Legt Frankreich sich mit dem Dollar an?

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Weil die Menschen heute viel Aluminium im Gehirn haben, vergessen sie besonders schnell und sitzen erstaunlich früh „dement“ im Pflegeheim.

Beitragslängen der ARD-Tagesschau wurden so auch konsequent immer kürzer. Im Web liest kaum jemand mehr als 30 Sekunden, die nächste Nachricht lauert auch schon einen Click weiter.

Erstmals soll die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen unter die des Goldfisches gesunken sein, die etwa bei 9 Sekunden liegt. So ist ein Blick ins Archiv immer ganz interessant. Dort hieß es vor gut einem Jahr noch großspurig:

Frankreich legt sich mit dem Dollar an !

Nachdem Washington der Großbank BNP Paribas eine Milliardenstrafe aufgebrummt hat, attackiert Paris die Vormachtstellung des US-Dollar. Frankreich will das „exorbitante Privileg“ der USA beenden.

Nach China und Russland stellt jetzt auch Frankreich als erste Euro-Nation die globale Vormachtstellung des US-Dollar als Öl- und Reservewährung öffentlich in Frage. Hintergrund ist eine Strafe von neun Mrd. Dollar, die Washington der französischen Großbank BNP Paribas aufgebrummt hat – weil die Bank angeblich anderen Ländern geholfen hat, US-Sanktionen zu umgehen.

Es war Frankreich unter dem damaligen Präsidenten Charles de Gaulle, das 1966 seine Goldreserven von Washington zurückverlangte – und damit das Ende des goldbasierten Währungssystems von Bretton Woods einläutete, das 1944 eingeführt worden war.

1971 suspendierte der US-Präsident Richard Nixon die Bindung des US-Dollars ans Gold.  Das System von Bretton Woods war somit Geschichte und die USA kaufen seither reale Werte mit grün bedrucktem Papier. De Gaulles Finanzminister Valéry Giscard d’Estaing prägte hierfür den Begriff des „exorbitanten Privilegs“.

Die USA haben einen Schuldenberg von 18 Billionen Dollar aufgebaut (die wirkliche Höhe ist Staatsgeheimnis) – bei einem monatlichen Außenhandelsdefizit von mehr als 40 Mrd. Dollar. 

(Enthalten sind jeweils nur die Schulden des Bundes der USA (d.h. ohne Schulden der Kommunen und Bundesstaaten der USA).

Nun haben wohl die „Ereignisse“ der letzten Zeit die Lage etwas „verändert“.