechtsgrundlagen des Bankgeschäfts nicht vertraut sind, unterschätzen meist, wie groß der Verhandlungsspielraum mit Banken ist. Weiters bietet der KOV kostenfreie juristische Erstberatungen an und ebenso die Möglichkeit, sich bei einem etwaigen Rechtsstreit vertreten zu lassen. Da sich die Probleme vieler Kreditnehmer ähneln, sind auch Sammelklagen angedacht.
Was sich ein Kreditopfer als Ergebnis erwarten kann, lässt sich pauschal nicht sagen, weil die genauen Sachverhalte individuell sehr variieren. Es sei jedoch erwähnt, dass in konkreten Fällen schon Abschläge von beinahe 50% der Kreditsumme erreicht wurden.

Was sind die Motive des Kreditopfervereins?

Alles in Geld zu bewerten führt zur fatalen Entwertung aller Werte des Lebens. Da beim Thema „Banken und Geldschöpfung“ an den Machtstrukturen des Systems gerührt wird und keine etablierte Partei es auch nur ansatzweise wagt, daran etwas zu ändern, haben sich mutige und betroffene Bürger zusammengeschlossen, um gemeinsam eine Veränderung zu erreichen. Der KOV hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Thema nicht mehr zu tabuisieren, sondern die Missstände klar und deutlich aufzuzeigen und auf bessere Alternativen aufmerksam zu machen. Ein anderes – gerechteres – Bankensystem ist möglich.
Geld ist eine nützliche soziale Errungenschaft und als solches ist es einfach zu wichtig, um es privaten Banken und Finanzmärkten zu überlassen, deren einziges Ziel die Profitmaximierung ist. Eine Bank sollte genausowenig wie ein Kindergarten, eine Schule oder andere soziale Einrichtungen Gewinn anstreben, sondern dem Gemeinwohl, dem Wohl der Bürger dienen.

Demokratie braucht Bildung!

Der Slogan „Demokratie braucht Bildung!“ wird gern zitiert. Doch die aktuelle Politik kürzt die Mittel für Bildung – während bspw. für Bankenrettungen scheinbar unbegrenzt Mittel vorhanden sind. Mit seiner Unterstützung leistet der KOV einen wichtigen Beitrag zur Bildung, im konkreten Fall zur Bildung über die tatsächlichen Sachverhalte im Bankgeschäft. In Zeiten wo Demokratie und Bürgerrechte den Banken und Finanzmärkten untergeordnet werden (weil diese angeblich „systemrelevant“ sind), ist diese Bildung notwendiger denn je.

www.kreditopfer.at

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