in Finanzsystem

Die Versuche, den Gebrauch von Bargeld zurückzudrängen, nehmen zu. Gleichzeitig werfen mehr als ein Drittel aller Anleihen weltweit negative Zinsen ab. Beide Entwicklungen wurden in der Bewältigung der Folgen der Finanzkrise 2008 angestoßen. Sogenannte Star-Volkswirte liefern dazu die „wissenschaftliche“ Begleitmusik.

Der sogenannte „War on cash“ wird in erster Linie damit begründet, Kriminellen, Terroristen und Steuerhinterziehern das Handwerk zu legen. Die Steuerhinterziehung der besonderen, vornehm „Steueroptimierung“ genannten Art funktioniert ganz legal, z.B. durch die Verlegung des Firmensitzes in die Heimat von EU-Kommissionspräsident Juncker, Luxemburg.

Durch die Zurückdrängung des Bargeldes wird nur ein sehr kleiner Teil der Schattenwirtschaft ausgetrocknet. Bei terroristischen Anschlägen wie etwa denen zuletzt in Paris spielt Bargeld ohnehin keine große Rolle. Und die internationale Kriminalität hat längst andere Mittel und Wege gefunden, als mit Koffern voller Bargeld durch die Gegend zu laufen. Entsprechend äußerte sich z.B. Prof. Schneider, Universität Linz, er hat sich intensiv mit dem Thema Schattenwirtschaft beschäftigt. Die Verbindung zwischen Bargeld und Schattenwirtschaft zu ziehen, ist zwar gut fürs Fernsehen und vermittelt den Bürgern den Eindruck, die Politik tue etwas. Aber eine ernst zu nehmende Begründung für die Notwendigkeit, das Bargeld zurückzudrängen, ergibt sich daraus nicht.

Was die negativen Zinsen angeht, so wird immer wieder betont, die Zinsen müssten immer weiter gesenkt werden (eben auch in den negativen Bereich), um der Geldhortung entgegenzuwirken. Die Geldhortung sei ein wesentlicher Grund für das seit 2008 anämische Wirtschaftswachstum. Rogoff fordert in seinem neuen Buch sogar, die Zentralbanken sollten sich auf minus fünf bis minus sechs Prozent Zinsen vorbereiten, um schnell aus einer schweren Finanzkrise heraus zu kommen, die eines Tages geschehen wird.

Es ist widersinnig, dass im Falle der Nutzung von Kapital die entsprechenden Gebühren negativ werden können und der Kapitalgeber sogar noch draufzahlt, wenn sein Kapital genutzt wird. Schöne Welt, wenn demnächst auch die Nutzung eines Autos nicht nur nichts kostet, sondern sogar noch Ertrag abwirft. Geldhortung ist Ausdruck wirtschaftlicher Unsicherheit, etwa wegen strukturell schwachen Wachstums (s.u.!), und diese wird durch negative Zinsen noch verstärkt.

Hält man die Fahne der negativen Zinsen hoch, so ist es allerdings konsequent, dass das Bargeld letztlich abgeschafft werden muss. Denn wenn die negativen Zinsen ein bestimmtes Niveau erreicht haben und flächendeckend wirksam sind, dann bietet Bargeld eine Möglichkeit, der hierdurch fortgesetzten Geldentwertung zu entgehen; man hebt es vom Konto ab und verstaut an einem sicheren Ort (z.B. unter dem Kopfkissen…). Um das zu verhindern, gehören negative Zinsen und Bargeldverbot zusammen wie zwei Seiten einer Medaille.

Die Zinsen können nur dann immer tiefer gedrückt werden, wenn die Geldmenge ausgeweitet wird. Die größten Zentralbanken der Welt haben ihre Bilanzen von 5 Bill. Dollar vor dem Ausbruch der Finanzkrise auf jetzt rund 19 Bill. Dollar verlängert. Die so erzeugte Geldmenge entspricht aktuell 38% des globalen BIP. Gleichzeitig scheint sich das BIP-Wachstum in der Eurozone bei einem Prozent Jahresrate einzupendeln, auch in den USA dürften die Zeiten eines Wachstums von deutlich über zwei Prozent erst einmal vorbei sein.

