in Finanzsystem

In meiner Artikelreihe „Geld zum Wohle aller“ habe ich Ihnen aufgezeigt, wie unser heutiges Finanzsystem funktioniert, wie es immer mehr an seine Grenzen stößt und dabei immer größer werdende Probleme verursacht.

Wie unser Schuldgeldsystem auf der einen Seite und die Effekte von Zins und Zinseszins auf der anderen Seite, sowie übertriebene Geldschöpfung der Banken zu immer größerem Reichtum und Macht in den Händen von Wenigen und zu immer höherer Verschuldung und Armut von Staaten und ihrer Bürger führt. Ethische Banken in ganz Europa zeigen auf, dass Banking und Wirtschaften auch anders geht. Nun soll auch in Österreich eine ethische Bank entstehen und einen Beitrag zu einem gerechteren und demokratischeren Finanzsystem leisten. So sieht ihre Vision aus.

Die erste österreichische ethische Bank ist in Gründung begriffen

Die Idee und Initiative zur Gründung einer „Bank für Gemeinwohl“ bzw. einer „Demokratischen Bank“, wie sie ursprünglich heißen sollte, nahm im Jahre 2010 ihren Anfang – noch während des Tumults der großen Finanzkrise. Seitdem treiben engagierte Menschen aus dem Banken- und Zivilgesellschaftsbereich von jung bis alt und aus allen Regionen Österreichs die Gründung dieser Bank voran. Über 100 Personen – fast ausschließlich ehrenamtlich tätig – setzen heute die Ecksteine des Gründungskonzepts Schritt für Schritt um.

Ende des Jahres 2014 wurde eine freie Genossenschaft gegründet. Sie wird Trägerin der Bank sein. Im Mai 2015 hat die Genossenschaft den ihr gesetzlich vorgeschriebenen Kapitalmarktprospekt veröffentlicht. Das erlaubte ihr nun, öffentlich die Beteiligung an der Genossenschaft anzubieten und ihre zukünftigen Genossenschafter zu suchen. Als breites zivilgesellschaftliches Projekt hat sich die Genossenschaft einen Stamm von 40.000 Mitgliedern aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zum Ziel gesetzt. Die Anteilsscheine an der Genossenschaft kosten 100,- Euro. Bereits ab 2 Anteilsscheinen – also mit einer Einlage von 200,- Euro – kann man Genossenschafter werden und erhält damit ein Stimmrecht in der Generalversammlung – genauso wie jeder andere Genossenschafter auch, ganz egal wieviel Anteilsscheine er besitzt.
Die Zeichnung dieser Anteilsscheine ist seit Mitte letzten Jahres auf der Webseite des Projekts unter www.mitgruenden.at möglich. Parallel dazu startete im Herbst 2015 eine große Informationskampagne, in der in Vorträgen über ganz Österreich, Menschen, die an der Bank interessiert sind, umfassend und persönlich informiert werden.

Die 40.000 Genossenschaftsmitglieder sollen das Startkapital von 15 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Bis dato wurden bereits knapp 3 Mio. Euro durch die Beteiligung von fast 4.000 Menschen zusammengetragen.
Wenn die Genossenschaft einen Kapitalstand von mindestens 6 Millionen Euro erreicht hat, kann sie bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) bzw. in weiterer Folge bei der Österreichischen Nationalbank (OeNB) bzw. in weiterer Folge der EZB einen Antrag für eine Bankenkonzession stellen und die eigentliche Bankgesellschaft gründen. Nach dem Eintrag ins Firmenbuch wird die Bank für Gemeinwohl die ersten Kunden und Kundinnen empfangen können. Wenn alles nach Plan läuft, soll das bereits 2018 der Fall sein.

Das Konzept und die Vision der neuen Bank

Die Bank für Gemeinwohl wird sich auf das klassische, ursprüngliche, eigentliche Bankgeschäft – also auf Kredite, Einlagen und Konten beschränken. In späterer Folge sind noch eine Kreditplattform und ethische Fonds geplant. Den Kunden und Kundinnen werden alle notwendigen Basisdienstleistungen zur Verfügung gestellt werden – also Kontoführung mit allen Funktionen des Zahlungsverkehrs wie Überweisungen, Daueraufträgen, Bankeinzügen und dergleichen sowie Bankomatkarten, Kreditkarten und Online-Banking-Tools. Es wird auf der einen Seite Produkte für Spareinlagen und auf der anderen Seite Kreditprodukte geben. Auch Gratiskonten für sozial benachteiligte Haushalte sollen möglich sein. Was es nicht geben wird, ist die Möglichkeit zu spekulieren. Weder für die Bank mit den Einlagen ihrer Kunden, noch für die Kunden der Bank selbst.

