in Finanzsystem

Großes Bangen und Zittern geht in den letzten Tagen in der Bitcoin-Gemeinde weltweit um, nachdem die drei größten Börsenhandelsplätze von Bitcoin einer nach dem anderen den Handel abrupt ausgesetzt hatten, als diese mit schweren Hackerangriffen zu kämpfen hatten, welche z. Zt. teilweise noch anhalten. Doch wer zwischen den Zeilen der überfluteten und panischen Meldungen liest, wird erkennen, dass hier ein regelrechter Machtkampf ausgefochten wird. Doch wer sind die Urheber dieser Angriffe und was hat es mit den angeblich technischen Problemen im Vorfeld auf sich?

Technische Fehler und Hackerangriffe Schuld?

Letzte Woche vermeldete die größte Handelsbörse MtGox, die weltweit etwa 80% des Bitcoinhandels umsetzt, dass sie Unregelmäßigkeiten in ihren Transaktionen entdeckt hatte, die aufgrund eines technischen Bugs aufgetreten seien. Dieser technische Fehler ermöglicht es angeblich, Transaktionen zu falsifizieren und Abhebungen u.U. doppelt auszuführen. Also Bitcoins zu transferieren, welche eigentlich nicht vorhanden sind. So das offizielle Statement. Die Konsequenz war, dass der Handel für Bitcoins letzten Freitag auf unbestimmte Zeit eingestellt wurde. Der Kurs der Kryptowährung brach daraufhin massiv ein. Während man letzten Donnerstag für einen Bitcoin noch rund US$900 berappen durfte, dotiert dieser eine Woche später bei nur noch etwa US$450. Die Schuld hatte MtGox sodann auch schnell gefunden: Der Quellcode im Bitcoinprotokoll und somit dessen Entwickler. Schließlich soll der Fehler bereits seit 2011 bekannt gewesen sein und man habe nichts unternommen, um diese Lücke zu schließen.

In den darauffolgenden Tagen vermeldeten dann die nächstgrößeren Börsenplätze, dass sie unter starken Beschuss von Hackern, durch sogenannte DDoS Attacken zu leiden hätten, welche den ganzen Bitcoinhandel weltweit unmöglich machten und daher zum Erliegen brachten. Aufgrund der Ereignisse hat auch die deutsche Handelsplattform bitcoin.de den Handel vorerst eingestellt.

Bitcoins – Unabhängig oder nicht?

Wer hinter den Machern von Bitcoin steckt, weiß heute eigentlich Niemand. Ein mysteriöses Pseudonym namens „Satoshi” soll der Entwickler sein und somit eine japanische Herkunft suggerieren. Die Befürwörter des Bitcoin argumentieren, die Kryptowährung wäre frei und unabhängig, da diese von keiner Zentralbank der Welt ausgegeben wird, sich somit deren Kontrolle entziehen und deswegen eine ernsthafte Konkurrenz zu den gängigen Fiatwährungen darstellen würde. Diesem Argument kann ich leider nicht ganz folgen, weisen Kryptowährungen grundsätzlich zwei erhebliche Nachteile auf:

  • Die „Wert”schöpfung erfolgt rein durch Rechenleistung (Bits und Bytes) und ist in keinster Weise durch werthaltige Rohstoffe o.ä. gedeckt. Dies entspricht parallel der Geldschöpfung aus dem Nichts, wie sie Zentralbanken weltweit betreiben und Geld beliebig drucken oder elektronisch im System freigeben. Wie beim Fiatgeld ist der Bitcoin daher durch nichts gedeckt und dessen Wertsteigerung basiert einzig allein auf das Vertrauen der Leute.
  • Sollte es flächendeckend zu Stromausfällen kommen, kann man mit elektronischem Geld nicht mehr zahlen. Dies betrifft sowohl die Kryptowährungen, als auch die Fiatwährungen in rein elektronischer Form.

Allein diese beiden Nachteile bewegen mich beinahe zu glauben, dass der Bitcoin, mit all seinem propagierten Revoluzzerpotenzial, in Wahrheit ein Testballon der Herrschenden für die baldige Abschaffung des Bargelds und gleichzeitiger Einführung einer oder mehrerer elektronischen Währungen, im Rahmen von durchgeführten Crashs und anschließenden Währungsreformen, sein könnte. Nun könnten Sie sagen, dass wäre eine kühne Behauptung. Da gebe ich Ihnen recht und habe daher tiefer geforscht und auch einmal die Nebenmeldungen unter die Lupe genommen, welche, wie Puzzleteile zusammengefügt, ein übergeordneteres Bild darbieten. Denn während die letzten Tage großes Chaos und Aufregung verursacht wurde, werden fast unbemerkt Mechanismen umgesetzt, um die volle Kontrolle und Transparenz über die Bitcoins zu bekommen:

  • Letzten Monat wurde der Chef der populären Handelsplattform „Bitinstant” verhaftet. Ihm wurde Geldwäsche vorgeworfen.
  • Die russische Zentralbank hat seinen russischen Bürgern und Unternehmen die Nutzung von Bitcoins verboten.
  • Des weiteren hat New Yorks Finanzaufsichtsbehörde angekündigt, virtuelle Währungen gesetzlich regulieren zu wollen, um so die Geldwäsche einzudämmen. Unternehmen, die in New York virtuelle Währungen nutzen oder mit ihnen handeln, bräuchten dann vom Bundesstaat eine sogenannte „Bitlizenz”. Die Umsetzung solle bis zum Frühjahr oder Sommer diesen Jahres erfolgen.
  • In gleichem Zuge hat auch Kanadas Finanzminister angekündigt, gegen virtuelle Währungen strenger vorzugehen. Als Ausrede für die Bevölkerung müssen natürlich wieder Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung herhalten. Wer’s glaubt …
  • Microsoft hat aktuell Bitcoin nun auch in seinem Bing-Währungsrechner neu mit aufgenommen. Mehr und mehr große Portale (z.B. Overstock.com oder ebay UK) bieten Bitcoin als Zahlungsmittel an.

