in Finanzsystem

Die Regierung Islands plant offenbar der privaten Geldschöpfung der Geschäftsbanken den Kampf anzusagen. Einen entsprechenden Bericht veröffentlichten Abgeordnete der regierenden isländischen Fortschrittspartei. Damit steht Island im marktwirtschaftlich geordneten Teil der Welt vollkommen alleine da. Diese Idee ist revolutionär.

„Die Isländer haben eine Art tiefsitzendes demokratisches Bürgerverständnis“ meinte der Publizist und Island-Kenner Henryk M. Broder auf seiner „Europa Safari“ im ZDF. Betrachtet man die Entwicklung der letzten Monate, umso treffender erscheint der Satz. Mit der Parlamentswahl am 27. April 2013 besiegelten die Wähler das vorläufige Aus für Beitrittsbestrebungen Islands zur Europäischen Union und reagierten damit auf die tiefe Krise in der der Staatenbund steckt.[1] Im Februar 2014 einigten sich die Regierungsparteien auf ein entsprechendes Gesetzesvorhaben, um das Beitrittsgesuch zurückzuziehen.  Am 12. März 2015 zog Island schließlich den Beitrittsantrag offiziell zurück.[2]

Nun kam eine weitere revolutionäre Idee dazu. Man wolle das Schuldgeldsystem zumindest auf staatlicher Ebene begrenzen und privaten Geschäftsbanken die Möglichkeit zur Geldschöpfung entziehen. Wie „The Telegraph“ berichtet, machten einige Abgeordneten der regierenden[3] Fortschrittspartei einen entsprechenden Vorschlag, darunter der Volksvertreter Sigurjonsson. In dem Bericht mit dem Titel „Ein besseres Geldsystem für Island“ offenbaren die Volksvertreter einen Plan zur Verhinderung privater Geldschöpfung.[4]  In den meisten modernen Ökonomien bestimmt die nationale Zentralbank zwar die Bargeldproduktion, über sog. Fiat-Money produzieren private Geschäftsbanken aber den meisten Teil des Geldes. Der isländische Ministerpräsident Sigmundur Davíð Gunnlaugsson kommentierte Sigurjonssons Bericht wie folgt:

„Die Ergebnisse werden hier und anderswo einen wichtigen Beitrag zu den bevorstehenden Gesprächen zum Thema Geldschöpfung und Geldpolitik leisten“

„Der vom Ministerpräsidenten selbst in Auftrag gegebene Bericht befasst sich mit dem Ziel, ein Geldsystem zu beenden, das während zahlreicher Finanzkrisen, einschließlich der im Jahr 2008, bestand. Laut einer Studie von vier Notenbankern erlebte das Land seit 1875 „mehr als 20 Fälle von Finanzkrisen verschiedener Art“. Sigurjonsson erklärt, die Zentralbank habe derzeit keine Möglichkeit, den Kreditboom zu kontrollieren, wodurch steigende Inflation sowie übertriebene Risikobereitschaft und Spekulation begünstigt werden, was wiederum die Gefahr von Bankenzusammenbrüchen und kostspieligen staatlichen Interventionen erhöht.“ so „Goldseiten„.

Er argumentierte, dass die Zentralbank den Kreditboom sowie die übertriebene Risikobereitschaft während der Krise ab 2008 nicht aufhalten konnte, was kostspielige staatliche Eingriffe zur Folge hatte. “Entscheidend ist, dass die Macht, Geld zu schaffen getrennt wird von der Macht, darüber zu entscheiden, wie das Geld verwendet wird”, so Sigurjonsson in seinem Vorschlag. “Wie beim Staatshaushalt, wird das Parlament über die Vergabe von neuem Geld debattieren”, schrieb er. Banken sollten in erster Linie ihrer Funktion nachkommen, Sparguthaben und Kredite zu verwalten.[5]

Literatur

Quellen

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Kommentar

75 Kommentare

  1. Erstens ist nichts Revolutionäres oder Neues dran und Zweitens ist infantil zu glauben, dass es ein Unterschied ist, die Geldschöpfung einer Gruppe Bänkster wegzunehmen und es in die Hände der Politiker zu geben, die sind nämlich sehr leicht auch korrumpierbar. Übrigens hat weder ein Bänker, noch ein Politiker je eine Ahnung gehabt, was ist zu gegebener Zeit die richtige Höhe der Zinsen oder der Geldmenge. Die Ostblockstaaten haben es ja auch gehabt.

      • @von Pax:
        Sorry aber Sie irren sich, man braucht nur den Originalentwurf zu lesen um zu begreifen, dass es eine Mischung von Keynianismus und Friedmans Monetarismus ist, beides total unbrauchbar und schwachsinnig.
        „New money, created by the Central Bank, will be transferred to the
        government and put into circulation in the economy via increased
        government spending, “ Mit anderen Worten, genau wie heute bei fast Nullzinsen, Fehlinvestitionen sind vorprogrammiert. Es braucht keine Fantasie um zu wissen, was die Politiker damit machen.
        Beim lesen des Originals habe ich mich fast tot gelacht.
        http://www.forsaetisraduneyti.is/media/Skyrslur/monetary-reform.pdf