In ihrer Vision versteht sich die Bank für Gemeinwohl als Modell für eine demokratische Unternehmensorganisation. Jeder kann Mitglied der Genossenschaft werden, die die Bank trägt und jeder kann auch an der Bank selbst teilhaben – unabhängig von Partei, Religionszugehörigkeit, Herkunft, ökonomischem Status oder Geschlecht. Die Rechtform der Genossenschaft erlaubt dabei im derzeit gültigen Rechtsrahmen ein Höchstmaß an demokratischer Mitbestimmung und gesellschaftsrechtlicher Flexibilität.

Die Bank für Gemeinwohl richtet sich an Privatpersonen wie Unternehmen, Körperschaften öffentlichen Rechts oder an Vereine. Sie will ein Maximum an Kooperation innerhalb ihrer Kundschaft fördern. Ein besonderes Anliegen der Bank ist es, die systemischen sozialen und ökologischen Auswirkungen von Zinsen sichtbar zu machen und damit den Abschied vom Zinsanspruchsdenken zu ermöglichen.

Die Bank für Gemeinwohl wird Gemeinwohl-Maximierung statt Gewinnmaximierung betreiben. Die Gemeinwohl-Orientierung soll jährlich in der Gemeinwohl-Bilanz dokumentiert und deren dauerhafte Erfüllung durch die Mitglieder der Genossenschaft geprüft werden. Alle Kredite, die die Bank für Gemeinwohl vergeben wird, werden neben der klassischen Bonitätsprüfung auch einer Gemeinwohlprüfung unterzogen, deren Ergebnis sich auf die Kreditvergabeentscheidung und die Kreditkonditionen auswirkt.

Überschüsse der Bank werden für das Bilden von Rücklagen und für das Unterstützen gemeinwohl-orientierter Projekte verwendet werden. Besonders förderungswürdige Projekte werden aus solchen Mitteln unter Umständen auch dann unterstützt, wenn sie aus reinen Bonitäts- oder Ertragsüberlegungen betrachtet, nicht finanzierbar wären. Gewinnausschüttungen an die Genossenschafter wird es grundsätzlich keine geben.

Die Bank für Gemeinwohl strebt in ihrem Geschäftsgebaren und in ihrer Konditionengestaltung Kostendeckung mit ausreichender Reservebildung an. Im langjährigen Durchschnitt hat die Bank eine Eigenkapitalquote zum Ziel, die über den gesetzlichen Mindestvorgaben liegt. Dies gilt als Voraussetzung für die umfassende Sicherheit der verwalteten Gelder.

Was unterscheidet eine ethische Bank von einer klassischen Bank

Aus der oben dargestellten Vision, lassen sich die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale einer ethischen Bank mit einer klassischen Bank ablesen. Sie sind in folgenden Punkten zu finden:

1.       im Umgang mit Kundengeldern und in der Gestaltung von Spareinlagen,

2.       in den Vergabekriterien von Krediten und deren Konditionsgestaltung,

3.       im Verzicht auf maximierte Geldschöpfung  und von Profitmaximierung und

4.       in einem sehr hohen Transparenz- und Demokratiebedürfnis

Spareinlagen und Zinsen bei einer ethischen Bank

Eine ethische Bank wird Kundengelder nie mit möglichst hohen Zinsversprechungen anziehen, ganz im Gegenteil. Sparkonten und Sparprodukte sollen so gestaltet sein, dass die Sparer und Sparerinnen zum Zinsverzicht eingeladen werden können. Im aktuellen Zinsumfeld, in dem Sparer sowieso nur mehr ganz geringe Zinsen für risikolose Spareinlagen erhalten, wäre ein völliger Zinsverzicht durch Anleger wohl sehr wahrscheinlich. Bei wieder steigenden Zinsen dürften rund 20 – 30 % der Kunden dazu bereit sein auf Zinsen gänzlich zu verzichten. Diese Prozentsätze berichtet z.B. die GLS-Bank in Deutschland, die ihre Kunden und Kundinnen bereits bei höheren Zinssätzen zum Zinsverzicht eingeladen hat.