Allein das zeitliche Zusammentreffen von Geldmengenexplosion und anämischem Wachstum legt schon nahe, dass Geldflut offenbar nicht der „Wachstums-Nachbrenner“ ist. Verfechter der Politik der ultraniedrigen Zinsen sagen natürlich, dass die Geldflut ein noch stärkeres Einbrechen des Wachstums verhindert hat.

Und damit sind wir genau am Punkt. Warum ist das Wachstum so anämisch? Oft werden demographische Gründe angeführt, etwa Überalterung und Schrumpfung der Bevölkerung. Dies spielt mit Sicherheit mit. Aber die hauptsächliche Ursache für die globale Wachstumsschwäche sehe ich in der hohen Verschuldung. Das globale Volumen an handelbaren Schulden nähert sich der Marke von 200 Bill. Dollar.

Die Entwicklung der Schuldenblase ist seit der Finanzkrise ungebremst weiter gegangen. Mittlerweile gilt es als gesichert, dass eine Schuldenquote von mehr als 90% des BIP in den entwickelten Ländern kontraproduktiv für das Wachstum ist. Dann verschlingt der Schuldendienst einen zu hohen Anteil der volkswirtschaftlichen Wertschöpfung, gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Schuldner pleite gehen, die finanzielle Instabilität nimmt zu.

Hier entwickelt sich ein Teufelskreis, der nur durchbrochen werden kann, wenn die Volkswirtschaft entweder aus der Schuldenfalle herauswächst oder wenn die reale Schuldenlast sinkt. Das erste ist bei Überschuldung unwahrscheinlich, das zweite kann geschehen durch Entwertung von Schulden etwa in Inflation oder durch fortlaufende Senkung der Zinsen. Inflation findet im Kontext schwachen Wachstums kaum einen fruchtbaren Boden. Immer niedrigere Zinsen verschleppen den Bereinigungsprozess in der Realwirtschaft, unproduktive Unternehmen verschwinden nicht vom Markt – eine Entwicklung, die in den 1980er Jahren ihren Anfang nahm. Zudem führen immer niedrigere Zinsen dazu, dass auch wenig produktive Investitionen (wie z.B. Aktienrückkäufe und auch große Firmenübernahmen – siehe etwa hier!) kreditfinanziert getätigt werden.

Auch Umschuldungen notleidender Kredite werden durch immer niedrigere Zinsen gefördert. Das finanzielle Risiko solcher Aktivitäten ist besonders hoch, was danach verlangt, die Politik sinkender Zinsen immer weiter fortzuführen, um Pleiten und Folgeeffekte zu verhindern. Damit gerät die Realwirtschaft in ein permanentes Siechtum. Sie ertrinkt letztlich in zu viel Geld.

Hinzu kommt, dass die Elektronik als treibende Kraft des aktuellen langen Kondratieff-Zyklus als Innovationsträger allmählich an ihre Grenzen kommt. Das beeinträchtigt das Produktivitäts-Potenzial und damit tendenziell ebenfalls das Wachstum.

Auf der einen Seite bedeutet die Politik der ultraniedrigen Zinsen eine Ausweitung der Geldflut in erster Linie im Finanzsektor mit der Konsequenz, dass dort die Vermögenspreise inflationär steigen. Wertzuwächse (z.B. steigende Anleihekurse) durch immer weiter sinkende Zinsen sichern Finanzinstituten Gewinne und Einkommen. Auf der anderen Seite steckt die Realwirtschaft in einer permanenten Flaute, das gesamtwirtschaftliche Wachstum kreucht knapp über der Nulllinie dahin. Der absoluten Dominanz des Finanzwesens hat sich alles andere unterzuordnen.

Damit geht aber auch die Schere in der Verteilung von Vermögen und Einkommen immer weiter auf. Während die gesellschaftlichen Schichten mit höherer Konsumquote in der Einkommensentwicklung zurückbleiben, werden die Vermögensbesitzer mit höheren Einkommen, aber relativ geringerer Konsumquote, von der Geldpolitik gehätschelt. Im Endeffekt hemmt das die gesamtgesellschaftliche Nachfrage und konterkariert so ebenfalls die Wachstumskräfte.

