in Finanzsystem

Die Banken in Italien scheinen von einer Antragsflut für Kredite überrollt zu werden. Dies wiederum wirft ein bedenkliches Licht auf die Ausstattung der italienischen Geldinstitute. Denn die müssen zumindest ein Restrisiko übernehmen – und dies wiederum ist nach einem Bericht der Schweizer „Cash.ch“ ausgesprochen problematisch. Wir erinnern daran: Die italienischen Banken sind Teil der Euro-Zone. Würde es zu größeren Liquiditätsschwierigkeiten kommen oder gar eine Insolvenz drohen, müsste zunächst der Staat Italiens einspringen. Wie weit dies dann funktioniert, dürfte fraglich sein. Die MERKEL-EU jedenfalls scheint sich zu wehren.

Banken: Der Zentralnerv

Ohnehin sind Banken gerade bei der Bewältigung einer solchen Krise der Zentralnerv. Schon in normalen Zeiten versorgen die Geldhäuser die Wirtschaft mit Krediten (Kredite für wirtschaftlich starke Ideen vervielfachen die Wirtschaftsimpulse). Jetzt haben viele Unternehmen diese Kreditlinien offenbar bereits „ausgereizt“, heißt es.

Schon jetzt ermöglicht die „UniCredit“ den Kunden aktuell Stundungen bei der Rückzahlung von Krediten – auch wenn die staatlichen Hilfen noch gar nicht angekommen sind. Für kleine und mittelgroße Darlehen gilt, dass diese in den kommenden 3 bis sogar 6 Monaten nicht getilgt werden müssen.

Allerdings kann das Problem systemisch bedingt recht schnell sehr groß werden. Kredite innerhalb des Rettungsprogramms etwa werden in Deutschland bei größeren Konzernen jetzt zu 80 % vom Staat „gedeckt“, bei kleineren sowie mittelgroßen Unternehmen gar zu 90 %. Die KfW, eine staatliche Förderbank, reicht die Kredite über Hausbanken an die Unternehmen weiter. Nur: Die Banken sind teils noch gar nicht in der Lage, diese Kredite jetzt schon auszuzahlen.

Insgesamt jedoch droht dieser Kredite wegen mit Blick auf die ersten Eindrücke in Italien der gesamten EU eine neue Bankenkrise. Schon deshalb scheint sich Bundeskanzlerin Merkel dagegen zu verwehren, dass es „Corona-Bonds“ mit Gemeinschaftshaftung geben soll. Diese Idee hatte EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen formuliert. Angela Merkel schlägt vor, den EU-Rettungsschirm ESM zu nutzen.  Was bei einer Bankenkrise passiert, lesen Sie hier.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Die EU ist am Ende. Das Virus und seine Folgen wird die EU zerreißen wieder zu nationalen Staaten zurückführen. Diese sind dann jeder für sich handlungsfähig und können zu starken gesunden Nationen zurückkehren. Wer das nicht versteht, lebt in einer anderen Welt.

    • Da hast du vollkommen recht. Wäre auch gut so. War immer gegen EU, habe damals auch beim Referandum mit NEIN gestimmt. Und dazu stehe ich noch immer

  2. Banken? Die sind schon mal gerettet worden.Entschuldigung, die werden immer wieder Gerettet auf Kosten der Steuerzahler!! Haben sich die Goldene Nase Verdient. Mögen die Banken jetzt die Befölkerung aus de Patsche ziehen!

  3. Die Vertragsgemeinschaft EU müsste die Sozialsysteme und Steuersysteme gleichschalten um diese Eurobonds einzuführen. Alles andere währe ungerecht. Da dieses nicht durchsetzbar ist wie vieles innerhalb der EU, währe ein Rückschritt zur reinen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) das beste für die EU-Staaten.

Webmentions

  • Schulden- und Bankenchaos in Italien – Die Welt 14. April 2020

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