in Finanzsystem

Der IWF – Helfer oder Täter? Jetzt streikt ARGENTINIEN kurz vor dem nächsten Bankrott

Schon lange rätseln Sozialwissenschaftlicher und Ökonomen, ob der Internationale Währungsfonds (IWF) bei seinen Hilfsmaßnahmen immer den gewünschten Erfolg – aus Sicht des jeweils betreffenden Volkes – hatte. Nun antwortet Argentinien: Dort streikt das Volk – gegen den IWF und gegen die Regierung.

IWF bereitet immer nur Ärger….

Argentinien stand schon mehrfach am Rand des Staatsbankrotts – oder war einen Schritt weiter. Erneut sind die Probleme im Land hoch. Deshalb hat sich erneut der IWF, der internationale Währungsfonds, eingeschaltet. Dies wiederum löste offenbar negative Assoziationen aus. So war Argentinien 2001 bereits bankrott – nach Meinung des Volkes aufgrund der Vorgaben des iWF. Jetzt gewährte der Fonds der Regierung einen Kredit von 50 Mrd. Dollar, nachdem die Regierung um eine solche Hilfe gebeten hatte. Der argentinische Peso hatte seit Jahresbeginn 35 % an Wert verloren, womit wiederum Einfuhren von Gütern für das Land kaum zu finanzieren sind bzw. auch die Bedienung von Schulden immer aufwendiger wird.

Der IWF vergibt seine Kredite indes niemals ohne Auflagen. Hier reichte der Fonds der Regierung einen sogenannten Dreijahresplan ein. 2020 soll die Regierung demnach einen Haushalt ohne Neuschulden verabschieden. Zudem, auch das ist typisch für IWF-Kredite, wurden Ausgabenkürzungen verlangt. Hier geht es um Investitionen in die Provinzen des Landes, womit sich dort wiederum Not und Elend vergrößern dürften, so Kritiker.

Genau aus diesem Grund hat die Gewerkschaft nun einen Generalstreik für 24 Stunden ausgerufen. Die Aktion dürfte erfahrungsgemäß erst den Ausgangspunkt für mögliche Unruhen bilden. Argentinien steht vor der nächsten größeren Staatskrise – es wird spannend zu sehen, ob Argentinien erneut von der internationalen Staatengemeinschaft vermeintlich „gerettet“ wird. Ein weiterer Indikator dafür, ob der IWF mit seinen „Rettungsprogrammen“ überhaupt irgendwo den – vom Volk – erhofften Erfolg hat.

Es gibt bislang keinen Nachweis dafür, dass die Kredite verbunden mit Sparmaßnahmen dauerhaft Haushalte sanieren würden. Dennoch wird unverdrossen mit diesem Knebel gearbeitet.

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Dein Kommentar

Kommentar

    • Meist wird eine andere Organisation vergessen – die Weltbank.

      Sie tritt immer dann in Erscheinung, wenn man den Staaten eingeredet hat Großprojekte oder umfangreiche Strukturveränderungen zu realisieren.

      Hört sich oft sehr gut an, es wird ein Sprung nach vorn versprochen. Doch dann verzögern sich die Maßnahmen, werden oh Wunder immer teuerer und es kommt zu Zahlungsschwierigkeiten.

      Dann tritt der IWF auf. Der sieht natürlich das Übel in den sozialen Leistungen. Damit seine Banken Geld fließen lassen, werden Rohstoffquellen, Schlüsselindustrien, Objekte der Infrastruktur als Sicherheit verlangt oder gleich für einen Appel und ein Ei übernommen. So ist das Land dann dauerhaft an der kurzen Leine des internationalen Finanzkapitals.