in Finanzsystem

Money-Tuba: Kein geringerer als der amtierende Vorstanzvorsitzer der Deutschen Bank, John Cry an Apocalypse, tanzt nunmehr dem Mario Draghi auf der Nase herum. Zurecht?

Immerhin soll dessen Geldpolitik dafür gesorgt haben, dass die Volksausbeute über die Jahre nachhaltig dezimiert wurde. Damit hätte sich der Mario in eklatanter Weise an den Schönen und Reichen dieses Planeten versündigt, die es gewohnt sind, ihre Geldberge hart für sich arbeiten zu lassen, wobei die Höhe ihrer Erträge durchaus von besagter EZB, über deren Zinspolitik massiv beeinflusst wird.

Wirtschaftswaisen hoch erfreut: Für die echten “Wirtschaftsweisen” ist die draghische Geldpolitik fast schon ein Segen, wenigstens einmal eine Verschnaufpause. Die ohnehin schon Geschundenen müssen derzeit viel weniger für diese kleinen bunten bedruckten Zettelchen (Geldscheine) schuften (für die Zinsen), als das vor der sogenannten Bankenkrise der Fall war.

Wenn die Entwicklung so weitergeht, könnten sie ihr Leben womöglich bald umkrempeln und bekämen sogar noch Geld zusätzlich, wenn sie sich etwas leihen würden. Stichwort Negativzins, den die Banken aber ums Verrecken irgendwie nicht auf Kredite anwenden wollen, da wäre er dann ja ein Positivzins. Deshalb verleihen sie auch immer weniger Geld und gehen stattdessen mit ihren Geldbergen zocken.

Genau darum geht es jetzt, diese “Wirtschaftswaisen” eben nicht aus dem Würgegriff der Elite zu entlassen. Das ist derzeit die größte Sorge aller Banken und der Hochfinanz, dass durch die EZB die Zinsknechtschaft langfristig abgemildert oder beendet werden könnte, wenn auch nur rein versehentlich, als Betriebsunfall sozusagen.

Wirtschaftsweisen zu Tode betrübt: Sie liegen doch so dicht beieinander, die Weisen und die Waisen, könnten aber weiter voneinander entfernt nicht sein. Jetzt kommen die gewerblichen Klugscheißer, die Wirtschaftsweisen daher und beklagen die mangelnde Ausbeute, als Gefährdung aller Pfründe. Sie sind in der Regel Hardcore-Vertreter der VWL- und BWL-Religion, ein Zweig der eigens geschaffen wurde, um die Anbetung des Mammon zu kultivieren und gleichzeitig die Zinsknechtschaft der Menschheit zu zementieren.

Für jene, die gar keine echten Hintergründe und Informationen wollen, liest es sich dann stets so harmlos wie hier: Wirtschaftsweiser gegen Niedrigzinspolitik: “Es bauen sich Risiken auf” … . Klar bauen sich da große Risiken auf, dass die Welt vielleicht doch mal diesem Teufelskreislauf entkommt.

Dabei verkennen diese Geldprediger, dass vornehmlich die EZB nebst Des†roika zur Freude und zum weltweiten Weiterbetrieb aller Zocker-Buden doch monatlich 80 Milliarden Euro frisch druckt und damit den obskursten Gestalten ihre Schrottpapiere abkauft. Nur damit diese wieder frische Liquidität zum Zocken bekommen, wenn sie schon keine Zinsen mehr an der Arbeitssklavenfront generieren können.

Genau genommen ist die Kritik an dem “armen Draghi” schon etwas unverschämt, wenigstens aus Sicht der auf höchstem Niveau klagenden Volksausbeuter. Aber jammern gehört besonders in der Liga zum täglichen Handwerk, deshalb lassen wir auch den Deutsche Bank Chef, den John Cry an Apocalypse, noch zu Worte kommen, beim Herbeireden der Katastrophe.

Er singt das Klagelied der Banken auf selten hohem Niveau. Aus gutem Grund, denn der Deutschen Bank wird nachgesagt, dass sie allein fast 10 Prozent aller Finanz-Wettscheine (gut 70 Billionen Dollar Derivate) dieses Planeten in ihren monetären Atom-Sprengstofflagern hortet. Eine gute Volksausbeute (monetärer Nachschub) wirkt dabei wie eine gute Kühlung. Bleibt die aus, steigt das Risiko einer katastrophalen Kettenreaktion exponentiell.

Das Leiden der Banken: Das eigentliche Dilemma kann also gar nicht hoch und schrill genug beklagt werden und so warnte denn auch der Cryan vor “fatalen Folgen” der Niedrigzinspolitik. Die lockere Geldpolitik richte inzwischen mehr Schaden an als dass sie nutze, schreibt der Chef der Deutschen Bank. Im Klartext bedeutet das nichts geringeres, als dass die Volksausbeute derzeit massiv unter ihren Möglichkeiten verbleibt und weiterhin in großer Gefahr schwebt.