Dass diese Entwicklung gesellschaftspolitische Risiken birgt, dürfte denen, die diese Geld- und Wirtschaftpolitik betreiben, nicht unbekannt sein. Die sogenannten populistischen Strömungen dieser Tage werden getragen von zunehmender Unzufriedenheit und Ängsten bestimmter Schichten hinsichtlich ihres sozialen und wirtschaftlichen Status (siehe z.B. hier!). Sie sind dumpfe erste Anzeichen für das Aufkommen solcher gesellschaftspolitischer Risiken.

Bürgerliche Freiheiten waren eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass sich das kapitalistische Wirtschaftssystem entwickeln konnte. Aber in Zeiten heraufziehender wirtschaftlicher Probleme galten und gelten der herrschenden Politik die demokratischen Freiheiten schon immer als riskant, die Gängelung der Bürger wird dann immer wichtiger.

Mit der Abschaffung des Bargelds werden unsere gesamten finanziellen Transaktionen dokumentiert. Es ist dann ein Leichtes, den Kauf bestimmter Güter zu reglementieren oder etwa finanzielle Repressalien gegen missliebige Bürger auszuüben. Zudem können Preise und Mengen je nach Einzelfall festgesetzt und damit etwa bestimmte Privilegien für bestimmte Einzelpersonen und Gruppen geschaffen werden. Ausführende Organe mögen zwar die Banken sein, dass aber im Zweifelsfall Banken und Staat an einem Strang ziehen, dürfte auf der Hand liegen. Mit der Abschaffung von Bargeld wird der Bürger gläsern, er unterliegt der vollständigen, jederzeitigen staatlichen Kontrolle – und auch Zwang. Gleichzeitig werden die wirtschaftlichen Verhältnisse aus Sicht des einfachen Bürgers immer intransparenter.

„Bargeld ist geprägte Freiheit“, sagte Fjodor Dostojewski. Ohne Bargeld ist ein wesentliches Stück persönlicher Freiheit weg. Damit zerbricht auch ein wesentlicher Teil dessen, was Demokratie ausmacht. Es geht nicht darum, sich hier und jetzt und immer der Kontrolle des Staates zu entziehen. Es geht darum, jederzeit die Möglichkeit zu haben, über sein Geld so zu verfügen, wie man das möchte. Der Anspruch des Staates auf vollständige Kontrolle seiner Bürger ist das zentrale Element einer jeden Diktatur.

Minuszinsen sind ordnungspolitisch eine Perversion des Zinsgedankens. Zinsen finden ihre Berechtigung darin, dass die Zukunft unsicher ist. Für den Verzicht auf heutigen Konsum muss eine Zins-Prämie gezahlt werden, die dem Grad der Unsicherheit entspricht. Wenn aber ein in unserer Kreditwirtschaft so wichtiger Preis wie der Zins manipuliert wird, werden auch alle anderen Preise früher oder später ihre Funktion als Zeiger für Angebot und Nachfrage verlieren. Damit wird der Marktmechanismus ausgehebelt und damit das zentrale Regulativ, das den Abgleich von Produktion und Konsum bewirkt.

Mit Zinsmanipulation und Bargeldverbort landen wir in einer zentralen Planungswirtschaft und verlieren bestimmte bürgerliche Freiheiten. Zu Zeiten des „Ostblocks“ galt das im „Westen“ als Teufelswerk. Jetzt steuern wir auf dieselbe Situation hin. Mit dem Abschneiden bürgerlicher Freiheiten wird zudem eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung des kapitalistischen Wirtschaftssystems gekappt.