        • Fortsetzung:
          Am Beispiel der US Fed sieht man nämlich sehr wohl, das Regierungen schon heute ein Geldmonopol haben.
          1. Die Fed ist zwar formal eine Privatbank, ohne die Kooperation der Politik könnte sie gar nicht existieren, die gegenseitige Abhängigkeit ist 100%
          2. der Kongress kann jedezeit das Federal Reserve Act aufkündigen.
          3. Das Direktorium muss von der Politik ernannt werden.
          4. die Banknoten werden auf Bestellung der Fed vom Finanzministerium gedruckt, erst nachdem Fed das Collateral in Form von Staatsanleihen (früher Gold) geliefert hat.
          5. ohne den durch Politik bestimmter Zahlungsmittelzwang (legal tender) wäre das Geldmonopol der Fed sofort erledigt

          • Du redest üblen Propaganda Schachsinn! Ist der kleine Sten vielleicht im realen Leben ein Schlomo der als Hasbi sich versucht unters Volk zu mischen? Die Fed ist praktisch der Staat denn 99,99% aller Kongressabgeordneten sind unter der Kandarre der zionistischen Finanzmafia. Die Regierung ist ein Marionettenhaufen oder sagen wir sie ist nichts weiter als eine Karikatur dessen als was sie sich ausgibt! Gesetzesvorlagen die von den Rechtsanwaltskonzernen der zionistischen Finanzmafia in ihrem Sinne ausgearbeitet wurden haben diese jämmerlichen Marionetten nur zu unterschreiben aber nicht im Sinne für das Volk auszuarbeiten. Wem willst du verarschen mit deiner Heuchelei?

          • @Kanu:
            nun der kleine Stan ist bestimmt kein Schlomo, denn was er schreibt widerspricht keineswegs dem, was der kleine Kanu schreibt, nur ist der kleine Kanu leicht unterbelichtet und versteht sein Text nicht richtig.

          • na ja, Kennedy hat begonnen, staatliches geld zu drucken.
            Lang hat es dann nicht gedauert.
            Jonson hat das sofort noch vor der Angelobung rückgängig gemacht.

        • Ich nehme als Autor in diesem Artikel keine meinungsbildende Stellung. Ich berichte nur über eine Tatsache, die aus Sicht des gegenwärtigen Systems durchaus als „Revolutionär“ bezeichnet werden kann. Diese Begrifflichkeit ist weder positiv noch negativ konnotiert, es geht schlichtweg nur um eine berichtende Tatsachendarstellung in Form eines Artikels. Inwiefern dieser Schritt nun positive oder negative Folgen haben könnte, kann hier in der Kommentarspalte gerne diskutiert werden. Vielen Dank.

          • Herr von Pax,
            nachdem ich Ihre Kurzvita gelesen habe stimmen Sie mich ratlos.
            Unabhängig, mit wirtschaftlicher Vorbildung, das Wort liberal ist zu lesen und dann
            erscheint in dem Artikel das Wort revolutionär.
            Ich möchte Sie nicht angreifen und Ihnen für Ihr Engagement danken aber mir erscheint dies als eine Vernebelung der Sachverhalte. Dieser Punkt ist mir wichtig.
            Revolutionär ist für mich wesentlich neu, entschieden anders, und genau dies liegt nicht vor. Reine Scheingefechte um alles zu erhalten wie es ist.
            Einen schönen Feiertag wünsche ich.

          • Wie gesagt, das liegt dann wohl an der subjekiv unterschiedlichen Definition des Wortes „revolutionär“. Ich sehe darin weder eine positive oder eine negative Konnotation und sehe es durchaus als einen Bruch mit Traditionen an. Freilich wird das Geld weiterhin planwirtschaftlich verwaltet und produziert, das wurde hier aber nicht thematisiert. Meine Meinung ist aus dem Artikel ebenfalls so gut es geht rausgehalten. Über meine persönliche Haltung zu diesem Thema können Sie also nichts sagen und ich denke wir sind von den von uns erwünschten Konzepten beide sehr nah an der österreichischen Schule. Aber wie gesagt, das ist nicht Thema des Artikels.

    • korrekt. die wahre revolution wäre es, diese politiker vom finanzsystem fernzuhalten und zu verhindern, dass über die geldschöpfumg der zentralbanken oder ihre garantien, notfalls die privatbanken, die es mit der kreditgeldschöpfug zu weit getrieben haben, mit zusätzlichen reserven zu unterstützen jemand bevorzugt wird.

    • Naja, die Idee geistert eh beim IWF auch schon eine Zeit herum

      http://www.telegraph.co.uk/finance/comment/9623863/IMFs-epic-plan-to-conjure-away-debt-and-dethrone-bankers.html

      Das Revolutionäre ist doch, Geld in der ersten Runde nicht als Schuld in Umlauf zu bringen. Die Chinesen machen es ja auch so.
      Aber je mehr man da diggert, wird das eh mehr Voodoo.
      Ich finde die Ideen von Prof. Hörmann gut, dass Geld gemeinsam mit einem geschaffenen Wert/einer Leistung entsteht, und bei Konsumation verschwindet das Geld wieder. So wie der natürliche Kreislauf auch funktioniert.

      • @Tictac:
        Hörman ist nur ein weiterer Theoretiker, der keine Ahnung von der Praxis hat, er hat nämlich nicht begriffen, dass nicht die Zinsen, sondern eine ungedeckte Währung die Ursache der Krise ist. Es ist genau umgekehrt, der Zins, bei einem funktionierenden Geldsystem, (Goldgedeckt), hat eine wichtige regulierende Funktion und verhindert die Bildung der Kreditblasen.

