in Finanzsystem

„Ich habe satt das ewige Wie und Wenn; Es fehlt an Geld, nun gut, so schaff’ es denn.“ Mephisto: „Ich schaffe, was ihr wollt, und schaffe mehr“… (Goethe)

Ob Goethe die kreative „Schuldgeldschöpfung aus dem Nichts“ der Privatbanken en detail und bis in die letzte Buchungszeile korrekt verstanden hat – ist so weit ich weiß, historisch nicht überliefert.

Obwohl es auf Google heute nur ca. 108 Mio. Suchergebnisse unter diesem Titel gibt, bin ich mir ziemlich sicher, dass von den 631 Mitgliedern des Bundestages, 631 … den Bürgern nicht erklären können, in welchem Geldsystem wir seit Jahrhunderten leben und welche Auswirkungen dieses auf den Wohlstand aller Menschen hat.

Ja, wenn man dieses Thema anspricht, wenden sich die Ökonomen (die wenigsten haben den Zusammenhang zwischen den Geld- und Güterströmen und dem Zins(eszins)verstanden – dazu später ein paar Beispiele) und die selbsternannten Eliten einfach ab: wieso eigentlich?

Nachdem den vor lauter Abstimmung über zig-Mrd. für die Rettung der Bankeigentümer herumhechelnden Entscheidungsträgerinnen kaum Zeit zum Denken bleibt, erkläre ich Ihnen kurz die sehr einfachen Zusammenhänge.

Zuerst aber noch ein Blick zurück in die goldenen 1970er Jahre.

SPIEGEL – 39/1972: Bundesbank: „Geld aus dem Nichts“

Das Kreditschöpfungs-Privileg der Banken ist ein „alter Hut“, wie man dem Artikel im Spiegel vom 18. September 1972 entnehmen kann. Nachdem das „Problem“  schon Jahrzehnte allen politischen Entscheidungsträger-innen bekannt war/ist,  stellt sich jedem vernunftbegabten Menschen die Frage:

w a r u m  wurde dieses Problem nach dem Ausbruch der größten Finanzkrise aller Zeiten, noch keiner dem Wohle aller Menschen (und nicht nur einer winzig kleinen, privilegierten Schichte!)dienenden Lösung zugeführt?

1972 – was war das Problem?

Die Bundesbank beschwerte sich, dass die Geschäftsbanken mit „Tricks“ ihre Politik, der Geldschwemme Herr zu werden, unterlaufen und fanden ihm damaligen Wahlkämpfer und späteren Finanzminister, Helmut Schmidt, einen Verbündeten. „Wir haben keine Effizienz mehr“, klagte der damalige Bundesbank-Vize, Otmar Emminger. „Wir können die Geldinflation mit den alten Instrumenten nicht mehr stoppen.“Schmidt versprach Abhilfe und wollte gegen „internationale Spekulanten, die die Stabilitätspolitik der Bundesbank durchlöchern“ vorgehen.

Kommt Ihnen das irgendwie bekannt … vor?  Und weiter . . .

Emminger: „Es ist bedrückend … wie stolz manche Banken (auch öffentliche Institute) verkünden, sie hätten ihre Bilanzsumme um 24% ausgeweitet. Da wird die Inflation geschürt“ (Anmerkung: eine Ausweitung der Bilanzsumme ist (fast) identisch mit einer starken Kreditvergabe).

Einerseits wettern die Banker gegen das „bedenkliche Problem der Weltinflation“  – andererseits schüren sie diese mit einer exorbitanten Kreditausweitung selbst.

(Hinweis: steigt die Geldmenge = Kreditexpansion schneller als das BIP, so kommt es früher oder später zu einer (rasch) steigenden Inflation; derzeit haben wir die einzigartige Situation, dass in ganz Südeuropa längst eine Deflation/Depression durch die von der Troika nieder geprügelten Löhne und Renten gegeben ist – und im Norden eine sog. „Asset-Price-Inflation“ auszumachen ist.

Die Banken schwimmen in Geld (u.a. weil ihnen die EZB 1000 Mrd. zur Verfügung stellte) und nachdem die Unternehmen kaum Kredite nachfragen (weil sie aufgrund der Rezession keine positiven Investitionschancen sehen), wandert die „herumvagabundierende Knete“… eben an die Börsen und in Immobilien, wo dann die Kurse + Preise explodieren).