Auch wenn somit Zinsen im Konzept der Bank für Gemeinwohl derzeit noch geplant sind, so sieht die Vision, angeregt durch den Begründer der Gemeinwohlökonomie und der Idee für die Bank –  Christian Felber, es doch vor, auf Zinsen sowohl für Einlagen als auch für Ausleihungen in Zukunft völlig verzichten zu können. Dieses Konzept setzt bereits die JAK Bank in Schweden um. Die Bank wird dann für ihre Tätigkeit eine Provision verrechnen. Die zweite Möglichkeit ist die Gestaltung einer Kreditplattform. Dabei werden ebenfalls Provisionen für die Vermittlung von Kunden und die Abwicklung sowie Prüfung der einzelnen Projekte verrechnet. Auch wenn man hier einwenden kann, dass dann eben Zinsen durch Gebühren ersetzt werden, so ist es doch so, dass sich die Gebühren eben am Arbeits-, Betreuungs- und Abwicklungsaufwand orientieren und nicht an irgendeinem abstrakten Zinsniveau. Und Zinseszins wird dabei gänzlich vermieden.

Gemeinwohl als neue Art des Kapitalertrags

Die neue Bank wird für einen Wandel in der Beziehung zu Geld und Profit stehen und wendet sich an Menschen und Unternehmen, die für Nachhaltigkeit und Gemeinwohl stehen – diese Werte werden auch bei der Kreditvergabe evaluiert werden. Jene Kunden und Kundinnen, die ihre Spareinlagen bei der neuen Bank platzieren, werden darüber mitbestimmen können, welche gemeinnützigen Projekte mit ihrem Geld gefördert werden – dafür werden sie zum Zinsverzicht eingeladen.

Der Umgang mit Kundengeldern soll bewusst verantwortungsvoll gestaltet sein. Spekulation mit Kundengeldern ist ausgeschlossen. So bietet die Bank ihren Anlegern ein hohes Maß an Sicherheit und achtet darauf, dass die Einlagen sicher und ohne Umschweife auf realwirtschaftlicher Ebene den Menschen zu Gute kommen, die damit sinnvolle Investitionen und Vorhaben finanzieren möchten.

Kredite bei einer ethischen Bank

Wie Christian Felber in seinem Buch „Gemeinwohlökonomie“ ausführt, werden Kreditansuchen bei der Bank für Gemeinwohl zwar genauso wie im klassischen Bankgeschäft einer Bonitätsprüfung und einer Prüfung auf ihre ökonomische Rentabilität unterworfen, zusätzlich aber auch einer Prüfung auf ihren sozialen und ökologischen Mehrwert. Für diese „Gemeinwohl-Prüfung“ gibt es ebenso vorgegebene Richtlinien wie für die ökonomische Bonitätsprüfung. Grundlage dieser Gemeinwohl-Prüfung wird ein der Gemeinwohl-Bilanz verwandtes Bewertungsverfahren sein, bei dem Bewertungskriterien wie Menschenwürde, Solidarität, Ökologische Nachhaltigkeit, Soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Transparenz eine wichtige Rolle spielen.

Investitionsvorhaben mit besonders hohem sozialem und ökologischem Mehrwert erhalten Kredite unter Umständen dann kostenlos oder sogar mit „negativem Zins“, was durch Einlagen mit Zinsverzicht oder höheren Zinsen bzw. Gebühren für Kredite finanziert wird, die nur die Mindestanforderungen erfüllen. Projekte, die einen sozialen oder ökologischen „Minderwert“ schaffen, z.B. ein Stall für Massentierhaltung, ein Atomkraftwerk oder Rüstungsproduktion, erhalten gar keine Finanzierung, selbst wenn sie betriebswirtschaftlich hochrentabel wären. Damit wird die Bank auch zum Steuerungsinstrument für eine sozial und ökologisch nachhaltige Entwicklung. „Ethisches Investieren“ wird zum Standard.

Ethische Banken und Geldschöpfung

Das Geschäft mit Einlagen und Krediten soll bei einer ethischen Bank nach Möglichkeit genau so funktionieren, wie sich der „Normalbürger“ das vorstellt: Auf der einen Seite gibt es die Spareinlagen, die von der Bank auf der anderen Seite 1:1 für die Kreditvergabe verwendet werden.