        • Das Geld wäre ja gedeckt, eben durch das Produkt oder die Leistung die jemand dem Markt zur Verfügung stellt. Jeder sein eigener Geldschöpfer, quasi.

          Letztlich ist es doch alles Glaube, das finde ich das Interessante daran.

          • Ach ja? Und wie tut ein kleiner Angestellte oder ein Landwirt dann überprüfen, wie viel Deckung im ganzen System hinter der Banknoten steckt? Beim Goldstandard kann er ja in die Bank gehen und die Banknote gegen Gold tauschen, dann weiss er Bescheid.
            Übrigens auch die Vollgeldinitiative ist eine ähnliche marxistische Schnapsidee wie das Grundeinkommen, einfach Marx neu verpackt, an Dummheit nicht zu überbieten.

      • Hi,
        das Problem von Prof Hörmann ist vor allem, das keiner, der ihn live sieht auch versteht :D :D :D

        Ich habe mich sehr intensiv mit Geldpolitik und den Theorien beschäftigt und Hörmann zu verstehen war weitaus am schwierigsten. Es bräuchte mal einen Dollmatcher, der Hörmann in verständliche Alltagssprache übersetzt.
        Doch er hat recht – und ich gehe noch einen Schritt weiter. Wer das heute schon versuchen will, es gibt schon zahlreiche Regionalwährungen die genau nach diesem Prinzip des schnellen Geldkreislaufes arbeiten. Streng genommen entziehen Sparer ja der Geldzirulation die Geschwindigkeit und gespartes Geld wird dem Wirtschaftskreislauf entzogen. Auch die EZB hat das mit dem Negativzins mittlerweile geschnallt.

        • Teil 2:

          Die EZB geht zwar viel zu zarghaft mit 0,1- 0,5& an den Negativzins heran aber es ist schon mal ein erster Schritt. Geld will, wie wir wissen immer angelegt werden. Was glaubt der geneigte Leser, warum die Aktenmärkte auf der ganzen Welt gerade so schön anziehen? Nun noch ein Internationales Verbot von Derivaten und anderen absurden Wetten und das Geld steht wieder der Wirtschaft und den Bürgern zur Verfügung.
          Denn was ist der Unterschied, ob Geld nun auf Sparkonten oder an den „Märkten“ vor sich hingammelt, damit ist niemandem geholfen.
          Geld muss sich immer bewegen, erspartes Geld ist dem Kreislauf entzogenes Geld.
          Wir sollten uns mal als Gesellschaft überlegen ob wir überhaupt sparen müssen :D Teil 3 kommt

          • Wozu heute noch sparen?

            Neulich war ich auf der Website vom Katastophenschutz. Ja, die Russlandhetze hat mich dazu bewegt. Ich habe dann eine litanei von Dingen gelesen, die ich nicht besitze, von Kerzen bis zu Vorräten usw. Nun, ich bin 32 Jahre jung. In meinem Leben gab es immer von allem im Überfluss. Mein Opa könnte 6 Monate mit seinen Vorräten auskommen, würde nicht der Strom für den Gefrierschrank ausfallen. In meinem Leben haben die Läden Montag bis Samstag geöffnet und am Sonntag gibt es frische Brötchen von der Tankstelle oder dem Bäcker.
            Vorräte sind etwas aus dem vorigen Jahrhundert.

            Sind es Sparguthaben auch? Ich glaube schon. Die Wirtschaft bietet jedem zinsfreie Kredite für den Konsum

          • Teil 4
            Früher hat man monatelang auf einen neuen Kühlschrank gespart. Heute geht man in einen Laden oder ins Web, kauft ein Produkt mit 0% Finanzierung und verfügt sofort darüber.
            Sicher, man muss auch mit solchen Angeboten umgehen können, verschulden sollte man sich dabei nicht.
            So funktioniert unsere Welt nun mal – ich finde das gut. Leider hinkt unsere Politik dem Markt mal wieder hinterher.
            Will man den Kapitalismus wirklich haben muss nicht nur das Produkt zur Verfügung stehen sondern auch das Geld.
            Entzieht aber jemand das Geld aus dem System, so können die Regale noch so voll sein, beim Endkunden kommt nichts an. Ist so wie die Griechenlandrettung. Das Geld kommt nicht dort an, wo es gebraucht wird, beim Verbraucher.
            ENDE und…

        • @Teri:
          was soll den beim Hörmann unverständlich sein, es ist umgekehrt, schon nach lesen einiger weniger seiner Weisheiten ist klar, er ist ein Scharlatan und vom Geldsystem hat er keine Ahnung. Es braucht kein besonders helle Kopf um zu erkennen, das aktuelle Sytsem ein Betrug ist. Was er aber bietet ist nur andere Variante von dem was wir haben.

    • Die Schaffung neuen Geldes soll zwar den Geschäftsbanken entzogen werden, aber nicht den Politikern überlassen werden. Eine unabhängige Institution, am besten die unabhängige Zentralbank, soll über eine Erhöhung (bzw. Verringerung) der Geldmenge M1 entscheiden. Das Parlament soll dann über die Verwendung entscheiden, im Rahmen des Staatshaushaltes. Somit wird verhindert, dass, wie es derzeit ist, der Erzeuger des Geldes auch über die Verwendung bestimmt.

