in Finanzsystem

Die Politik zeigt sich aktuell recht einfallslos im Umgang mit den Folgen der selbst verschuldeten Krise. Die Maßnahmen, vor denen Wirtschaftsexperten schon vor Wochen gewarnt haben, bringen große Teile der Wirtschaft an den Rand der Überlebensfähigkeit. Die SPD möchte – mit der Union – die Steuern erhöhen, die Linke möchte ohnehin erhöhen, die FDP und die AfD wollen offenbar irgendwie senken, und die Grünen haben sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die Kombination guter und gerechter Lastenverteilung mit ökologischen Anreizsystemen: Essensgutscheine vor Ort, so nennen Kritiker das Konzept. Müssen wir ab 2021 mit solchen Gutscheinen leben?

„Waren vor Ort“

Die Partei hat herausgefunden, das die Corona-Krise die Lieferketten zerstört hat und es ohnehin besser ist, sich als Einkäufer von regional produzierten Waren zu verstehen. „Waren vor Ort“, so das neue Konzept der Grünen. Dafür möchten sie nicht werben, nichts gesetzlich vorschreiben, sondern sie schlagen „Gutscheine“ vor.

Bis dato ist es für die Politik formal nicht einfach, über die jeweiligen Zentralbanken unauffällig stets neues Geld drucken zu lassen. Die EZB muss bereit sein, die Anleihen, die Staaten auf den Markt geben, aufzukaufen – mit Geld, das sie erst auf Knopfdruck produziert und also vorher nicht hat. Jetzt einfach „Gutscheine“ ausgeben zu wollen, wäre technisch die direkte Ermächtigung für den Staat, sich sein eigenes Geld zu drucken.

So könnte beispielsweise das Wirtschaftsministerium beschließen, jedem Haushalt Regional-Kaufgutscheine im Wert von 1.000 Euro per Post zu senden. Schon wären etwa gut 30 Milliarden Euro an „Geld“ verteilt. Das einzige Problem wäre schnell gelöst: Was sollen die Händler damit anfangen? Die wiederum müssten nur noch ermächtigt werden, die Gutscheine ebenfalls als Geld zu verwenden. Irgendwann würden die Gutscheine sicher bei Banken landen, die dann – und dies ist der Stolperstein, der noch gelöst werden muss -, die Scheine sicher annehmen und auf einem Konto gutschreiben müsste.

Hier müsste in der Tat die Politik noch einmal eingreifen, ohne dass die Grünen dies bislang ausgearbeitet haben – aber es ist einfach. Formal müsste das jeweilige Guthaben in einen Kredit mit dem Staat als Kreditnehmer geführt werden (da die Gutscheine ja vorhanden sind). Genau in jener Sekunde würde aus den Gutscheinen Echtgeld – jeder Kredit erweitert die Geldmenge, da das elektronische Guthaben genutzt werden kann.

Der nächste Schritt wäre nur noch Monopoly-Geld an den Zentralbanken vorbei. Die Enteignung läuft – wie Sie an diesem Beispiel sehen. Wie Sie sich wehren, lesen Sie hier.

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Kommentar

  1. Rundumversorgung – leben wie Affe im Käfig .
    Die vollständige Abhängigkeit von Obrigkeit ist ein Albtraum für Menschen, die unabhängig und frei leben wollen .
    Integrierter Teil der AlmosenHerrschaft ist die totale Überwachung , der gläserne Mensch, dem ewigen Dank gegenüber dem Almosengeber verpflichtet .

  2. Wieder einer, der das System „Geld“ kapiert hat. Schön, wenn durch so einen Beitrag vielleicht wieder ein paar Menschen auf der Erde kapieren was Geld ist. Sollte dann eine kritische Menge an Aufgeklärten entstehen, dann kommt endlich der weise Spruch von Henry Ford zum Tragen: „Wenn die Menschen verstehen würden was Geld ist, dann hätten wir morgen eine Revulution.“
    So, nun noch etwas konstruktives: Ein paar junge, intelligente (so etwas gibt´s) Leute mit viel Ahnung vom programmieren haben 2008 / 2009 bei dem Beinahe Finanzcrash ebenfalls das Fiat Geldsystem kapiert und die erste Kryptowährung mit deflationärem Charakter erfunden. Vielleicht war es auch tatsächlich nur einer: Satoshi Nakamoto! Informiert Euch selbst!

  3. Debatten über solche Ansammlungen von Menschen zu führen bringen nichts. Wenn die Leute glauben, solche Dinge jetzt tun zu müssen, dann sollen sie es machen und anschliessend selbst die Konsequenzen tragen.
    Man hatte das Virus bei den Hörner. Nur leider zu früh losgelassen.

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  • Essensgutscheine für alle – möchten Sie so leben? – Die Welt 10. Juni 2020

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