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18 Kommentare

  1. „Der sogenannte „War on cash“ wird in erster Linie damit begründet, Kriminellen, Terroristen und Steuerhinterziehern das Handwerk zu legen.“ Soll das heißen die Kriminellen, Terroristen und Steuerhinterzieher, die ja zur Zeit in erster Linie Staaten, Geheimdienste und Konzerne sind, entziehen sich selbst das Bargeld? Das wäre aber schön! Und wie wollen sie ihren eigenen Kokskonsum finanzieren, per Überweisung? Man kann dem ganzen doch nur noch sarkastisch begegnen!
    Der Artikel ist gut und schön, mich würden aber auch geeignete Gegenmaßnahmen gegen die Bargeldabschaffung interessieren! Wir können über die momentane Abschaffung schön analysieren, bis zum bitteren Ende. Aber was hilft es, wenn sie realisiert wird?

  2. Die öffentliche Analyse hängt , soweit sie nicht ohnehin Propaganda ist,
    weit hinter der Realität nach.
    Die digitale Entwicklung hat ein paar Freiheiten und Möglichkeiten geschaffen, gesellschaftswirksam ist die praktisch totale Kontrollmöglichkeit über die Gesellschaft. In der Geschichte gab es nicht annähernd eine Gesellschaft, in der die Machtstuktur so viel Kenntnis über jeden einzelnen hatte. Und wird diese Kenntnis und die digitalen Möglichkeiten nun auch zur Kontrolle und Lenkung der Gesellschaft eingesetzt , haben wir die Worst-Case Diktatur – die totale Abhängigkeit des Menschen von den Machthabern. Demokratie ist schon heute nur ein Mittel, die Verantwortung der Machtpolitik auf die Bevölkerung abzuschieben.

  3. Sofern heute überhaupt noch jemand über den eigenen Gartenzaun oder die vier Wände der Eigentumswohnung hinausblickt, „denkt“ er politisch – und hat darum mit dem Denken, sofern es das zivilisierte Zusammenleben im weitesten Sinne betrifft, noch gar nicht angefangen. Politik ist nur der Blödsinn, der aus einer fehlerhaften Wirtschaftsordnung entsteht, in der es noch keine Übereinstimmung von Eigennutz und Gemeinnutz gibt – was nach dem zweiten Weltkrieg mit der ursprünglich in der jungen Bundesrepublik Deutschland angedachten Sozialen Marktwirtschaft erstmals verwirklicht werden sollte:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/10/wohlstand-fur-alle.html

    • „EXELGATE“

      … das ist ja einfach ganz unfassbar ! … und spannender als jeder Krimi.
      Ein Zeitzeugnis der Matrix Computerwelten !

      Ein Bekannter pflegte zu sagen: Ahriman (der böse Geist, oder auch Teufel genannt) findet über Computer den Zugang zur Menschheit !

      Hier, hat er aber excellence seinen Weg gefunden !

      • Das war eine riesige wissenschaftliche Blamage, wird aber immer noch nachgeplappert.
        Zum Ahriman: Lynn Margulies, eine Biologin, hat in den 80er Jahren in ihrem Buch „Leben“ beschrieben, dass wir, so wie einst die Prokaryoten durch ihr Stoffwechselprodukt Sauerstoff die eigene Grundlage verpestet haben, und dadurch die Eukaryoten als höhere Lebensform gewissermaßen erschufen, wir denselben Weg gehen würden, und die neue Lebenform würde durch Technik entstehen, damals noch sehr utopisch.
        Heute nicht mehr
        https://www.youtube.com/watch?v=WOjXysexzhI
        Lynn Margulies hat es als Bestrebung des Lebens zur Expansion ins All als logische Folge der bisherigen Entwicklungen betrachtet.

        • … dann bin ich dafür, dass die Reichen und Mächtigen zuerst expandieren und die mitnehmen, die es garnicht abwarten können Gott/Jahwe/Allah ein Stück näher zu kommen. Dann aber bitte noch unbedingt ein Schutzschild um die Erde legen, denn Ahriman gibt niemals auf !

