in Finanzsystem

Die Zahl der Unternehmenspleiten soll laut Wirtschaftsexperten im ersten Halbjahr 2020 nicht etwa gestiegen, sondern im Vergleich zu 2019 gesunken sein. Wie ist das möglich, hören doch wir nahezu täglich von den dramatischen Auswirkungen auf die Wirtschaft wegen des wochenlangen Lockdowns? Insolvenz für Millionen Firmen und Kurzarbeit für Beschäftigte waren die Folge. Langsam fahren die Unternehmen wieder hoch, doch der Lockdown dürfte im Herbst das wahre Ausmaß der Krise offenbaren: Experten befürchten laut „Focus“ im Herbst eine wahre Pleiten-Welle in der Wirtschaft.

Warum aber soll die Zahl der Unternehmenspleiten gesunken und nicht gestiegen sein? Experten sind der Ansicht, dass die Milliardenhilfen der Bundesregierung das Ausmaß des wirtschaftlichen Schadens verschleiern. Sie führen die gesunkenen Insolvenzzahlen auf die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen in der Corona-Krise zurück: Die Milliardenhilfen sollten einen akuten Anstieg der Pleiten, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen, verhindern und die Insolvenzzahlen stabil halten. Diesen Effekt hätten die Maßnahmen auch tatsächlich erreicht, so die Wirtschaftsexperten.

Creditreform soll dem Bericht des „Focus“ zufolge allerdings „Spätfolgen“ befürchten: Auch solche Unternehmen seien der Insolvenz entgangen, die ohne die Krise längst pleite gegangen wären. Solche Firmen werden häufig als „Zombie-Unternehmen“ bezeichnet. Und die aktuell niedrigen Pleitezahlen verdanken sich aber hauptsächlich einem ganz anderen Grund: der vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzantragspflicht.

Mit dieser Maßnahme sollen Firmen geschützt werden, die massiv unter der Corona-Krise leiden. In der Corona-Krise dürfen Firmen Insolvenzen also später als sonst vorgeschrieben melden, erst im Oktober 2020. Experten befürchten, dass bis dahin eine Vielzahl von Pleiten aufläuft und sich dann erst das wahre Ausmaß der Krise offenbart. Mehr dazu finden Sie hier. 

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Kommentar

  1. Die Pleitewelle ist schlimmer als ein Zunami mit 50 Meter höhe, denn die Politiker ebneten für die Konzerne den Weg, dass diese keine Miete mehr zahlen aber Milliarden kassieren dürfen, und Vermieter hops gehen, gell ihr Schweine?

  2. Die Pleitewelle mitsamt ihrer absehbaren Folgen sind gewollt.

    Niemand kann mir einreden, die Damen und Herren im Bundestag und in der „Bundesregierung“ seien derart geistig umnachtet, dass sie nicht wissen und sehen, was sie mit ihrer absurden Corona-Schikane anrichten.

    Die negativ Betroffenen wollen das aber scheinbar auch!

    Mir ist nicht bekannt, dass Mittelständler, Handwerker, Gewerbetreibende und deren Interessenvereinigungen sich auf ihre Hinterbeine stellen und die Regierung vor sich her treiben.

    Warum stellen sie z.B. keine eigene Wahlliste auf, damit – überparteilich – mittelständische Wirtschafts-, Finanz- und Innovationskompetenz und praktische Handwerkerdenken in die Staatsorgane einziehen und Diätenliebhaber rausfliegen?

    • Wir werden sehen wie viel Unternehmer bis zum Jahreswechsel überleben werden. Natürlich sind diese Folgen bewusst von den Regierungen weltweit gewollt. Mehr Globalisierung, mehr Digitalisierung und immer schön „höher schneller weiter“.
      Dieser Raubtierkapitalismus wird zunehmen und die Gesellschaft auf die Probe stellen.
      Eine Frage der Zeit bis die Politiker ein böses Erwachen bekommen.
      Ewig kann dieses System nicht funktionieren.

      • Das System funktioniert schon eine ganze Weile nicht mehr.

        Sonst hätten wir die gigantischen Verwerfungen und Gefährdungen des inneren Friedens nicht. Auch nicht die zunehmende Verarmung bei gleichzeitig zunehmendem unanständigem Reichtum oder die Negativzinsen und andere abartige Erscheinungen des neokapitalistischen Siechtums.

    • P.S.:
      In der DDR fehlten 340.000 kleine Unternehmen, Handwerker und Gewerbetreibende, um – wie in der damaligen BRD – eine Marktvielfalt und eine Versorgung in die Tiefe zu gewährleisten.
      Was haben wir damals über die Industriekolchosen im „Ostblock“ – Kombinate genannt – gelächelt.
      Heute wandeln Merkel & Co seligen SED-Gedenkens die BRD in eine DDR.02 um – mit Marktbrache, Überwachungs- und Spitzelsystem, Schlaglöchern auf der Autobahn, Überschuldung, Einheitsmedien, Scheuklappenideologie, Verfolgung Andersdenkender etc.pp.

  3. Fast alle Wirtschaftsexperten belegen daß seit der Subprime 2008 Krise die Weltwirtschaft nur noch künstlich beatmet wird. Seitdem gibt es zum ersten Mal in der Geschichte Nullzins bis Minuszins, Helikoptergeld usw.
    Es existiert im eigentlichen Sinne keine Wertschöpfungen mehr in Handel und Produktion – Die Geldpresse regelt schon alles.Wenn ca. 45-50 Menschen der Welt welche mehr Geld als 50% der Weltbevölkerung haben – die Fäden ziehen und die Welt verändern, ist das System dem Untergang sehr nahe.

Webmentions

  • Nach Merkels Lockdown: Pleiten-Welle droht in Deutschland – Die Welt 17. Juni 2020

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