Letztlich kann es bei dem Banken-Gejammer und der angemahnten Korrektur der EZB Geldpolitik nur darum gehen, das Privileg der Volksausbeute nicht verkommen zu lassen. Genau diesen Umstand scheint der Draghi derzeit nicht auf dem Schirm zu haben, was seine Politik rundherum gefährlich aussehen lässt und Kollegenschelte der vorgenannten Art provoziert.

Ergo geht es in letzter Konsequenz um nichts geringeres, als um die endgültige Eigentumsfrage am Humankapital. Denn begreifen die Proleten erst einmal, dass sie sich über ihr Arbeitsleben hinweg nur deshalb so sehr ruinieren müssen, um der “Crème de la Abschaum” ihre Renditen zusammenzuschuften, dann möchte die Meute vielleicht irgendwann rebellisch werden. Aber da wird Henry Ford wohl Recht behalten. Deshalb sollte der Draghi mit seiner Politik gar keine falschen Impulse setzen, schon gar keine dauerhaften, getreu der von den Märchen-Banken aufrechterhaltenen Legende für den Pöbel: “Geld kann nie teuer genug sein“!

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Dein Kommentar

Kommentar

    • Nullzinspolitik bedeutet das die Privatbanken keinerlei Eigenkapital benötigen um Kredite zu vergeben und gleichzeitig Geldentwertung für die arbeitende Bevölkerung also Enteignung. Das ist eine Lizenz zum Gelddrucken für Privatleute. Die meisten Menschen wissen nicht das Privatbanken die Geldschöpfung für Staaten betreiben ohne Eigenleistung und mit dem Arbeitslohn(Giralgeld) Geschäfte machen. Die arbeitenden Deutschen zahlen jedes Jahr 30 Milliarden Zinsen an Privatleute die niemand kennt. So gut werden wir von der Bundesregierung verwaltet. Banken und Geld abschaffen. Nur noch die persönliche Leistung und die ausgehandelte Bezahlung zählen. Arbeitgeber abschaffen selbst arbeiten ist die Devise nicht andere arbeiten lassen und deren Leistung kassieren.

  1. … Wenn nicht unter Draghi die heute noch vielen großen Haie
    zu einem einzigen gigantischen Hai mit einem Maul so groß wie die Erde zusammenwachsen.

    Es braucht ein reset.

  2. Der Artikel impliziert ja, das Draghi was zu sagen/entscheiden hätte, dabei ist der auch nur eine Marionette, eine Goldman Sachs-Marionette!

  3. Meine Wenigkeit ist ein Stückchen Volk, dass es versucht, an allen möglichen Mitteln, nicht ausgebeutet zu werden.
    Fängt schon damit an, dass man keine Schulden hat. Ich weis, das ist schwer. Nicht jeden Komsumscheiss mit machen. Wer braucht z.B. immer das neuste Handymodell. Zum Userüberwachen reichen auch die etwas älteren. Fratzenbuch & Co braucht wird deswegen auch nicht besser.

    • „Fratzenbuch & Co braucht wird deswegen auch nicht besser.“
      Sollte eigentlich heissen:
      Fratzenbuch & Co braucht auch keiner und wird deswegen auch nicht besser.

    • „Steuern“ und „Geldschöpfung“, was sind denn das für Begriffe ?
      Das erste klingt nach einem seriösen „sozial beisteuern“ und das andere suggeriert aus 1 mach 2 siehe „Schöpfung=Gottgewollt“ , beide wollen sagen : zum Wohl des Volkes !
      Es gibt dafür aber einen ganz einfachen und treffenden Begriff und der nennt sich : Raub !
      Steuern werden zweckentfremdet verwendet zur Bankenrettung und die Geldschöpfung ist ein geschickt ausgeklügeltes Raubsystem. In beiden Fällen kommt die Knete beim selben Empfänger an und das ist nicht der Staat und auch nicht die Bank, sondern die Reichen und Superreichen hinter Staat und Bank. Es ist wie seit eh und je, nur schickt heute der König nicht mehr seine diebischen Schergen aus, heute geht das online.

  4. Unabhänging vom Befinden des Normalos, ob nun Zins oder keinen, ist an der Politik der EZB generell schwerste Bedenken angebracht. a) Das Hineinpumpen von Liquidität in die Finanzmärkte(Staatsanleihen und Firmenanleihen und ähnlichem) kann keine Konjunkturen ankurbeln. Insofern ist das Draghi-Gejöhle der pure Blödsinn. Konjunkturen ankurbeln und somit die Arbeitsmärkte beflügeln, könnte nur der auf die Neuzeit modifizierte Keynianerismus, der jedoch politisch verteufelt wird. Die angebliche Arbeitslosenzahl in Deutschland ist viel höher, als staatlich in der Statistik verschlimmbessert. 8 Mio Arbeitslose insgesamt, Germany.