in Finanzsystem

Einem Bericht des „Handelsblatt“ zufolge können 70.000 Privatkunden die Kredite von Postbank und Deutsche Bank nicht mehr bezahlen. Grund soll die anhaltende Corona-Krise sein. 70.000 sollen deshalb Stundungsanträge für ihre Kredite gestellt haben, teilte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von DB und Postbank, Karl von Rohr, den Medien mit. Dabei handle es sich nach Aussagen des Vorstandsvorsitzenden um rund ein Prozent des gesamten Kreditportfolios der Bank.

Stundungsanträge: Immer mehr….

Die Zahl der Stundungsanträge steige zwar immer noch an, inzwischen jedoch etwas langsamer, als zu Beginn der Corona-Krise. Ende April waren es bereits 50.000 Kunden, die um Zahlungsaufschub ihrer Darlehen gebeten haben. Die Bank teilte mit, dass die meisten Anträge bereits bearbeitet und bewilligt worden seien.

Von Rohr hält deshalb ein schärferes Sparprogramm derzeit für nicht notwendig: „Wir halten am aktuellen Kostenziel fest, werden uns aber anstrengen, noch schneller unsere Ziele zu erreichen.“ Es sei bislang auch nicht geplant, weitere Filialen wegen der Corona-Krise zu schließen. Die Filialen, die wegen der Corona-Krise geschlossen worden sind, seien bis auf zehn Standorte wieder geöffnet.

Im vergangenen Jahr musste sich die Bank einem radikalen Umbau unterziehen, der mindestens 18.000 Jobs weltweit kostete. Der Aktienkurs der Deutschen Bank war im Vergleich zu 2007 um mehr als 90% gesunken. Die Bank kündigte 2018 an, sich auf das Kerngeschäft, auf die Finanzierung von Privatkunden und Unternehmen konzentrieren zu wollen und sich aus dem Investmentgeschäft zurückzuziehen. Die „Sanierung“ der Bank kostete rund 7,4 Milliarden Euro. Zuvor hatte die Bank mindestens drei Jahre „rote Zahlen“ geschrieben.

Nach zahlreichen Finanzskandalen entschied die Deutsche Bank, wieder zu ihren „Wurzeln“ zurückkehren zu wollen und sich voll und ganz auf Kunden auszurichten. Die Deutsche Bank machte  jüngst aber erneut Schlagzeilen, denn wegen ihrer Geschäfte mit dem Sexualstraftäter und Kindersexhändler Jeffrey Epstein wurde die Bank aufgrund „erheblicher Verfehlungen“ von der New Yorker Bankenaufsicht zur Zahlung einer Geldstrafe von 150 Millionen Dollar verurteilt.

Seit dem Konzernumbau im vergangenen Jahr befindet sich die Bank laut Vorstandschef Christian Sewing jedoch „auf Kurs“. Natürlich mache die Pandemie alles schwieriger, doch die Bank liege im Rahmen ihrer internen Planungen. Dem erneuten Versuch einer Fusion mit der Commerzbank erteilte von Rohr eine Absage: „Wir haben uns vergangenes Jahr entschieden, von einem Zusammenschluss mit der Commerzbank abzusehen und stattdessen unsere eigenständige Strategie umzusetzen.“

Wir dürfen gespannt sein, wie lange sich das Geldhaus noch halten kann und ob und welche Rolle es in Zukunft spielen wird. Das Geldsystem wird kaum so bleiben, wie es ist. Das Schuldgeldsystem hat ausgedient und die Zeiten, in denen Banker Vermögen mit Spekulationen machen konnten, dürften ebenfalls bald vorbei sein. Diese Art von Geldsystem, die Menschen in einer Schuldenspirale gefangen hält und welche ihre Arbeitskraft und Zeit für Geld, das aus dem Nichts erschaffen wurde, aufwenden müssen, sieht ihrem Ende entgegen. Donald Trump hat mit der Integrierung der Federal Reserve Bank ins US-Treasury (Finanzministerium) den ersten Schritt dafür getan. Man munkelt, dass hinter den Kulissen wieder ein goldgestütztes Währungssystem eingerichtet werden soll. Hier lesen Sie mehr dazu…

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