Hackerangriffe als Mittel zum Zweck: Vollständige Kontrolle

Dabei ist es eigentlich nachrangig, ob Bitcoin nun von Anfang an von den Zentralbanken ins Leben gerufen wurde oder nicht. Was sich gerade abzeichnet, sieht für mich wie ein Machtkampf aus, zwecks vollständiger Übernahme und Dominanz über alle virtuelle Währungen, die insgeheim den Herrschenden doch ein Dorn im Auge sind. Und falls Bitcoin anfangs wirklich unabhängig war, so wird es nun als Vehikel dazu missbraucht, um als Sündenbock für „Hacker” und „Geldwäsche und Terrorismus” herzuhalten. Hier kann man durchaus Szenarien in Form von selbst durchgeführten Hackerangriffen in Gang setzen, um kurz darauf eine starke Reglementierung und Kontrolle zu rechtfertigen, „damit soetwas nicht noch einmal passiert”. Ganz nebenbei greift man durch Insiderhandel noch einmal selbst ordentlich ab. Hier wenden die Herrscher wieder das uralte Machtprinzip der Hegelschen Dialektik an, wonach man selbst ein Problem erschafft und hinterher die Lösung dafür anbietet. Funktioniert jedes Mal prächtig, da es nur wenige Menschen durchschauen.

Die „Lösung” im Falle Bitcoin dürfte dann in etwa wirklich so ausfallen, wie oben unter dem dritten Punkt beschrieben: Regierungen erlassen weltweit Gesetze, wonach Handel und Transaktionen nur noch mit staatlicher Lizenz möglich sind und registrierte Nutzer, wie bei Paypal und anderen Bezahlvarianten, sich vollständig legitimieren müssen. Aufgrund von engen wirtschaftlichen und machtpolitischen Verflechtungen funktioniert das Ganze dann auch länderübergreifend. Ohne Legitimation könnte man womöglich zwar noch weiterhin Bitcoins zu anderen Nutzern transferieren, aber diese, ohne vollständige Transparenz, nicht mehr in „echtes” Geld oder Dienstleistungen umtauschen können.

Fazit

Dass der Bitcoin daher „stirbt”, wie Viele momentan vermuten, halte ich vorerst für ausgeschlossen. Nicht umsonst wird die Kryptowährung von großen und namhaften Konzernen in ihren Onlineportalen eingepflegt. Der Kunde darf sich an dieses neue Bild gewöhnen und wird mit einer rein elektronischen Währung bereits vertraut gemacht.

Ob die Übernahme von Kryptowährungen vollends gelingen wird, wird sich noch herausstellen. Hier könnte es in der Kryptogemeinde mit all ihren Talenten einigen Widerstand geben oder ganz neue Möglichkeiten auftun. Nicht, dass es den Herrschenden passiert, wie der Bumerang, den sie einst hinausgeworfen haben, wieder zurückkommt und mit voller Wucht auf sie einschlägt.

Wer vor ein paar Jahren rechtzeitig in Bitcoins investiert hatte und wieder ausgestiegen ist, hat ein hübsches Vermögen machen können. Ich jedenfalls halte weder etwas von Kryptowährungen noch von den bunten Zetteln namens Euro oder Dollar. Wenn Sie Ihre Arbeitsleistung und Ihr Vermögen ernsthaft sichern wollen, kann ich Ihnen nur zu physischem Gold und Silber raten, welche Sie ausschließlich als Tafelgeschäft anonym bei einem Händler erwerben. Denn die Fiatwährungen werden sich sehr bald ihrem wahren inneren Wert nähern: Null. Die Zeit zum Handeln ist fast vorüber.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Wie naiv muss man eigentlich sein, um Bitcoin als ernsthafte Alternative anzusehen?

    Es war doch abzusehen, dass sich das nicht lange hält. Auf dem Planeten kursieren riesige Mengen Schwarzgeld, Gelder aus Waffen- und Drogenhandel – dann die ganzen kriminellen Handelsgeschäfte im Darknet, vom Kreditkarten-Paket bis zum Auftragsmord – für all das ist BitCoin geradezu IDEAL.

    Vom „Terrorismus“ braucht man da noch gar nicht reden, um genug Gründe für die Abschaffung dieses Pseudo-Geldes zu sehen.

  2. Sehe ich genauso…
    Der Gedankenansatz an sich war gut.
    Jedoch haben Bitcoins nur dazu geführt, Vermögen umzuverteilen. Investoren der ersten Stunde freuen sich über einen riesigen Zuwachs ihres Vermögens…

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  3. Totaler Blödsinn. Das Wesentliche an dem Krypto-Hype ist nicht, dass er auf elektronischem Wege stattfindet, sondern dass es Währungswettbewerb gibt. Deswegen steigt der Bitcoin. Weil die Leute etwas anderes wollen, die 5-6 großen Loser-Währungen. Ausserdem kann man sich die Bitcoins auch auf Zettel drucken, womit wir wieder am Anfang des Geldsystems stehen. Private drucken Zeichen auf Zettel und denen wird aus irgendeinem Grund vertraut oder auch nicht. Der Umweg über die Elektronik hat 2 Gründe. Erstens war und ist es für die Staaten auf der Nachfrageseite durch das Gewaltmonopol leichter eine Währung zu verhindern, die sich primär physisch verbreitet und zweitens ist es auf der Angebotsseite leichter eine Währung elektronisch zu machen.