in Finanzsystem

Die Lebensversicherungen fangen an, einen Crash auf Raten vorzubereiten. Die Branche würde widersprechen, die Politik würde sogar von Falschnachrichten sprechen. Sehen Sie sich die Fakten an. Die „Welt“ hat jüngst berichtet, die Allianz würde nun über die US-Investmentbank Morgan Stanley einen Käufer für die Policen in Italien finden. Das würde bedeuten, die Versicherungsverträge würden dann weitergereicht – an eben diesen Käufer. Der würde als Zahlungsverpflichteter mit den Garantiezinsen bei den Versicherten auftreten, Überschüsse wären dann aber endgültig verloren. Hier geht es zwar nur um 9 Milliarden Euro – aber immerhin.

Die Allianz hat schon kundgetan, die deutschen Verträge würde sie nicht verkaufen (dies aber hat bereits die „Generali“ gemacht). In Frankreich hingegen soll der Konzern seine Versicherungsverträge gleichfalls verkaufen wollen. Was passiert hier – und wer ist verantwortlich?

Lebensversicherungen verdienen dank der Politik kein Geld

Die Konzerne verdienen schlicht kein Geld mehr mit den Verträgen. Über Jahrzehnte galten sie als Kapitalsammelstelle für das Sparvermögen der (hier: deutschen) Haushalte. Die Versicherungen sahen sich gesetzlich weitgehend gezwungen, in Anleihen zu investieren, die wiederum beispielsweise der Staat Bundesrepublik Deutschland herausgegeben hat.

Die Zinsen aber sind gesunken und gesunken. Gut 10 Jahre nach dem Ende der Finanzkrise zahlen wir längst teil Negativzinsen bei den Banken. Die einst versprochenen Garantiezinsen können die Lebensversicherer dank der Politik nicht mehr erwirtschaften. Deshalb wollen sie die Verträge loswerden.

Damit ist – noch – nicht klar, ob oder dass die Lebensversicherer eines Tages sogar der Insolvenz einheim fallen werden. Nur gibt es kein deutlicheres Signal als diese schon stattfindenden Verkäufe, dass das Geschäft mit den Lebensversicherungsverträgen tot ist. Tot dank der Politik. Dies dürfte nicht nur viele Altersvorsorgepläne vernichten, sondern sicherlich auch das ein oder andere Immobilien-Darlehen. Dies ist der erste sichtbare Preis nach den Niedrigzinsen dafür, dass das gesamte Vorsorgesystem zusammengebrochen ist. Rette sich, wer kann. Hier lesen Sie mehr dazu. 

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Die erste Weltwirtschaftskrise begann mit der Rückforderung der kurzfristigen Kredite seitens der USA. Die Weltwirtschaft war verzahnt und mit der Rückforderung kippte der erste Dominostein. Für eine Scheibe Brot zahlte man bald eine Schubkarre voll Geld.

    Die Goldenen Zwanziger waren ganz wie heute vor allem mit kurzfristigen Krediten finanziert. Nicht nur Leasing ist ein Kredit. Die Kaufhäuser sind voll mit Heute mitnehmen, morgen bezahlen. Handys kriegt man umsonst mit 3 Monaten frei surfen. Und dann geht die Blecherei los. Auch in den Startups schlummern Rückforderungen.

    Bei dem Schuldenberg sollte man mit Kreditausfällen rechnen. Die halbe Republik ist privatinsolvent. Rette sich, wer kann.

  2. „Aus der Geschichte kernen!“ ist ein gerne wiederholtes Zitat.
    Es hört sich gut an, hat mit der Wirklichkeit jedoch selten zu tun.

    Auch dieses Mal werden selbst die Geschädigten nichts lernen und weiterhin an das Dogma von der Unumstößlichkeit des Zins-und-Zinseszins-Systems glauben – ein Beschisssystem, die Grundlage vielen Elends und vieler Kriege.

    Wer hat ein unbedingtes Interesse an diesem mörderischen System – die Lügner oder die Belogenen; diejenigen, die über Leichen gehen oder die Leichen?

Webmentions

  • Crash der Lebensversicherungen – Willkommen im Horror – Die Welt 2. Juni 2020

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