in Finanzsystem

Der Mittelstand in Deutschland geht – bald – am Krückstock. Das Ende naht, so aktuell Prof. Eberhard Hamer, ein bekannter Mittelstandsforscher und -praktiker über pi-news.net. Der Wirtschaftsstop, den die Regierung von Angela Merkel verhängte, geht an die Substanz. Das ist nicht neu, indes gäbe es Rettungsmöglichkeiten.

Die Regierung und namentlich die Minister Scholz und Altmaier scheinen diverse Rettungspakete mit der Gießkanne zu verstreuen. Gerade die Großindustrie darf sich über Subventionen freuen, wie sie etwa die Lufthansa genießt. Auch das Bankengewerbe darf demnächst auf Rettung hoffen. Der Mittelstand in den Innenstädten etwa leidet: Die Gastronomie, Unterhaltungsbetriebe (auch Kinos) und Co. zahlen – wieder – horrende Mieten, die durch die Niedrigzinspolitik noch gestiegen sind.

Zwei einfache Wege

Rettung wäre möglich. So zahlen die Unternehmen und hier vor allem der Mittelstand munter Umsatzsteuer nach Vorabmeldungen. Die Umsatzsteuer jedoch könnte anders abgerechnet werden: Nach Zahlungseingang der tatsächlichen Rechnungen. Hamer spricht von 176,5 Milliarden Euro „Zwangsdarlehen“, die auf diese Weise vorab dem Staat – und noch dazu kostenfrei – gegeben würden.

Eine Zahlungsumstellung wäre demnach mit einem komfortablen Kredit an alle Unternehmen verbunden – noch dazu unbürokratisch.

Die zweite Möglichkeit: Ein Sonderkündigungsrecht bei Gewerbeimmobilien. Dies könnte die betroffenen Unternehmen a) direkt entlasten bzw. b) würde die Verhandlungsposition stärken. Denn die Gewerbeimmobilien seien häufig genug ohnehin in der Hand diverser Fonds u.dgl. Die können kein Interesse daran haben, ihre Mieter, die zwangsweise ohne Umsätze leben müssen, weiterhin auszupressen. Die Ausnahmesituation in ein Sonderkündigungsrecht zu transformieren, das bspw. neue Miethöhen erzeugt, könnte am Ende allen Seiten dienen.

Pläne dieser Art allerdings sind nicht bekannt. Der Mittelstand fährt praktisch vor die Wand. Die Innenstädte werden künftig anders aussehen. Lesen Sie auch hier mehr dazu.

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Kommentar

  1. Der Mittelstand fährt nun die Ernte seiner Versäumnisse ein und muss sich den Folgen stellen, die sich daraus ergeben, mit CDU/CSU, SPD und Grünen auf die falschen Pferde gesetzt zu haben.

    Viele Unternehmer und Mittelstandsfunktionäre sind Mitglieder jener Parteien, die gegenwärtig im Begriff sind, sehenden Auges und voll bewusst über ihr Tun, die Wirtschaft in der BRD bis auf den Grund zu zerstören.

    Ich meine, mittelständische Unternehmer, ihre Inmteressenertreter in den Verbänden und auch die Lobbyisten des Mittelstands sind gescheit genug, dass sie erkennen konnten, dass und wie die Merkel’sche „Politik“ den Mittelstand zugunsten der Industrie opfert und aus hochqualifizierten Fachkräften Jobber und Tagelöhner macht.

Webmentions

  • Das Mittelstands-Ende der Merkel-Regierung – Die Welt 23. September 2020

    […] Der Mittelstand in Deutschland geht – bald – am Krückstock. Das Ende naht, so aktuell Prof. Eberhard Hamer, ein bekannter Mittelstandsforscher und -praktiker über pi-news.net. Der Wirtschaftsstop, den die Regierung von Angela Merkel verhängte, geht an die Substanz. Das ist nicht neu, indes gäbe es Rettungsmöglichkeiten. Die Regierung und namentlich die Minister Scholz und Altmaier […] Source link […]