in Finanzsystem

Was wäre wenn die Fed die Wirtschaft den realen Gegebenheiten wie Angebot und Nachfrage überlassen würde?

Ich glaube, eine unvergleichbare Deflation würde über das Land ziehen. Wie kann es denn sonst sein, dass trotz ZIRP und 85 Miliarden QE pro Monat noch immer keine Inflation – zumindest offiziell – messbar ist. Zwei Pole treffen hier aufeinander: Einerseits drückt die fehlende Nachfrage auf die Preise und andererseits werden die Zinsen künstlich tief gehalten. Das sorgt für Inflation bei verschiedenen Assets und deshalb hält sich Deflation und Inflation momentan die Waage. Tatsächlich besteht aber ein sehr großer Druck in beide Richtungen.

Wie toll haben die Medien alle massenhaft verkündet, dass das Volumen im September durch Ben Bernanke zurückgefahren wird. Die Topbanken konkurrierten mit Prognosen ob 15 Milliarden oder doch nur 10 Reduktion – Pustekuchen. Es gibt gar keine Reduktion der Käufe von Staatsanleihen und ABS. Die Reaktionen von Mr. Market hat wohl jeder mitbekommen.

Neue Strategie der FED

Jim Puplava hat in seinem letzten Podcast (hier) eine interessante These von sich gegeben: Forward Guidance ist die neue Devise und zugleich Exit-Strategie der Fed. Seitdem ein Akademiker Kollege von Bernanke und Krugman aus Princeton Mr. Michael Woodfort beim wichtigsten FED Treffen, Jackson Hole, seine Thesen dem Plenum präsentierte, hat sich einiges verändert. Die ganze Denke der Fed besteht ohnehin zum größten Teil aus Akademikern ohne tatsächliche Praxiserfahrung. Dieser Woodfort scheint aber sehr interessant zu sein. Er hat dafür gesorgt, dass die Fed versucht, den Märkten ganz genaue Angaben und Vorhersagen über die Zukunft zu liefern. Ist ja geradezu unglaublich zu beobachten, wie „jeder Pups aus der FED von den Märkten interpretiert wird!“ – Zitat von Mr. Dax – Das bedeutet eine dauernde Kommunikation mit den Märkten. Genau das passiert auch momentan: Erstens gibt es viel mehr öffentliche PKs vom Chairman selber, aber auch die regionalen Fed – Präsidenten kommunizieren dauernd mit den Medien und Mr. Market ist ganz Ohr (Bei der EZB ist doch das gleiche zu beobachten). Auf diese Art und Weise gelingt es der FED den Markt bewusst zu steuern.

Somit verschiebt sich auch das FED Mandat, dass ausschließlich auf Jobs getrimmt war. Plötzlich sprach Bernanke davon, dass die Arbeitslosenrate nur aufgrund der fallenden „Labor Force Participation Rate“ gesunken ist. Sie würden jetzt auch mehr auf das große Bild Rücksicht nehmen (Economic Output).

Nur der rationale Investor weiß, dass es nicht entscheidend ist, was die FED sagt, auch wenn sie sich wiederholt, sondern NUR was die Fed tatsächlich macht.

Ausblick

Schuldengrenze würde ich nicht so ernst nehmen. Das kann zu kf. Rückschlägen für Aktien führen, aber das Ding wird erhöht, da gibt es kein Wenn und Aber. Schuldenlimit Erhöhungen wirken sich historisch auch sehr gut auf den Goldpreis aus. Tapering wird es auch so schnell keines geben, wenn dann nur sehr klein, um die Glaubwürdigkeit nach so vielen Versprechungen nicht zu verlieren. Letztendlich will die FED aber Inflation und bis dahin scheint noch ein weiter Weg zu sein. Eigentlich nicht gerade löblich für eine Zentralbank, die Geld druckt und Zinsen niedrig hält und trotzdem keine Inflation zustande bringt.

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Kommentar

  1. Die FED ist eine kriminelle Organisation der geheimen Weltregierung. Das ist der Grundsatz. Sie leiht dem Staat Geld gegen Zinsen, wobei die Zinsen nie mitgeschaffen werden, was einen großen Teil der Staatsverschuldung ausmacht. Die Zinsen sind mit Leistungen der Bevölkerung zu bezahlen. Was wäre, wenn der Staat seine eigene Zentralbank hätte? Es gebe die Entwicklungen die gesellschaftlicher Konsens wären. Es wäre kein Platz für Steuern, da der Staat sein eigenes Geld schaffen und gegen Leistungen tauschen würde. Die FED – Gründung 1913 – wurde geschaffen, um von der geheimen Weltregierung den ersten Weltkrieg (1914) mit Geld aus dem Nichts führen zu können. Drei Weltkriege wurden geplant. Der zweite Weltkrieg wurde durch die Bank für

    • internationalen Zahlungsausgleich (von Hjalmar Schacht) im Auftrag der englischen Banken geschaffen. Damit konnte der Faschismus weltweit finanziert werden. Die privaten Zentralbanken sind nur das Mittel mit dem die Politik der Versklavung der Menschheit durchgesetzt wird. Die Kriege sind im Minimum 50 Jahre vorher geplant. Das ist der kürzeste Planungszeitraum. Nun kann man sich die Frage stellen, welche Organisation – en – in der Lage sind derartig lange Zeiträume abzubilden. Tja da gibt es einige. Ich würde mal schauen, wo überall Obelisken – auch auf Gräbern – stehen. Das ist ein guter Anfang auf dem Weg.

      • Der Dollar hat seit Bestehen der FED 96 Prozent an Kaufkraft eingebüßt, nachdem er vorher lange Zeit relativ stabil war. Die FED stützt die Plünderorganisationen im Hintergrund, vorbei an demokratischen Entscheidungen, organisiert und finanziert Kriege – nun ja eine moralische Einrichtung sehe ich nicht gerade auf Anhieb.