Das Wirtschaftsdebakel – endlich spricht einer aus der Merkel-Einheitsfront

Die Wirtschaft in Deutschland ist im ersten Quartal um -2,2 % schwächer geworden. Dies ist ein nur dezenter Hinweis auf das, was noch folgen wird. Denn die Lockdown-Maßnahmen in Deutschland begannen erst in der zweiten März-Hälfte, umfassen also vielleicht ein gutes Sechstel des Gesamtquartals. Im zweiten Quartal dürfte es um mehr als 10 % abwärts gehen. Nun hat der frühere Finanzminister und heutige Bundestagspräsident Dr. Schäuble sich die Merkel-Regierung vorgeknöpft. Der ältere Herr darf frei reden.

Altmaier hat die Situation schön gefärbt

Dr. Schäuble formulierte es noch vorsichtig. Er habe es als „mutig empfunden, dass versichert wurde, jeder Arbeitsplatz werde erhalten bleiben und niemand werde Einbußen erfahren“. Exakt das hatte Peter Altmaier als Wirtschaftsminister zu Beginn der Lockdown-Maßnahmen angekündigt.

Schäuble geht davon aus, dass diese Krise „uns alle treffen“ werde. Zudem würde sie „für viele Menschen erhebliche Einschränkungen bringen“. Zudem habe er keine Sorgen wegen der Demonstrationen im Land. Dies sei vielmehr ein Zeichen der Demokratie.

Beobachter sprechen von wohlwollenden und wohltuenden Worten – es wäre fast schon erschreckend, wenn die dramatischen Folgen nicht diskutiert werden dürften. Was die Merkel-Regierung offensichtlich verschweigt: Etwa 650.000 Unternehmen in Deutschland sollen bereits Kurzarbeit angemeldet haben. Der Verband „Die Familienunternehmer e.V.“ spricht davon, schon bald würden 13 % aller Betriebe Insolvenz anmelden (vorausgesetzt, die Maßnahmen würden weiter gepflegt).

In weiteren zwei Monaten (spätestens) seien 27 % aller Betriebe konkursgefährdet. Katastrophale Zahlen, die bis dato in der Realität nirgends eine Rolle spielen – weil diese Welle erst kommt. Dass diese Gesellschaft und die sie tragenden Medien darüber offenbar keine Diskussionen und Demonstrationen zulassen woll(t)en, nützt schlicht nichts. Die „Grünen“ fordern inzwischen Hilfsmaßnahmen im Umfang von 1 Billion Euro. Das Geld kommt aus dem schlichten Nichts – und wird in der einen oder anderen Form bei Fälligstellung wieder eingetrieben. Richten Sie sich auf sehr große Maßnahmen ein: Vermögensabgabe(n) bis hin zu einer Währungsreform.