  2. Es ist mutig und sehr bemerkenswert, dass diese Massnahme überhaupt ernsthaft diskutiert wird. Island ist seit der Finanzkrise seinen eigenen, der EU-Troika völlig entgegengesetzten Weg gegangen – und wie man sieht mit weit grösserem Erfolg als die PIIGS Staaten. Ich fürchte allerdings, dass die Demokratisierung der Geldschöpfung nur die halbe Miete ist: Man müsste zusätzlich die vierte Gewalt, die Medien, vor der Einflussnahme des Kapitals schützen um eine Lenkung der Demokratie zu verhindern. Ich drücke den Isländern jedenfalls meine Daumen. Vielleicht ensteht dort ein neue sozioökonomische Modellvorlage für die Zeit nach dem Scheitern der europäischen Integration?

  3. Der zweite Absatz erweckt den Eindruck, als hätten die Isländer BEWUSST für eine Abkehr von der EU votiert bzw. ausschließlich deshalb die aktuelle Regierung 2013 gewählt. Dem ist aber nicht so. Viel mehr fühlt sich das Volk momentan übergangen, weil die Regierung das versprochene Referendum über diese Verhandlungen nicht umgesetzt hat und eigenmächtig entschieden hat. Von revolutionär kann hier keine Rede sein. Auch die Reaktion auf die Krise in Zusammenhang mit der EU zu bringen ist wirklich unglücklich formuliert und nicht fundiert.

  4. Hallo,

    fehlt in der Überschrift des Artikels das Wort „durch“?

    Friedliche Grüße :)
    _________________________________

    –– Aufruf des Think-Tank-Wanfried (TTW)
    https://www.facebook.com/WirwollenkeinenKrieg/posts/815720841815782

    –– Craig Roberts: Kriegserklärung und direkte Kriegsvorbereitungen in Europa
    https://www.youtube.com/watch?v=OKCwKyQKXR8&index=1&list=PL1eFyfyVP6gg-USHhdLS6kDFvBd6WHC8w

    –– Helmut Schmidt warnt vor „heißem Krieg“
    http://www.n-tv.de/politik/Helmut-Schmidt-warnt-vor-heissem-Krieg-article14682561.html

    –– Machtgier der US-Regierung: Taktik, Strategie, Kalkül! George Friedman STRATFOR
    https://www.youtube.com/watch?v=IuTCKy8uL7A&index=9&list=PL1eFyfyVP6gg-USHhdLS6kDFvBd6WHC8w

  5. Die politischen Protagonisten wollen die isländische Zentralbank ihrer hoheitlichen Aufsicht und Macht unterstellen. – Das wäre doch nichts Neues. Diese Politker müßten nur die gesetzlichen Gegebenheiten formulieren, dass die Mindestreserve der Geschäftsbanken z.B. nicht die 4/5tel Marke des eingelegten Kapitals unterschreitet, und der Zinseszins auf Geldgeschäfte generell verboten wird.

    Ich stelle in Gesprächen immer wieder fest, dass sehr viele gar nicht wissen wie Geld funktioniert.

    Dabei ist das so einfach zu verstehen:

    https://www.youtube.com/watch?v=0VAJY0Oq6K8

  6. Die Idee, das Geldwesen den privaten Geschäftsbanken abzunehmen und zu verstaatlichen, ist v.a. deshalb interessant, weil sie nicht völlig unrealistisch ist: Die Politiker-Kaste könnte ernsthaft in Versuchung geraten – weiter Lakaien für die Banker sein oder sich lieber selber an die Spitze setzen? Der eine oder die andere wird darüber nachdenken. Zumal man ja auch gerade dringend irgendwem die Schuld für das Euro-Desaster überlassen muss… Ob für die Untertanen staatliches Geld besser wäre, ist nicht so klar – aber der Machtkampf zwischen Alpha- und Beta-„Elite“ könnte spannend werden.

    Nach Island ist die nächste Gelegenheit für staatliches „Vollgeld“ dann vielleicht in der Schweiz: http://martin-ebner.net/topics/money/vollgeld/

  7. Was sollte sich faktisch ändern wenn die Herrschenden selbst schöpfen? Nichts!
    Staatliches Geldmonopol bleibt staatliches Geldmonopol, es bleibt Abhängigkeit und Sklaverei für die Menschen.
    Wird das Gewaltmonopol gestrichen ändert sich sofort alles. Alle Marktteilnehmer werden wertlose Tauschmittel möglichst schnell weitergeben und werthaltige dauerhaft akzeptieren.
    Die Initiative und dieser Artikel sind für mich reine Nebelkerzen.
    Wer nicht will, das mit seiner Arbeitsleistung Armeen aufgebaut werden, Kriege geführt werden und Menschen getötet werden wird niemals ein Geldmonopol akzeptieren.

    • sich gegen die Falschgeldideologie vernetzen ist sinnlos, den 95% der Population sind ökonomische Analphabeten. Jeder muss selber schauen wie er den unweigerlichen Kollaps übersteht.

      • „Jeder muss selber schauen wie er den unweigerlichen Kollaps übersteht.“ Dies erscheint mir der einige positive Aspekt zu sein. Auch ohne wirtschaftliche Vorbildung erscheint es mir aber erkennbar zu sein was für ein ausbeutender Betrug vonstatten geht. Meine mehrjährige Erfahrung lehrt mir etwas anderes. Desinteresse, Ungläubigkeit, Schweigen und dann wieder so eine Initiative und so ein Text wie der vorliegende. Oder der „Plan B“ – es kann definitiv nicht an der mangelnden Vorbildung liegen.

