in Finanzsystem

Im November 2012 habe ich einen Artikel geschrieben, dass die Lehmanpleite womöglich unnötig war, weil sich heraus stellt, dass alle Anleger zirka 80% ihrer Einlagen aus der Insolvenzmasse zurück erhalten. Üblich wären bei solchen Insolvenzen zirka 10%. LehmanBrothers hätte nicht pleite gehen müssen. Neue Zahlen der Bundesbank bestätigen dies nun.

Als das BaFin in 2008 ein Moratorium auf Lehman Brothers aussprach war die Investmentbank natürlich auch im Geldmarkt verankert und schuldete der Deutschen Bundesbank 8,5 Mrd. Euro. Es handelte sich hierbei um Refinanzierungsgeschäfte. Einfach gesagt: Lehman hat zentralbankfähige Schuldtitel gegen frisches Geld eingelagert. Es handelte sich um die berühmten strukturierten Kreditderivate, die ja angeblich alle wertlos wurden. Wurden sie das wirklich? Nein. Die Bundesbank hat nun seit 2008 diese Wertpapiere verwertet. Hierbei kamen Rückflüsse von insgesamt 7,4 Mrd. Euro aus Verkäufen sowie Zins- und Tilgungszahlungen aus den angeblich wertlosen Papieren.

Zieht man diese 7,4 Mrd. Euro Rückflüsse von der Ausgangsforderung über 8,5 Mrd. Euro ab, verbleibt eine Differenz von 1,1 Mrd. Euro, welche dem Insolvenzverwalter angemeldet wird. Die Bundesbank hat in 2008 mit Ausfällen in Höhe von 5,6 Mrd. Euro gerechnet. Diese Sicherheitsrücklage konnte nun zum Jahresende 2012 auf 0,3 Mrd. Euro verringert werden. Wenn diese Summe nicht durch das Insolvenzverfahren gedeckt wird, dann haftet das Eurosystem (Steuerzahler). Viele dieser „Kreditderivate“ sind heute wieder werthaltig. Die Lücke, die LehmanBrothers ins Finanzsystem geschlagen hat, ist weniger groß als weitverbreitet vermutet wird. Aus damals vermuteten 5,6 Mrd€ Verlust bleiben noch 0,3 Mrd€ und das alleine nur bei der Bundesbank.

Die globale Politik brauchte diese Pleite zur Umsetzung ihrer Krisenstrategie. Mit der Lehman-Pleite hat man es geschafft, die ganze Welt mit ins Krisenboot zu holen. Der damals unter George Bush für Bankenrettung zuständige Finanzminister war Henry M. Paulson. Bis 2006 war er noch Vorsitzender und CEO der Investmentbank Goldman Sachs und persönlicher Bekannter des letzten Lehman-Chefs Richard Severin Fuld. Das alles liest sich wie eine billige Verschwörungstheorie. Die Zahlen aus dem Insolvenzverfahren und aus der Verwertung durch die Bundesbank sind aber absolut Fakt und glaubhaft. Die Lehmanpleite hat Prozesse in Gang gesetzt (Finanzdiktatur, EU-Wahnsinn etc..), die ohne sie undenkbar gewesen wären. Man wollte die Pleite und man wollte die Krise.

Quellen:
Deutsche Bundesbank, Pressenotiz vom 20.02.2013
N-TV über die „Enorme Insolvenzmasse“
Lehman-Pleite war unnötig – wurde die Finanzkrise inszeniert?

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