          • Die Ersten werden eh die sein, bei deren Anblick die Würmer schon das Besteck in die Hand nehmen, und die wenigstens ihren neuronalen Prozessor erhalten wollen, zu verlieren hat man nicht viel nach dem 4. Herzschrittmacher.
            Zu den Mythen Ahriman/Shaddain/Teufel hab ich mal eine Geschichte gelesen: der Götterwelt gingen die Menschen immer mehr am Nerv, sie waren laut, primitv, dumm, und sie vermehrten sich wie die Karnikel, und man beschloß, sie zu vernichten. Der Plan wurde verraten, und der Rat war, doch in Hinkunft nur dem Shaddain zu opfern, auf dass die Götter verrecken sollten. Eine nicht wirklich prickelnde Auswahl.
            Mythen halt..

  4. Ein sehr einleuchtender Beitrag. Wir müssen das Bargeldverbot wohl wirklich ernst nehmen.

    Sehen Sie nur mal das Gebäude der EZB auf dem zum Beitrag gehörenden Bild: Das ganze Geldsystem ist gequirlte S…..e.

  5. Zu „Für den Verzicht auf heutigen Konsum muss eine Zins-Prämie gezahlt werden, die dem Grad der Unsicherheit entspricht“:
    Diese Rechtfertigung des Zinses ist genau so lächerlich wie alle anderen Versuche. Es kann ja nur auf „Konsum“ verzichten, wer mehr erwirtschaftet, als er unbedingt konsumieren will. Also kann schon der grösste Teil der Menschheit nichts ansparen oder verleihen.
    Der Realzins ist leistungsloses Einkommen auf dem Buckel der Gemeinschaft. Damit meine ich nicht die Höhe der Risikoversicherung – die bei einem Fair Economy deutlich sinken würde; oder den administrativen Aufwand der Verleihers oder Vermieters.

    Die absurde Situation wird deutlich, wenn man ein Schuldenverbot erlassen würde. Resultat: sofortiger Zusammenbruch!

    • Das Geschichterl mit dem Konsumverzicht finde ich auch besonders herzig.
      Das geniale – oder perfide, je nach Geschmack – dass alle, die irgendwie Geld übrig haben, Zinsen sehen wollen, gern mehr als weniger. Der kleine Bausparer steigt damit ins selbe moralische Boot wie der „Investor“, den es genauso nicht interessiert, auf wessen Buckel sich die Kohle vermehrt.
      Die Gier ist halt schon a Hund.

    • Für den Verzicht auf Konsum muss eine Zins-Prämie gezahlt werden ???
      Noch absurder gehts wohl nicht !
      Aber das ist der Zeitgeist !
      Bitte zahlen Sie für’s Nicht-konsumieren die Summe X !
      Dieses völlig kranke System bläht sich bis zum platzen auf und kurz vor Schluß fällt den Machern und Profiteuren ein, dass jeder außer ihnen die System-Rückabwicklung finanzieren könnte.
      Das verspricht den doppelten Gewinn aus einem verbrecherischen Systemaufbau.
      Hübsch ausgedacht, wenn da nicht die Tatsache bestünde, dass man einem nackten Mann nicht in die Tasche greifen kann !

  6. Eine unsichtbare Welt, ergibt sich mit dem Geld – was jeder haben will, meist heimlich und auch still. Doch wer zu viel erhält, vom lieben guten Geld, wird schon bald erfahren, was es heißt zur Hölle zu fahren.

    Sodann, ihr lieben Menschen, seid sparsam mit euren Wünschen. Denn nur meiner ist entscheidend, er wirkt gar allvertreibend. Denn Macht hat nur der eine, dem Menschlein gönnt er keine.

    Ich, das wandernde große Auge, schaue nicht mein Antlitz an, zu lang, sonst verlieret ihr noch euren Glauben. Scheut alles von mir, ja selbst die kleinste Berührung, damit ihr widerstehen könnt der Verführung. Und durch 1000 Stimmen lasset euch nicht blenden, egal was ich euch erzähl, sodann lebe ich lang, der große Azazel!

    Die Menschen glaubten, mein Werk, ja alles, würde ihnen gehören – sodann sie selbst nicht wussten, was sie wird zerstören. Doch blickte ich voll List hinab, und beschloss sogleich: Setze sie durch sich selbst Schachmatt.