  8. Wenigstens seit 2000 v. Chr. werden Menschen mit ungedeckten Währungen versklavt, betrogen, enteignet und dazu gezwungen sich gegenseitig zu ermorden. Dies ermöglicht immerhin einen Erfahrungszeitraum von 4000 Jahren. Einige Quellen (WIKI) weiten dies auf annähernd 5000 Jahre aus. Allen ungedecktenWährungen gemeinsam ist, dass sie immer zu ihrem inneren Wert zurück gekommen sind, Null – nichts. Vor diesem Hintergrund wird niemand freiwillig für sich eine Währung wählen, bei der die zuvor genannten Begleiterscheinungen oder sogar Kernelemente mit enthalten sind. Es muss schon eine herrschende Macht eine ungedeckte Währung zur Monopolwährung erklären und diese zwangsweise einführen.
    Wem nützt dieses, wem schadet dieses?
    Wie kann sich die…

  9. Wie kann sich die Friedensbewegung für eine verfallende, wertlose Währung aussprechen???
    Von der Sklaverei bis zum Mord ist da schon wieder alles enthalten!
    „Wer ernsthaft für Frieden ist, der erlernt die Funktion des Falschgeldes.
    Wer nicht bereit ist dieses zu erlernen, der ist nicht ernsthaft für den Frieden.
    Dies ist kein Vorwurf, es ist einfach die Realität.

    Dies ist auch in der Theorie ganz leicht zu verstehen. Bei ungedeckten Währungen bekomme ich für meine reale Arbeit immer nur scheinbar einen Wert als Gegenleistung. In Wirklichkeit bekomme ich nur das Versprechen auf einen zukünftigen Wert. Immer bleibe ich in 100% Abhängigkeit davon, dass
    – keiner die Geldmenge erhöht und dadurch meinen scheinbaren Wert verringert…

  10. – keiner die Geldmenge erhöht und dadurch meinen scheinbaren Wert verringert (dies geschieht überall! – permanenter Diebstahl, permanente weitere Abhängigkeit),
    – durch die Machthaber keine neuen Regeln zu meinen Lasten erlassen werden, z.B. Rente mit 70 oder Ansprüche an das Gesundheitssystem bis 80, Streichung der Arbeitslosenversicherungsansprüche in Harts IV-Ansprüche usw.
    Auch nach 20, 30, 40 – Jahren Arbeit bin ich vom Wohlwollen des Systems abhängig, mit wertgedecktem Geld kann ich dauerhaft selbst Vorsorge treffen und dass machen was ich für mich für richtig halte.

  11. – die mich regierenden Machthaber nicht mehr Falschgeld ausgeben als sie haben, sie tun es bei Falschgeld immer da sie es als Falschgeld ausgeben können. Selbstverständlich entstehen hieraus alle Notwendigkeiten den Menschen dies wieder zu rauben. Es ist ja auch so einfach, Geldmenge rauf, Inflation, Steuern erhöhen, Feiertage streichen, Kostendämpfungspauschalen in Versicherungsleistungen usw. Es trifft erst einmal nur die scheinbaren Werte die ich für meine Arbeitsleistung erhalten habe. Dann stelle ich fest dieser scheinbare Wert 10.000 Euro ist zunehmend weniger und am Ende nichts mehr wert.

  12. – die mich regierenden Machthaber keinen Krieg beginnen den sie durch Falschgeld auch endlos ausdehnen können. Alle meine Sozialansprüche habe ich hier gegenüber den Machthabern und dem System, einem zunehmend faschistischem System. Habe ich wertgedecktes Geld und jemand möchte Krieg, dann gehe ich mit den mir erworbenen Werten. Das weiß dann auch jeder der die Bevölkerung in einen Krieg treiben möchte. Erstmal müsste er sich vorher die Mittel verschaffen und dann wäre die Bevölkerung viel weniger bereit so einem Unterfangen zu folgen.

    • das ist auch der Grund, warum vor jedem Krieg der Goldstandard abgeschafft wurde, den bei einer gedeckten Währung kann man den Krieg nicht finanzieren.

      • Exakt! Immer!
        Aus meiner Sicht bedarf es keiner intellektuellen Anstrengung dies zu erkennen oder bei Unwissenheit zu überprüfen ob dies so ist.
        Aber es ist so selten auf meine Ausführungen eine Reaktion zu erhalten, der ein Sachverständnis entnommen werden kann.
        Wenn es hier jetzt schon einmal zwei gibt die auf einen gravierenden Sachverhalt hinweisen, dann sollte doch der eine oder andere einmal anfangen selbst nachzudenken.

        • ich würde mir keine grosse Hoffnung machen, wir leben in einer dekadenten Zeit, wo die tägliche Gehirnwäsche aus der Glotze schon ganze Generationen geschädigt hat, Konsumistan pur, man muss nur die Massen mit ihren Mobilphones auf der Strasse beobachten die klare Symtome der Sucht aufweisen, oder 2 Nächte vor dem Laden ausharren um ihr neuestes Spielzeug zu erhaschen. Dann weiss man Bescheid, was in ihrer Köpfen herumschwirrt.