Die tatsächliche Situation stellt sich im liberalisierten Geschäft der klassischen Banken jedoch ganz anders dar: Da Geschäftsbanken nur wenige Prozente ihrer Einlagen als sogenannte Mindestreserve halten müssen, haben sie die Möglichkeit ein Vielfaches ihrer Einlagen als Kredite zu vergeben – dies nennt man die Giralgeldschöpfung der Banken. Dadurch entsteht ein riesiger Hebel, der das Profitpotential der Bank stark erhöht, genauso jedoch auch das Risikopotential. Denn wenn nur ein paar Prozent der so vergebenen Kredite mehr als durchschnittlich üblich, nicht mehr einbringlich sind, kann das gesamte Kartenhaus in sich zusammenbrechen. Genauso wie es bei der Kärntner Hypo Alpe Adria Bank passiert ist.

Da in der Bank für Gemeinwohl keine Gewinnmaximierung angestrebt wird, kann und will die Bank mit dem Thema der Geldschöpfung bewusst sehr verantwortungsvoll umgehen oder diese nach Möglichkeit gänzlich vermeiden.
Da sich außerdem bei den bereits aktiven ethischen Banken gezeigt hat, dass Kreditausfälle bei Krediten, die neben der Bonitätsprüfung auch einer ethischen „Gemeinwohl-Prüfung“ standgehalten haben, extrem gering sind ( die GLS-Bank berichtet z.B. über Kreditausfälle im Promillebereich, während klassische Banken mit Kreditausfällen von 2-5 Prozent kalkulieren), verringert sich das Insolvenzrisiko einer ethischen Bank auch aus diesem Aspekt heraus deutlich.

Auf zur Gründung!

Ethische Banken in ganz Europa haben ähnliche Konzepte, Strategien und Visionen bereits erfolgreich umgesetzt.
Nun haben Bürger aus Österreich, Deutschland und der Schweiz erstmals die einzigartige Möglichkeit eine neue Bank mitzugründen. Jetzt liegt es also an ihnen, dazu beizutragen, dass auch in Österreich ein neues Denken im Bankensektor Einzug hält und damit nicht nur direkt verändernden Einfluss auf das Banken- und Finanzsystem ausübt, sondern auch indirekt.

Nämlich dann, wenn auch andere Banken damit beginnen, ihre Geschäfte und Strategien jenen der ethischen Banken anzunähern und anzupassen. Und mit der Gründung der Bank alleine endet die gesellschaftspolitische Vision noch nicht: Das Projekt versteht sich auch als Bildungsauftrag für die gesamte Gesellschaft, um langfristig einen Perspektivenwechsel in Richtung Nachhaltigkeit im Finanzsektor zu fördern.

Wenn auch Sie einen Beitrag leisten möchten, mitarbeiten oder Genossenschafter werden wollen oder einfach weitere Informationen wünschen, nehmen Sie Kontakt mit der Bank am Bürostandort Wien oder mit einer der Regionalgruppen in ganz Österreich auf.

Factbox:

Projekt Bank für Gemeinwohl
Rechte Wienzeile 81
1050 Wien
HP: www.mitgruenden.at 
Mail: info@mitgruenden.at
Facebook: „Projekt Bank für Gemeinwohl“

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Kommentar

14 Kommentare

  1. Die immer wieder erwaehnte GLS Bank ist clever gemacht von den Herren der Waldorf Schulen. Ethische Bank ist wie Bio fuer Dumme. Nen Siegel fuer das Gleiche im Interesse weniger das es anders aussieht.

    • Du MUSST ja nicht Kunde bei dieser Bank oder der GLS-Bank sein, keiner zwingt Dich dazu.
      Was ist also Dein Problem damit?
      Lass sie es doch erstmal probieren. Konkurrenz belebt das Geschäft und dient am Ende immer dem Kunden.
      Ich finde Genossenschafts-Modelle sehr gut, gerade weil man damit das nötige Kleingeld für ein Projekt zusammenbekommen kann ohne vom Wohlwollen einer Bank abhängig zu sein!
      Vielleicht denken die ja sogar einen Tick weiter und akzeptieren irgendwann auch richtiges Geld (z.B. Gold, Silber und Cryptowährungen) und versetzen so unserem Falschgeld-System den Todesstoß, wer weiß…?