Laut Bundesbankdirektor Helmut Schlesinger …„ist es ein Problem geworden, dass sich jeder  Bankier immer mehr Geld von seinen Berufskollegen borgt … und diese Gelder wieder weiter an Unternehmen leiht“. Das Guthaben des einen Bankiers = die Schuld des anderen. Auf volkswirtschaftlicher Ebene heben sich Forderungen/Verbindlichkeiten gegeneinander auf: Sie sind ein blankes Nichts.

Die Privatbankiers machen das, was ihnen seit langem verboten ist: selber Geld!

„Das ist ein Rückfall in das vergangene Jahrhundert, wo jede Zettelbank Geld drucken konnte.“ monierte Vizechef Emminger. Und ein Kollege wünschte sich: „Wenn doch einer davon mal Pleite ginge, aber das können wir uns ja leider wohl nicht leisten.“

Das war 1 9 7 2.

Stimmt nicht: die Banken reichen NUR die Spareinlagen als Kredit weiter. . . ?!

Nun, das ist das Ammenmärchen, mit dem uns alle Banker tagtäglich hinters Licht führen. In den Lehrbüchern der Schulen und Universitäten liest man von der wichtigen„Transformationsfunktion der Banken“. Ein kurzer Blick in die Bilanzen des Finanzsektors reicht aus, diese abenteuerliche Behauptung zu widerlegen.

Wie stellte sich Situation 1972, als es kaum Girokonten und kein Internet-Banking gab, dar?

Die Depression der 1930er Jahre brachte große Bankenpleiten mit sich. Danach waren die Bankiers etwas vorsichtiger und liehen – zunächst – nur Geld weiter, das ihnen die Sparer auf kurze oder längere Frist anvertrauten oder sie verborgten nur Kredite, die durch Wechsel und Devisen jederzeit bei der Nationalbank in Bares umzutauschen waren. Dieser Gleichschritt: Einlagen = vergebene Kredite war zwischen 1965 bis ca. 1970 die Maxime.

Nun, Vorsicht ist nicht das „Ding“ der Banker (Sie wissen, wenn man sich sicher sein kann, dass sowieso IMMER die Steuerzahler für alles haften und die Blöden sind, dann …) und allein die Großbanken hatten von Ende Dezember bis Ende Juli über 12 Mrd. Mark an Unternehmen und Haushalte als Kredite vergeben – obwohl ihnen nur 3,7 Mrd. als Spareinlagen zuflossen.

„Die Geldhändler sind auf einen Kunstgriff verfallen, Bares aus dem Nichts zu ziehen.“

Also – Sie sehen, alles was wir heute erleben m ü s s e n, ist ein alter „Geld aus dem Nichts – Hut“, wo jede „Zettelbank (mir gefällt der Begriff sehr gut) Geld drucken konnte“!

In 42 Jahren ist nichts geschehen, obwohl alle Entscheidungsträgerinnen in Verantwortung für die Finanz- und Geldwirtschaft, von dieser Praxis gewusst haben.

Und dass der billige „Schmäh“, präziser formuliert: die Schutzbehauptung – Banken würden NUR das Geld der Sparer als Kredit an Unternehmen/Konsumenten und den Staat weiterreichen, heute noch bei jeder Talkshow und jedem Interview mit den „Geldalchimisten“ widerspruchslos akzeptiert wird, beweist, wie gering die Kenntnis über die Erzeugung des Geldes ist.

Hören Sie einfach mal genauer hin: die nächste Gelegenheit der Volksverdummung kommt bestimmt.

Ich habe mich entschlossen, die Erklärung an echte „Experten“ zu delegieren.

1.) Dr. Jens Weidmann, Chef der Bundesbank:

„Traf Goethe ein Kernproblem der Geldpolitik?“

Seine Rede ließ an Klarheit nichts offen:

„Gerade in jüngster Zeit stellen sich viele Bürger die Frage nach der Herkunft des Geldes: Woher nehmen denn die Zentralbanken eigentlich das viele Geld, das sie brauchen, um dem Bankensystem im Rahmen geldpolitischer Operationen Kredite in Billionenhöhe zu geben oder anderes zu kaufen? Weshalb heißt es in diesem Zusammenhang regelmäßig, dass die finanzielle Feuerkraft der Notenbanken grundsätzlich grenzenlos sei? Notenbanken schaffen Geld, indem sie Geschäftsbanken gegen Sicherheiten Kredite gewähren oder ihnen Aktiva wie zum Beispiel Anleihen abkaufen.

