in Finanzsystem

EU-Staatsanleihen in Bankbüchern werden immer mehr zur Belastung, so das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, DIW, aus Halle. Das Ausfallrisiko der Staaten und damit der Banken würde größer geworden sein, so lässt das Institut laut „Handelsblatt“ nun wissen. Damit dürften besonders die südeuropäischen Institute betroffen sein. Denn die Banken neigen nach Auffassung des Wirtschaftsforschungsinstituts ohnehin zu Investitionen in ihre „Heimat“. Kein Wunder, insofern die politischen und persönlichen Verflechtungen groß sein dürften, so die Auffassung von Beobachtern.

Überbordende Käufe

Ein Beispiel dafür sei die „Banco B ilbao Vizcaya Argentaria“. Die halte insgesamt elfmal mehr Anleihen des Staates im Depot als Spanien innerhalb der EU-Wirtschaftsleistung ausmacht. Auch die italienischen Institute wie die „Banca Populare“ würden zu solchen Überbuchungen neigen. Das hat Konsequenzen:
Drohen Ausfälle, müssten Banken diese mit Eigenkapital absichern. Dann allerdings wären die Banken rasch „unterkapitalisiert“, hätten also zu wenig eigene Mittel, um normalen Geschäften nachzugehen.

Die vier italienischen Banken dieser Studie hätten dann 11,5 Milliarden Euro weniger. Die drei spanischen Institute würden über 9,5 Milliarden Euro weniger verfügen. Gefährdet seien allerdings auch die Commerzbank sowie die Deutsche Bank. Hier fehlte annähernd eine Milliarde Euro an Eigenkapital.

Die Quintessenz ist fast selbst erklärend. Die Banken gehen ein zu hohes Risiko für ihre Engagements in die heimischen Anleihen ein. Das Klumpenrisiko, die Konzentration auf einzelne Regionen, hier die „Heimat“, ist zu groß. Dementsprechend müsste die Politik die gemeinsame Einlagensicherung innerhalb der EU verhindern, zumindest in Deutschland. Dies ist die Auffassung des „Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken“. Zu Recht, wie diese Redaktion meint.

Eine gemeinsame Absicherung im Sinne einer „Versicherung“ darf nicht darauf beruhen, dass wissentlich und willentlich systemische Risiken überhand nehmen. Hier die Klumpenrisiken, die noch dazu von einzelnen Regierungen herbeigeführt werden. Vorsicht, heißt es deshalb.

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