          • Vielleicht ein kleiner Funken in Richtung hoffnung:

            Ich glaube dass wir eine Chance durch Technologie haben.
            Es gab nämlich nie eine Möglichkeit dass sich die Menschen neutral informieren können. Bücher waren leicht zu kontrollieren, und weitere Erfindungen, die nach und nach dazu kamen (Telegraph, Radio, TV) waren das auch.
            Die Menschen haben immer nur das an Informationen bekommen was sie sollten.

            Durch das Internet (was jetzt NOCH nicht in Deutschland zensiert ist) kann man sich auf Seiten wie dieser neutral Informieren und dazu sogar noch FREI SEINE MEINUNG SAGEN!

            Theoretisch kann man sich sogar organisieren und auf die Strasse gehen….

  13. usw. usw. 4000 Jahre Geschichte belegen dies, wie lächerlich ist da ein scheinbares Argument eines finanzielles Korsetts. Was passiert denn da wenn von einem finanziellen Korsett gesprochen wird? Die Falschgeldmenge soll ausgeweitet werden dies führt dann wieder zu Versklavung, Betrug, Enteignung, Konflikte und Kriege.

  14. Der Grund, warum jemand Kredit aufnimmt ist ja letztlich der, dass er die Zeit überbrücken muß, die er braucht, um dem Kredit eine Wertschöpfung entgegen zu setzen.

    Die Zinsnehmer verpervertieren diesen Umstand und saugen da einen riesigen Anteil, ca. 50% der Wertschöpfung ab. Dadurch entstehen Einkommensungerechtigkeit und Superreiche.

    Sinnvoller kann da ein zinsloses Kreditsystem sein, bei dem das Geld vom Staat (Sparkasse) kommt und nur an Wertschöpfungswillige geht, nicht an Zocker.

    Um eine temporäre Kreditblase zu verhindern wird der Kreditumfang im Land pro Jahr begrenzt und an die Wertschöpfung angepasst. Nach Rückzahlung wird das Geld wieder vernichtet.

    • Völlig ausgeschlossen! Ohne Zins gibt es keinen Preis für das Zahlungsmittel.
      Ohne Preise (ohne kalkulierbaren Aufwand, ohne kalkulierbaren Nutzen) sind Investitionen immer unkalkulierbar.
      Daher kommt es über den Weg der Diktatur immer zum wirtschaftlichen scheitern. Mit allen negativen Folgen die in meinen anderen Posts enthalten sind.

      • Einen „Preis“ soll der Kredit auch gar nicht haben, da dieser nichts anderes als leistungsloses Einkommen darstellt. Das gilt es ja zu vermeiden.

        Investitionen werden nicht unkalkulierbar, da sie an echte Wertschöpfung, wie z.B. dem Bau eines Hauses geknüpft werden.

        Die Sinnhaftigkeit wird also vor der Kreditvergabe von Experten geprüft. Ebenso, ob der Kreditnehmer in der Lage ist, eine dem Kredit entsprechende Wertschöpfung zu erbringen. Kontrollierte Kreditvergabe.

          • Da besteht offenbar ein Mißverständnis.

            Mit Planwirtschaft hat dies nicht mehr zu tun als das heutige System. Denn was vom Kredit gebaut wird bestimmt im skizzierten System ja primär der Bürger als Kreditnehmer und nicht der Staat. Die Experten sichern lediglich die Plausiblität der Investition und verhindern Zockerei.

            Leistungslos ist das Einkommen aus Zinsen im heutigen System, da der Zinsnehmer -meißens Privatbanken- keinerlei äquivalente Wertschöpfung leisten.

        • Ihr weiterer Kommentar hat keine Antwortfunktion, daher antworte ich an dieser Stelle.
          Wir haben Zentralbanken, ein Geldmonopol, geplante Zinswerte, eine Staatsquote über 50%, ein staatliches Bildungssystem, ein staatliches Gesundheitssystem, eine staatliche Altersversorgung, eine Abgabenquote über 50%, praktisch keine Mitspracherecht in wesentlichen Belangen oder Selbstgestaltung des Lebensweges, Handwerkskammern, Berufsgenossenschaften, Staatsmedien usw. – vor diesem Hintergrund hatte ich es versäumt darauf hinzuweisen, dass dies natürlich sozialistische Planwirtschaft mit allen deren Folgeerscheinungen ist. Es gibt für die Menschen besseres. Es lohnt sich wirklich die Vorträge der Links unvoreingenommen zu betrachten. Es gibt dann auch…

    • @Richard:
      vielleicht haben Sie es noch nicht gemerkt, sämtliche Konzerne, Banken, Zentralbanken und Beraterfirmen der Politiker sind voll von „Experten“, trotzdem ist die halbe Welt Pleite. Der beste Anschauungsunterricht warum es Fehler ist, wenn der Kredit Nichts oder fast Nichts kostet ist Griechenland, vor Eintritt in die Eurozone hat sie 10 jährige Kredit um die 12% und die Schulden waren überschaubar, nach Eintritt ist der Zins etwa 2-3% gewesen und die Schulden sind explodiert. Es ist auch keineswegs so, dass man in der Regel ein Kredit nimmt um ihm dann später eine Wertschöpfung entgegen zu setzen, sondern umgekehrt, die meisten Kredite sind für Konsum.

      • Fortsetzung:
        Es ist infantil zu glauben, dass man den Umfang der Geldmenge oder Kredite optimal vom Schreibtisch steuern kann, die Wirtschaft hat zu viele Variable um sie richtig einschätzen zu können. Darum ist die Trefferquote der Zentralbanken so miserabel und es gibt die Kreditblasen.Und richtig, das heutige System ist klar Planwirtschaft, das was Sie sich vorstellen aber auch. Die schlimmste Planwirtschaft ist die manipulation der Zinsen, darum muss man die Zentralbanken abschaffen.