Die Finanzkraft einer Notenbank ist dabei prinzipiell unbegrenzt, da sich eine Notenbank das Geld, das sie vergibt oder mit dem sie bezahlt vorher nicht etwa beschaffen muss, sondern es quasi aus dem N i c h t s . . . erschaffen kann.“

Dazu ein einfaches Beispiel:

Die EZB stellt den Banken 1000 Mrd. Euro um 0,15% Zinsen zur Verfügung. (Ich habe keine Mail bekommen, dass ich meine Spareinlagen abliefern solle – Sie vielleicht?)

Diese kaufen sodann Staatsanleihen (für die ja immer der Steuerzahler „trip-pelt“, denn ER garantiert das AAA – Rating) um mit 2-6% Zinsen Gewinne in Mrd.-Höhe einzufahren.

Sollte eine Anleihe von den bitter-pösen Finanzmärkten unter Druck geraten (Griechenlandanleihen z.B.), dann pilgern die „Herrscher des Gelduniversums“ einfach zu den Regierungschefs – und innerhalb kürzester Zeit erhalten sie die Zusicherung, dass sie keine Angst haben brauchen, weil der Staat – also WIR ALLE! –  immer für 100% haftet und bezahlt.

Bei der Bilanzpressekonferenz lassen sich die Banker feiern … die Mainstream-Journaille bejubelt die „Leistungsträgerinnen“ … diese sacken ihre Millionen-Bonis ein . . .

und dies mit „Geld aus dem Nichts –  ganz o h n e jedes Risiko“!

Spätestens jetzt, stößt es jedem vernunftbegabten Bürger giftig auf, weil ihn das erfundene Geldhütchenspiel zum 1. Mal aus seinen festgezurrten Komfort-Angeln gehoben hat.

2.a.) Nun hat auch The Bank of England, in ihrem Quaterly Bulletin 2014 Q1

endgültig mit den in den Schul- und Uni-Lehrbüchern völlig falsch vermittelten Inhalten über die Gelderzeugung aufgeräumt und die Wahrheit  – „Money creation in the modern economy“ – öffentlich verLAUTbart:

„Money creation in practice differs from some popular misconceptions … banks do not act simply as intermediaries, lending out deposits that savers place with them … but how those bank deposits are created is often misunderstood: the principal way is through commercial banks making l o a n s! Whenever a bank makes a loan …, it simultaneously creates a matching deposit in the borrowers bank account, … thereby creating new money!”

 2.b.) “The truth is out: money is just an IOU, and the banks are rolling in it”

schrieb David Graeber im „The Guardian“ am 18. März und bezog sich auf das Statement der BoE: „Three economists from the Bank’s Monetary Analysis Directorate stated outright that

most common assumptions of how banking works are s i m p l y   w r o n g,

and that the kind of populist, heterodox positions more ordinarily associated with groups such as Occupy Wall Street are c o r r e c t.

In doing so, they have effectively thrown the entire theoretical basis for AUSTERITY out of the window”!

3.) Dr. Binswanger (emeritierter. Univ. Prof. für VWL an der Universität St. Gallen)

erläuterte in der Wiener Zeitung vom 21. Feber 2014 die elementaren Zusammenhänge der Geldschöpfung der Geschäftsbanken wie folgt:

„Warum wird das Übel nicht an der Wurzel gepackt?

Wer oder was verhindert eine tiefgreifende Reform?

Mit einer Geldschöpfung aus dem Nichts kann man – dies liegt auf der Hand – sehr viel Geld verdienen. Daher übersieht man gerne die Krisen, die damit verbunden sind. Wenn diese eintreten, gibt man allen möglichen Ursachen die Schuld. Nur nicht der Ursache, mit der man sie in doppeltem Sinne des Wortes „verdient“ hat.“

4.) Public Banking in America: Philadelphia, April 2012.

Die erst 12jährige Victoria Grant stellt nicht nur die richtigen Fragen, sondern sie erklärt für alle auf geniale Weise, wie die exponentielle Verschuldung die Macht der Banken die Regierungen und die Demokratie gefährdet. By the way … entzaubert sie, leicht verständlich, den „Mythos des Geldes!“

Die zwei größten Lügen über das Geld:

  • Die in allen Lehrbüchern von der Mittelschule bis hinauf in Volkswirtschaftsstudien weit verbreitete, unwahre Behauptung – die Banken reichen nur das Geld der „Sparer“ als Kredit weiter  – haben sowohl die deutsche Bundesbank als auch die Bank of England mit präzisen Fakten widerlegt!
  • „Die Spareinlagen sind sicher“, ist angesichts der Tatsache, dass diesen nur ca. ein Siebtel/Achtel ihres Wertes an echtem Bargeld (und nur dieses ist das gesetzliche Zahlungsmittel) gegenübersteht, eine unhaltbare These!

