Island will Banken entmachten: Geldschöpfung nur noch durch Regierung möglich

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Die Regierung Islands plant offenbar der privaten Geldschöpfung der Geschäftsbanken den Kampf anzusagen. Einen entsprechenden Bericht veröffentlichten Abgeordnete der regierenden isländischen Fortschrittspartei. Damit steht Island im marktwirtschaftlich geordneten Teil der Welt vollkommen alleine da. Diese Idee ist revolutionär.

„Die Isländer haben eine Art tiefsitzendes demokratisches Bürgerverständnis“ meinte der Publizist und Island-Kenner Henryk M. Broder auf seiner „Europa Safari“ im ZDF. Betrachtet man die Entwicklung der letzten Monate, umso treffender erscheint der Satz. Mit der Parlamentswahl am 27. April 2013 besiegelten die Wähler das vorläufige Aus für Beitrittsbestrebungen Islands zur Europäischen Union und reagierten damit auf die tiefe Krise in der der Staatenbund steckt.[1] Im Februar 2014 einigten sich die Regierungsparteien auf ein entsprechendes Gesetzesvorhaben, um das Beitrittsgesuch zurückzuziehen.  Am 12. März 2015 zog Island schließlich den Beitrittsantrag offiziell zurück.[2]

Nun kam eine weitere revolutionäre Idee dazu. Man wolle das Schuldgeldsystem zumindest auf staatlicher Ebene begrenzen und privaten Geschäftsbanken die Möglichkeit zur Geldschöpfung entziehen. Wie „The Telegraph“ berichtet, machten einige Abgeordneten der regierenden[3] Fortschrittspartei einen entsprechenden Vorschlag, darunter der Volksvertreter Sigurjonsson. In dem Bericht mit dem Titel „Ein besseres Geldsystem für Island“ offenbaren die Volksvertreter einen Plan zur Verhinderung privater Geldschöpfung.[4]  In den meisten modernen Ökonomien bestimmt die nationale Zentralbank zwar die Bargeldproduktion, über sog. Fiat-Money produzieren private Geschäftsbanken aber den meisten Teil des Geldes. Der isländische Ministerpräsident Sigmundur Davíð Gunnlaugsson kommentierte Sigurjonssons Bericht wie folgt:

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„Die Ergebnisse werden hier und anderswo einen wichtigen Beitrag zu den bevorstehenden Gesprächen zum Thema Geldschöpfung und Geldpolitik leisten“

„Der vom Ministerpräsidenten selbst in Auftrag gegebene Bericht befasst sich mit dem Ziel, ein Geldsystem zu beenden, das während zahlreicher Finanzkrisen, einschließlich der im Jahr 2008, bestand. Laut einer Studie von vier Notenbankern erlebte das Land seit 1875 „mehr als 20 Fälle von Finanzkrisen verschiedener Art“. Sigurjonsson erklärt, die Zentralbank habe derzeit keine Möglichkeit, den Kreditboom zu kontrollieren, wodurch steigende Inflation sowie übertriebene Risikobereitschaft und Spekulation begünstigt werden, was wiederum die Gefahr von Bankenzusammenbrüchen und kostspieligen staatlichen Interventionen erhöht.“ so „Goldseiten„.

Er argumentierte, dass die Zentralbank den Kreditboom sowie die übertriebene Risikobereitschaft während der Krise ab 2008 nicht aufhalten konnte, was kostspielige staatliche Eingriffe zur Folge hatte. “Entscheidend ist, dass die Macht, Geld zu schaffen getrennt wird von der Macht, darüber zu entscheiden, wie das Geld verwendet wird”, so Sigurjonsson in seinem Vorschlag. “Wie beim Staatshaushalt, wird das Parlament über die Vergabe von neuem Geld debattieren”, schrieb er. Banken sollten in erster Linie ihrer Funktion nachkommen, Sparguthaben und Kredite zu verwalten.[5]

Literatur

Quellen

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