        • @ Stan
          Es ist schön Ihre Ausführungen zu lesen.
          Mit manipulierten Zinsen kommt es immer und in allen Wirtschaftsbereichen zu Fehlinvestitionen und Blasen., Boom- und Bastcyklen.
          Zu Fehlinvestitionen kann es immer kommen. Trotz aller Planung funktioniert ein Projekt einfach nicht. Kapital wurde vernichtet. Als natürliche Folge daraus stehen weniger Kredite zu höheren Preisen zur Verfügung. Der Zins steigt, es können nur noch wichtige und vergleichsweise sichere Projekte finanziert werden. Ohne freie Kosten für das Kapital gibt es diesen Regelmechanismus nicht und wir haben Blasen und Zusammenbrüche.

          • Es ist ein Irrtum zu glauben, der Zins würde regulativ nur sichere Investitionen fördern, da die Raffgier der Zinsnehmer eine erhebliche destruktive Seite hat. Zocken ist lukrativer als Investitionen in die Realwirtschaft – zumindest in den Augen der Bankster.

          • @Richard
            vielleicht gelingt es Ihnen zu verstehen, dass bei einem wertgedeckten Zahlungsmittel das Kapital endlich ist.
            Da kann mögliche Habgier so groß sein wie sie will. Wenn es auf die letzten Samenkörner zugeht relativiert sich alles aber es wird rechtzeitig erkannt.
            Darüber hinaus habe ich mich davon verabschiedet, dass dies allen verständlich ist.
            Ihnen eine schöne Zeit.

          • Danke
            aber wie Sie sehen, jeder Hobbyökonom weiss es besser. Ich freue mich schon auf die Tage des Erwachens, da werden die Lemminge wieder in die Arme der ach so schlauen Marxisten der Sorte Prof. Senf rennen und die begraben es dann definitiv. Ist die Welt nicht lustig?

        • Eines möchte ich noch gern an dieser Stelle ergänzen. „Die schlimmste Planwirtschaft ist die Manipulation der Zinsen, darum muss man die Zentralbanken abschaffen.“
          Wenn das Geldmonopol verschwunden ist, wird über kurz oder lang nur noch für werthaltige Tauschmittel (z.B. hinterlegt mit Gold) gearbeitet. Das Papier wird niemand mehr annehmen. Damit wird reale Arbeit mit realen Werten, nicht mit Schuldscheinen bezahlt. Damit werden die Menschen unabhängig vom System und den Zentralbanken. Diese verschwinden dann ganz von allein da sie keine Enteignungsmöglichkeit mehr haben.

      • Das aktuelle kapitalistische System sowie Griechenland ist nicht mit dem von mir skizziertem vergleichbar, da dort Kredite nicht ausschließlich für Wertschöpfung vergeben werden.

        Und die Experten in den Banken haben ganz andere Zielsetzungen. Da geht es um Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf Volkswirtschaften.

        Dort vergibt man Kredite nach betriebswirtschaflichen Gesichtspunkten. Betriebswirtschaft läuft hingegen zu echter Volkswirtschaft vielfach konträr.

        • @Richard:
          Machen Sie sich nicht lächerlich, wie wollen Sie mitreden, wenn Sie die Bedeutung der Grundbegriffe nicht kennen. Sonst würden Sie das aktuelle System nicht kapitalistisch nennen. Um zu existieren, braucht Kapitalismus freie Märkte, sicheres Privateigentum (für alle!) und ein funktionierendes Geldsystem, das alles haben wir schon 100 Jahren nicht mehr. Im Kapitalismus rettet der Staat keine Pleitebanken und Firmen. Was wir haben ist Faschismus kombiniert mit Planwirtschaft und Sozialismus.

          • @Stan

            Wer seinem Gegenüber Lächerlichkeit unterstellt, zeigt seine Unfähigkeit über ein Thema sachlich zu diskutieren. Desweiteren ist persönlich werden i.d.R. ein Zeichen für argumentative Schwäche.

            Was Kapitalismus anbetrifft, so haben wir aktuell Kapitalismus, denn der von Adam Smith definierte Kapitalismus ist deshalb rosarot und unrealistisch, da im Kapitalismus analog zum Monopoly-Spiel Kapitalkonzentration und damit Machtkonzentration auftritt.

            In Konsequenz übernimmt das Kapital dann praktisch immer politische Macht. Eine Bankenrettung ist folglich typisch real-kapitalistisch.

            Die Definition von Smith hingegen ist traumtänzerei.

          • @Richard:
            es ist mir schon klar, dass ewig gestrigen Marxisten unbedingt das Feindbild des Kapitalismus brauchen und sind deswegen bereit zur jeglichen Deformation der Begriffe, sonst wären sie obsolet, das Hauptmerkmal des Sozialismus, die Umverteilung der geraubten Gelder und die staatliche Misswirtschaft, heute weit verbreitet, würden sie sonst nicht verteidigen können, es muss der Kapitalismus schuld sein.

