in Finanzsystem

Nachdem die Deutsche Bank die ersten Kreditausfälle vermeldete, folgen nun die ersten Meldungen von Sparkassen und Volksbanken. Während sich der Kreditausfall bei der Deutschen Bank mit rund 1 Prozent des gesamten Kreditportfolios nach eigenen Aussagen des Vorstandsvorsitzenden Karl von Rohr „noch in Grenzen“ hält, halten Konjunkturforscher vor allem Sparkassen und Volksbanken für gefährdet. Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage werden laut einer Studie tausende Unternehmen ihre Kredite nicht zurückzahlen können. Die Summe der Ausfälle können sich im schlechtesten Fall auf 630 Milliarden Euro belaufen, so die Prognose.

Bislang konnten sich aufgrund der Corona-Krise Banken und Finanzdienstleister noch halten, da es zu keinen Ausfällen im Zahlungsverkehr kam.  Doch wie auch im Wirtschaftssektor rechnet man bei den Finanzinstituten ebenfalls mit der großen Pleitewelle im Herbst. Ökonomen des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) rechnen mit der großen Insolvenzwelle im Herbst, wenn die Frist für die Anträge abläuft. Von der Pleitewelle werden nach Ansicht der Ökonomen dann vor allem Sparkassen und Volksbanken betroffen sein.

Eine solche Pleitewelle würde vor allem aber auch solche Finanzdienstleister treffen, die ohnehin bereits in schlechter Verfassung sind. Der Zahlungsdienstleister Wirecard ist bereits insolvent und hat mit den verschwundenen 1,9 Milliarden Euro in seiner Jahresbilanz für Schlagzeilen gesorgt. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete, dass Wirecard bereits seit 2014 betrogen haben soll. Die Umsätze des Finanzdienstleisters sind offenbar systematisch mit erfundenen Einnahmen aufgebläht worden. Die Treuhandkonten mit Milliardensummen haben offenbar nie existiert. Wirecard habe mit dem Betrug versucht, den Konzern finanzkräftiger und nach außen hin attraktiver erscheinen zu lassen. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt.

Doch auch die Commerzbank kommt nicht aus den Negativ-Schlagzeilen, die Deutsche Bank hatte einer Fusion nicht zugestimmt und das Geldinstitut sucht nun händeringend nach einem neuen Aufsichtsratschef, der dann einen neuen Vorstand finden soll. Die Inhaber beider Posten waren zurückgetreten, weil die Bank in Sachen Profitabilität nicht den Anforderungen der Aktionäre entspricht, heißt es. Und die Deutsche Bank, die einst als Weltbank fungierte, ist mit einer Restrukturierung nach der anderen beschäftigt.

Laut Analyse der Wirtschaftsforscher wird die Corona-bedingte Konjunkturkrise nun tausende Firmen daran hindern, ihre Kredite zurückzuzahlen. Sie glauben, dass die Ausfälle Deutschlands Banken so schwer belasten könnten, dass diese selbst in Existenznot geraten. Schützen Sie sich – sehen Sie hier. 

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