in Finanzsystem

Bankfurt: Man fühlt sich angesichts solcher Summen nicht nur wie in einer anderen Welt, nein, diejenigen die damit spielen dürfen, befinden sich tatsächlich in einer ganz anderen Welt. Einer Sphäre übrigens, die mit unserer Realität nur noch durch eine superbreite Einbahnstraße verbunden ist. Diesen irren Schleichweg kennt man auch sehr gut unter dem Kosenamen: „Zahlungspflicht“, wenn es nämlich schief geht … was bereits heute glasklar auf der Hand liegt, dann rollt der Rubel auf dieser Piste erst richtig in besagte Richtung. Nur ist es ziemlich verpönt derlei Gedankengut im Euro-Traumland laut zu äußern und damit die Stabilitäts-Illusionen dieses Vereins zu untergraben.

Jetzt hat die in Frankfurt am Main ansässige Anstalt, unter Führung ihres obersten Irrenarztes eine neue (Währungstherapie) Spielgeldrunde  eingeläutet. Die Märkte trampeln sich dieserhalb vor Freude die Füße wund. Endlich gibt es wieder richtig Liquidität zum Zocken. 1.000-Milliarden Euro dürfen es diesmal sein. Hoffen wir nur, dass man damit auch wirklich mal ein Jahr lang auskommt, was schon heute zweifelhaft erscheint. Hintergrund dieser Aktion scheint zu sein, dass man bei der EZB eine gewisse Bedeutungslosigkeit fürchtet. So ist dem Vernehmen nach die Bilanzsumme der EZB seit 2012 (damals gut 3 Billionen €) zu stark gesunken. Es könnte Gefahr bestehen, dass man diesen Verein deshalb mit einer Provinzbank verwechselt, was dem Ansinnen und Geldungsbedürfnis der Akteure überhaupt nicht zuträglich ist. Wenn man nun zu der alten Spitzen-Bilanzsumme von 3 Billionen zurückkehrt, bedeutet dies rund 1 Billion heiße Luft  und die will ums verrecken in den Markt.

Ob die EZB dafür Schrottanleihen kauft oder andere staatliche Papierchen die kein Investor mehr anfasst oder womöglich sogar bei der EZB dringend entsorgen muss, spielt dabei überhaupt gar keine Rolle. Die EZB kann kraft ihrer Wassersuppe jeden Dreck nehmen, gilt sie doch nicht umsonst als Europas größte „Bad Bank“. Wer es gerne technischer und formaler hätte, kann sich hier die Billionen-Meldung ansehen: Draghi beendet den Streit … [Süddeutsche].

Um mit dieser Meldung auch das Fahrgefühl der deutschen Ø-KonsumEnten bezüglich der EZB-Geldpolitik ein wenig zu optimieren, erinnern wir an die goldenen 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Spätestens dann sollte auch die unbegründete Angst recht schnell wieder verfliegen und vielleicht haben wir ja in gut zehn Jahren (2024) schon wieder solche Zustände goldenen Zeiten, wo niemand mehr arbeiten muss, weil es einfach keine Jobs mehr gibt. Auch der angesprochenen Billion wollen wir in diesem Zusammenhang die absolute Schärfe nehmen, ersetzen sie durch eine relative Unschärfe und zeigen dazu locker das Hundertfache in Mark (1924) und im Stück, na, immer noch Angst?

Wir gehen davon aus, dass man selbst im Jahre 2024 (wie auch 1924) für Billionenbeträge durchaus noch ein Laib Brot wird erstehen können. Auch wenn die EZB immer wieder beteuert gegen die Inflation anzukämpfen, ist die aktuelle Geschäftspolitik eher ein gegenläufiges Indiz. Bis zum sogenannten Tag X (Domino-Day) werden wir mit Sicherheit immer wieder fundierte Märchen aus diesem renommierten Bankfurter EZB-Lügengebäude unter der Leitung des irren Geld-Arztes Mario Draghi zu hören bekommen. Wie der zuvor abgebildete Geld-Schein belegt, ist so etwas im Bedarfsfall auch sehr schnell gedruckt, notfalls über Nacht. Ganz böse Spötter behaupten, dass die richtig kapitalen Geldfälscher ohnehin bereits in der EZB residieren, einer mehr oder minder entdemokratisierten Zone.

Wo wir aber gerade so schön mit Milliarden und Billionen nur so um uns werfen, machen wir gleich noch eine europäische Milchmädchenrechnung ausschließlich für den deutschen Michel. In dem Wissen, dass Deutschland an der EZB mit und 27 % beteiligt ist, macht das für den deutschen Steuer-Michel im Erlebensfall 270 Milliarden Freuden-Euro, nur bei der jetzt zusätzlich annoncierten 1 Billion. Wenn das Ganze innerhalb eines Jahres verfeuert wird und wir es auf 80 Mio. Deutsche verteilen, dann sind das schlappe 3.375 Euro pro Nase, vom Säugling bis zum Greisen. Wir wissen, die Bank gewinnt immer, solange man noch jemanden hat der die Zeche zahlen muss. Das gilt insbesondere für die hier erwähnte große Europäische Spiel-Bank. Vielleicht sollte man die EZB tatsächlich in ESB umbenennen. Die wahrnehmbare Geschäftspolitik spräche sehr dafür. Wahrscheinlich ist der zuvor erwähnte Betrag pro Nase dort längst als ordinäres, 80 millionenfaches Trinkgeld eingepreist. In den Geschichtsbüchern wird gewiss einmal geschrieben stehen, dass die Europäer absolut spielsüchtig waren und ihr ganzes Hab und Gut welches sie jemals besaßen, bei der ESB verzockt haben.

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  1. Eine Deutscher kommt in ein griechisches Hotel. Er fragt den Hotelier ob er sich das Zimmer anschauen kann. Ja, wenn er 100 € gleich zahlt — bei Nichtgefallen erhält er die zurück.
    Der Hotelier freut sich über das Bargeld und läuft damit sofort zu seinem Lieferanten um seine Schulden dort zu begleichen.
    Der Lebensmittelhändler freut sich über das Bargeld und läuft damit zu seiner Autowerkstatt um damit die Reparatur seines Lieferwagens zu bezahlen.
    Der Meister freut sich über das Bargeld und läuft damit zu seiner Geliebten und bezahlt seine Schulden bei ihr. Die freut sich und läuft damit zum Hotelier um ihre Mietschulden zu bezahlen.
    Der Deutsche kommt zurück, er hätte sich das überlegt, bekommt sein Geld.-Schulden? wo?

    • Bei normaler Geldmenge, braucht man etwa das Dreifache des Wertes der Warenproduktion (z.B. wegen der Geldumlaufzeit). Was wir haben ist nach unterschiedlichen Angaben die 450 bis 700 fache Geldmenge im Verhältnis zu den Werten. Deshalb schöpfen die Banken sich gegenseitig das Geld und denken sich lustige Produkte aus. Aber was sollen die auch machen? Die Produktion und die Gehälter steigen bestenfalls linear, während die Geldmenge durch das Zinseszinsprinzip exponentiell steigt und den Reichtum in die Hände der Gelderdichter spült.