in Finanzsystem

Die Schuldenquote in Österreich liegt nun bei beinahe 80 Prozent. In Zahlen ganz genau 256,80 Milliarden Euro. Den Großglockner hat man damit längst hinter sich gelassen und orientiert sich an den ganz Großen – dem Himalaya.

Seit 2007 sind die Schulden um beinahe 50 Prozent gestiegen. Vor allem die Bankenlandschaft in Österreich trägt dazu bei. Österreich ist längst kein Vorzeige-Bankplatz mehr. Viel mehr saugen die Banken sukzessive Volksvermögen ab. Ein Skandal folgt, dem nächsten und die Politik schaut ohnmächtig zu. Zumindest zeigt sie sich dezent verhalten und überfordert mit dem, was die Banken ihr an Probleme liefern. Nicht auszudenken, was passiert, wenn eine der stark im Osten engagierten Banken ins Strudeln kommen sollte oder das Geld vom Steuerzahler benötigt.

10 Prozent der Schulden gehen zurück auf Bankenhilfen. Damit erweckt man den Eindruck, eine Bananenrepublik zu sein. Ohne die schöne Kärntner Landesbank – Hypo Alpe Adria Bank – hat der Staat bereits 10 Milliarden an Bankhilfen ausgezahlt. Die Kärntner werden noch einen schönen Teil dazu beitragen, dass diese Optik noch besser wird.

Natürlich haben einige Banken bereits einen Teil der ausgezahlten Bankhilfen wieder zurückbezahlt. Aber die Bankenlandschaft scheint ein Fass ohne Boden zu sein, das schlussendlich vom Steuerzahler gestützt werden muss, damit es nicht vollends zerbricht.

Den Regierenden in Österreich ist jedoch eines wichtig und klar, einen Untersuchungsausschuss braucht es nicht, denn die Schuldenquote wird ja wieder einmal besser werden und dann sind all die Bankenturbulenzen längst vergessen.

Österreich ist von den südlichen Nachbarn, die man gerne mahnend und mit Zeigefinger erwähnt, nicht mehr so weit entfernt. Politisch betrachtet dürfte man ohnehin bereits südliches Niveau erreicht haben. Vielleicht tritt dereinst bei den kommenden Wahlen eine Partei an, die dafür plädiert, dass auch Österreich aus dem Euro ausgeschlossen wird, da das Land mit seinen Schulden, seiner Politik und seiner Bankenlandschaft nicht zur „besseren“ Hälfte in der Eurozone zählt. Wer weiß …

Das österreichische Volk hat jedoch die Wahl und kann zumindest via Online-Petition für eine Untersuchung der Vorgänge um die Bank in Kärnten stimmen.

Regierung gegen Volk – Feymann & Spindelegger gegen den Rest der Welt

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