      • Man braucht keine Bank. Man braucht Steuern und Abgaben um Geld als Mittel zum Gemeinwohl. Nicht Geld als Zweck. Fuer Dummheit ist Geld der Zweck. Fuer Verstand das Mittel.

  2. Machst am Ende dann Link zu deiner Bank . Wie bei Lanz wo der Gast sein Buch vorstellt . Zu geil . Funzt . Ethische Bank . Lol . Wird funzen. Dummheit macht es moeglich . Da bin ich sicher.

  3. „Frauen, die keine Kinder gebären, sind minderwertig“. Dies ist die Aussage von Erdogan (Präsident der Türkei). Erdogan ist ein Muslim, der die Türkei mit Hilfe des Islams, ins Mittelalter holen will. Wer dem Text zustimmt, darf den Text gerne geteilen!

  4. Zitat zu Merkels neuen Plan der Lügen und Täuschungen am Volke!

    Zugleich bekräftigte Merkel, am bisherigen Kurs in der Flüchtlingspolitik festzuhalten. Sie habe vor elf Monaten gesagt, dass es keine einfache Sache werde, „die wir nebenbei erledigen können“. Sie stehe aber zu den Grundentscheidungen, „die wir getroffen haben“, sagte sie.

    Merkel bekräftigte ihre Äußerung vom vergangenen Jahr: „Wir schaffen das, und wir haben in den letzten elf Monaten viel geschafft.

    Die Frage ist was hat Merkels Politik wirklich geschaft! Im Prinzip Terrorismus , Vergewalltigunen am laufenden Band, Angst und Schrecken, verharmlosung der Straftaten mit Diplomatenschutz für Migranten, Unruhen in der Bevölkerung, Grabscher in Freibädern und auf Volksfesten, Mitleidsnummer für Migranten und Bevorzugung vor deutschen in allen belangen, bei Wohnungssuche werden Migranten bevorzugt und deutsche stehen hinten an, Terroranschläge gegen das Volk und Zersetzungsversuche der IS, daß ist die Politik der Angela Merkel die das Volk weiter für dumm verkaufen will. Wo soll alles noch enden in dem Erdogan Deutschland Okopiert oder gibt es einen Aufstand gegen den Wahnsinn der IS, und warum ziehen die diesen Krieg so in die Länge und für wem?

  5. Danke für den Artikel Herr Dr. Zorn. Meine Frage hierzu ist:
    Unterliegt nicht jede ethische Bank auch den gleichen Gesetzen, wie die anderen?

    Ich hatte mal bei der GLS-Bank in Deutschland nach der Zypern-Geld-Enteignung/für mich persönlich Raub nachgefragt, ob das auch bei ihnen passieren könne und die Antwort lautete JA.

    Also der ethische Grundsatz steht außer Frage als gut da, auch, dass hier wirklich mit realem Geld gearbeitet wird (also nicht mit den über 90%!!! Fiatmoney)
    doch all die möglichen Nebenwirkungen schweben wie ein Damoklesschwert auch über alternativen Banken, können Sie dazu bitte noch etwas Aufklärendes schreiben – Danke

    • Liebe Maria,
      wenn Du Dich um Dein Vermögen sorgst, dann solltest Du niemenden mit dessen Aufbewahrung vertrauen müssen. Geh in physisches Gold und Silber (anonym kaufen und gut verstecken) und lege Dir ein paar Bitcoins zu. So kann Dir der Staat nichts nehmen.
      Wenn sich eine Bank den Regeln des Staates unterwirft (um eine Lizenz zu bekommen) ist sie logischer Weise auch dabei, wenn der Staat beschließt seine Bürger mal wieder kräftig zu plündern (die nächste Bankenrettung kommt bestimmt). Banken müssen Gesetze befolgen und ein neues Raub-Gesetz ist schnell gemacht.
      Mache Dir da bitte keine Illusionen, das kann Dir mal viel Geld kosten!