      • „vielleicht haben Sie es noch nicht gemerkt, sämtliche Konzerne, Banken, Zentralbanken und Beraterfirmen der Politiker sind voll von “Experten”, trotzdem ist die halbe Welt Pleite.“

        Geld entsteht bei der Kreditvergabe, es kommt nur in Umlauf, wenn jemand Schulden macht. Ohne Schulden hätten wir kein Geld. Wir haben kein Geld mit einem positiven Wert, sondern Schuldscheine.

        http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1057521914001070

        Die Banken verleihen Geld, das vorher nicht da war.
        Wenn ein Kredit „faul“ wird, ist eigentlich niemand ein Schaden entstanden.

        • @Tictac:
          „Geld entsteht bei der Kreditvergabe, es kommt nur in Umlauf, wenn jemand Schulden macht. Ohne Schulden hätten wir kein Geld. Wir haben kein Geld mit einem positiven Wert, sondern Schuldscheine.“
          Das ist Richtig
          „Wenn ein Kredit “faul” wird, ist eigentlich niemand ein Schaden entstanden.“
          Na klar, beim Ausfall der subprime Hypotheken in den USA haben nur etwa 18 Millionen Eigner ihr Haus verloren und die Fed hat auf Kosten der Kaufkraft der Steuerzahler 5 Billionen $ in die Pleitebanken gepumpt, sonst hat es aber keinem Weh getan.)))

        • Hallo Tictac,
          in Ihren Beispielen gibt es immer Sklaverei, Ausbeutung, Blasen, Kriege und Morde. Es kommt den Arbeitenden eben nichts zugute sondern sie haben keine Möglichkeit den Abhängigkeiten zu entfliehen.
          Für mich sind diese Begleiterscheinungen indiskutabel.
          Ich sehe nur zwei Kategorien von Menschen die so etwas vorschlagen.
          a) Diejenigen die es nicht verstanden haben und sich auch weigern dies einfach nur historisch zu erkennen und
          b) diejenigen die herrschen und ausbeuten wollen.

  15. @ Jeder sollte es erkennen, @ Stan
    danke, dass sie mir die mühe abnehmen, die volle version der wahrheit bringen zu müssen, weil man den vollgeld-irrweg nicht kommentarlos stehen lassen kann. ich habe meine kräfte schon verbraucht bei dem versuch leuten zu erklären, dass zinsen nichts böses sind.

    • @ rote_pille
      Vorschläge um einen besseren Wirkungsgrad zu erreichen nehme ich gern entgegen. Es erscheint mir elementar wichtig zu sein auf diese Sachverhalte aufrichtig hinzuweisen.
      Es könnten Module erstellt werden, z.B.
      Ohne Zinsen ist kein erfolgreiches wirtschaften möglich.
      Ohne Privateigentum sind dauerhaft Verteilungskonflikte auszutragen.
      Mit einem Geldmonopol haben wir immer Sklaverei und Kriege usw.
      Aber es will ja kaum einer wissen wie es ist.

  16. Beispiel Italien

    http://www.swz.it/de/ausgaben/21666-zeitbombe-schulden.html
    „Italien zahlt inzwischen an die 85 Milliarden Zinsen ..“

    Das muss von den Steuerzahlern real erarbeitet werden, für Geld aus nix!

    „…auf seine 2.150 Milliarden Schulden..“

    Hätte der ital. Staat diese Schulden nicht aufgenommen, wären über 2 Bio. weniger in Umlauf…

    Hätte der Staat sie selber geschöpft, und ohne Zinsen in Umlauf gebracht, kämen die 85 Mrd. der Bevölkerung zugute…

    • @Tictac:
      „Hätte der ital. Staat diese Schulden nicht aufgenommen, wären über 2 Bio. weniger in Umlauf…“
      Bei ihrem Gedankenlauf muss man wirklich schmunzeln,
      hätte der Staat die Schulden nicht aufgenommen,würde die gesamte Staatsstruktur zusammenbrechen, (was sie später sowieso tut). Hätte der Staat die 2 Bil. selber gedruckt, würde das Geld noch schneller in der Bürokratie versickern und vor den nächsten Wahlen wären es 4 Bill. Es kostet ja nichts oder? Ich frage mich wieso geht Jemand noch arbeiten, wir könnten doch nur Geld drucken und ale sind dann Millionäre.

  17. Zahlungsmittel oder Geld ist erschaffen worden, um seinem Ego Ausdruck zu vermitteln.Gier, Geiz, Korruption usw. sind nur eine Begleiterscheinung.
    So lange der Mensch nicht versteht, das Alles eins ist wird er diesen Status schon auf Grund des Überlebensmodus verteidigen.Es ist nur eine Matrix oder manche sagen Spiel dazu.

  18. Ein Artikel mit einer wertvollen Information und eine Fülle teils sehr seltsamer Kommentare!

    Fiat Money ist doch auf keine Weise legitimiert und gehört verboten! Das heutige wackelige Finanzsystem kann man aber ohnehin kaum noch verschlechtern. Ist es nicht nur noch die Frage, wann es crasht, nicht ob?

    Natürlich haben „unsere“ Politiker auch kein Ahnung vom Geld. Aber sie sind zumindest gewählt. Wichtige Fragen sollten aber dennoch auf direktdemokratischem Wege vom Volke bestimmt werden, auch wenn die vielen Einzelnen jeder für sich auch nicht mehr Ahnung haben als ihre gewählten Vormünder. In ihrer Masse waren die Völker aber immer klüger als ihre eigensinnigen Herrscher.

    Banker jedenfalls denken nur an ihren eigenen Profit!