in Finanzsystem

Olaf Scholz, der neue Kanzlerkandidat der SPD, hat sich offen dazu bekannt, dass der Wiederaufbaufonds der EU zur Corona-Krise „ein echter Fortschritt“ sei, „der sich nicht mehr zurückdrehen lässt“. Je nach Lesart empfinden einige Beobachter diese Aussage als Drohung vor neuen Schulden. Andere Beobachter teilen die Auffassung und freuen sich über das damit verbundene EU-Bekenntnis von Olaf Scholz. Die Kanzlerin Merkel scheint nicht „amused“.

Dementi aus dem Kanzleramt

Aus dem Kanzleramt jedenfalls kamen unmittelbar nach der Scholz-Aussage Dementi. Steffen Seibert, Sprecher von Angela Merkel, meinte, die gemeinsame Schuldenaufnahme über den Corona-Wiederaufbaufonds sei einmalig. Es handele sich um eine „vorübergehende, extreme Krise, zeitlich und hinsichtlich Höhe und Umfang klar begrenzt und zur Bewältigung dieser Krise ausgerichtet“.

Die Maßnahme sei „temporär“, meinte der Sprecher.

Der Konflikt ist mit Händen zu greifen. Denn Scholz meinte unzweideutig, „der Wiederaufbaufonds (sei) ein echter Fortschritt für Deutschland und Europa, der sich nicht mehr zurückdrehen lässt.“ „All das sind tiefgreifende Veränderungen, vielleicht die größten Veränderungen seit Einfährung des Euro.“

Im Kern bestätigen diese Aussagen exakt jene, die der Merkel-Regierung und auch der EU vorwerfen, einen zentralistischen Umverteilungskurs organisiert zu haben. Nichts anderes als die Umverteilung würde hier organisiert. Zahlbar von den Steuerzahlern, die beispielsweise ohnehin bereits in Deutschland erheblich mehr Geld aufbringen als die Steuerzahler in vielen Ländern Südeuropas.

Emanuel Macron aus Frankreich assistiert Scholz gedanklich. Nun wäre ein „Einstieg in eine gemeinsame Verschuldung in der EU erreicht.“

Die Summen sind jetzt bereits beträchtlich: Das Krisenprogramm hat einen Umfang in Höhe von 750 Milliarden Euro, wovon 360 Milliarden Euro lediglich als Kredite (zurückzahlbar in Jahrzehnten) vergeben würden. Die letzten Bastionen fallen. Schützen Sie sich. 

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Kommentar

  1. Die EU besteht aus mindestens 75% aus „Pantoffelhelden“ !!!
    Dieses System verschwendet unsere wertvolle Zeit, anstatt seine Zeit und Energie den realen Problemen zu widmen.

    • Die EU besteht aus Leuten die krampfhaft versuchen Probleme zu lösen welche ohne denen gar nicht erst entstanden wären.
      Ein kollossaler Wahnsinn ist das alles geworden und das hätte nie sein dürfen.Ich hatte vor mehr als 40 Jahren schon gewarnt dass diese EU nie funktionieren würde und damit hatte ich mir sofort mindestens 100 Feinde geschaffen, gleichzeitig wurde ich auch noch als Nazi bezeichnet, was ich ganz bestimmt nicht war. Mir wurde dadurch klar dass man gegen diese Vernarrung nicht
      ankämpfen sollte da man nicht gewinnen konnte.
      Und heute haben wir den Salat und der schmeckt noch nicht mal!
      Es ist alles so gekommen wie ich es gesagt habe, aber die Sache hat noch ein Nachspiel, nämlich dass sehr Viele alles verlieren können.

  2. In der Kalenderwoche 34 2020 stieg die Bilanzsumme des Eurosystems um +1743 Mrd. Euro zur Vorjahreswoche, auf 6424,042 Mrd. Euro und damit auf ein neues Allzeithoch! Die Bilanzsumme der EZB entspricht mittlerweile 55% des BIPs der Eurozone!