    • Hallo Maria – das stimmt schon. Eine ethische Bank ist den gleichen Spielregeln und Gesetzen unterworfen wie alle anderen auch. Sollte das System zusammenbrechen oder der Euro massiv an Wert verlieren, kannst du dich durch Geldanlage in einer ethischen Bank nicht davor schützen. Die ethische Bank sollte dir aber die Sicherheit geben, dass mit deinem Geld kein Schindluder getrieben wird und eine ehtische Banken sollte auch sicherer sein, weil sie nicht zockt.

  6. Eine Bank, die wirklich im Gemeinwahlinteresse haldeln wollte,dürfte nicht sklavisch an die herkömmlichen Bonitätsregeln gebunden sein.Derzeit ist es so, dass diese Öko-Banken in keinem Falle leichter Kredite einräumen als andere. Wer genügend Sicherheiten mitbringt, kriegt von überall Geld.

  7. Man kann gar nicht mehr zählen, wie oft in dem Artikel „Gemeinwohl“ vorkam. Grundsätzlich habe ich aber nichts gegen solche Projekte. Die Leute machen das ja freiwillig. Was aus dem Artikel allerdings nicht hervorgeht ist, ob die Bank als intermediär auftreten soll oder ob sie auch Geld schöpfen wird

  8. Wer will denn schon einen Kredit aufnehmen, wenn er davor bei der Bank genaue Angaben zur Verwendung des Geldes zu machen und evtl. noch irgendwelche Nachweise zu liefern hat, und immer auch damit rechnen muss, dass die Bank ihm den Kredit aufgrund ihrer Wertvorstellungen verweigert? Die Ansichten darüber, was ethisch vertretbar ist und was nicht, sind nun mal verschieden. Die ethischen Richtlinien der Bank müssten also für jeden einsehbar und möglichst genau formuliert sein. Und trotzdem würden sich nur sehr wenige im Vorfeld mit solchen Richtlinien auseinandersetzen wollen, zumal diese bei der Beurteilung des jeweiligen Falls durch die Bank wieder unterschiedlich ausgelegt werden können. Wenn man die Abhängigkeit des Kapitals von den ethischen Werten der Bank konsequent zu Ende denken würde, müssten die für die Kredite geltenden Regeln in ähnlicher Form auch für einlagen gültig sein, was der „Bank für Gemeinwohl“ noch weniger Kunden einbringen dürfte.
    Zudem ist es auch unwahrscheinlich, dass jemand der ein „gemeinnütziges Projekt“, was auch immer das sein mag, ins Leben rufen will, sich an die „Bank für Gemeinwohl“ wendet. Wenn die gesamte Kundschaft berechtigt ist über die Finanzierung des Projektes mit zu entscheiden, muss man mit erheblichen Verzögerungen rechnen, die jedoch nicht im Sinne des Projektbetreibers liegen können.
    Die „Bank für Gemeinwohl“ ist nicht sicherer als andere Banken, weil sie nicht an der Börse spekuliert. Sie spekuliert trotzdem, und zwar in dem sie Kredite für ihren Wertvorstellungen entsprechende Projekte vergibt, auch wenn die Kredite sich aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht lohnen. Diese Art der Spekulation ist gefährlicher als eine vernünftige Spekulation an der Börse.
    Das Projekt einer „ethischen Bank“ ist also von vornherein zum Scheitern verurteilt.

  9. Keine Ahnung was bei euch Kommentatoren hier los ist, aber dieser negative Grundstrom gibt mir zu denken. Habt ihr denn das Buch Gemeinwohl Ökonomie gelesen um als Grundlage überhaupt mitreden zu können? Da steht auch alles im Detail drin wie die Bank genau funktioniert.

  10. Nein, ich habe das Buch nicht gelesen. Das ist aber auch gar nicht nötig. Aus dem Artikel gehen die Ziele der „Bank für Gemeinwohl“ ja deutlich genug hervor. Aus den Gründen die ich oben genannt habe kann das aber nicht funktionieren. Dazu kommt noch, dass diese Bank gänzlich auf Zinsen verzichtet. Man gewinnt aber nicht viele Kunden, wenn man auf Dauer nicht bereit ist Spareinlagen (also Geld, das fest angelegt ist und also nicht zu jeder Zeit abgehoben werden kann) zu verzinsen. Aber genau solche Kunden, die ihr Geld für einen bestimmten Zeitraum längerfristig bei der Bank hinterlegen, bräuchte sie um zu überleben. Und ferner sollen die Kunden auch nicht die Möglichkeit haben zu spekulieren.