Quellen:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42842883.html

http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Reden

http://www.bankofengland.co.uk/publications/Pages/quarterlybulletin/2014/qb14q1.aspx

http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/mar/18/truth-money-iou-bank-of-england-austerity?CMP=fb_gu

http://www.wienerzeitung.at/beilagen/extra/?em_cnt=610098

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Kommentar

25 Kommentare

  1. Der Autor geht ja eben auch auf das in den lehrbüchern falsch vermittelte wissen ein und das ist bezogen auf die masse unwahrer ‚fakten‘ in bildungseinrichtungen nur die spitze des eisberges. Das ist schonerschreckend, was?

  2. Geldschöpfung ist im Grunde nichts denn ein Betrug an der Bevölkerung. Da wird Geld verliehen, das die Bank nicht hat und dafür nimmt sie dann Zinsen. Und die Bürger müssen beim Hausbau ihr Leben lang Zinsen an die Bank für etwas zahlen, das die Bank tatsächlich überhaupt nicht besitzt. Glatter Trickbetrug.

    Laut Prof. Otte wird die Geldschöpfung auch durch die Mindestrücklage nicht begrenzt, da sich Banken gegenseitig Geld leihen und da nichts zurücklegen müssen. Die Mindestrücklage ist also ein Papiertiger und Sand in den Augen der Bevölkerung.

    Die Privatbanken sind durch berufsmäßigem Trickbetrug reich geworden. Da hilft letztlich nur eine umfassende Enteignung, eine Verstaatlichung.

    • Für den Buchungssatz, der für die Geldschöpfung benutzt wird, würde jeder Unternehmer ins Gefängnis wandern. Aber wir sollten nicht vergessen, daß die Banken nur ein Instrument zur „unten-Haltung“ der Bevölkerung sind. Eine Funktion des Geldes ist laut des Menschen, der sich Marx nannte und 33. Grad Freimaurer war, ein Machtverhältnis.

  3. Vieles ist korrekt – allerdings fehlt mir ein wichtiges Kriterium und ein Lösungsansatz.
    1. nur in „wachsenden“ Volkswirtschaften kann auch der Wohlstand wachsen, was das Ziel einer jeden Volkswirtschaft sein sollte. (Anmerkung: Wachstum muss nicht real sein, weil die Inflation dies ausgleichen sollte)
    2. Wenn eine Volkswirtschaft wachsen soll, muss mit den produzierten Werten auch die Geldmenge wachsen – es ist daher unerlässlich, dass es eine Geldschöpfung gibt.
    3. Wenn die Geldschöpfung (aus dem Nichts) unerlässlich ist, was läuft dann falsch?
    4. Falsch läuft die grundsätzliche Kreditvergabe (und somit die Geldschöpfung durch Geschäftsbanken).
    5. Schärfere Regeln zu Haftung der Banken für vergebene Kredite sind notwendig!

  4. http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1057521914001070

    Jeden zweiten Tag sollte es einen Artikel wie von Hrn. Pregetter in den Zeitungen geben.

    Es ist ein Riesen – Beschi**, so groß, das man es erst gar nicht glauben mag, dass es so ist.

    Und all die „Experten“, die uns erklären, dass wir „über die Verhältnisse“ gelebt hätten, und all der Schmarrn. Es ist zum Fremdschämen, mit welcher Selbstverständlichkeit die Leute verdummbeutelt werden.
    Man hätte auch Affen auf Bierdeckel konditionieren können, und läßt sie sich gegenseitig darum prügeln.

    Wir werden das selber in die Hand nehmen müssen, denn von den Witzfiguren, die das Schlamassel angerichtet haben, ist nichts zu erwarten.

  5. „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“
    Henry Ford

    Im Dokumentarfilm von Foster Gamble „Thrive“ wird es auch sehr anschaulich beschrieben. Es fing schon vor langer Zeit mit der Einlagerung von Gold und dem Ausstellen von Wertscheinen an.

    Schön das wir es alle verstehen, aber keiner von uns auf die Straße geht. Problematisch finde ich einfach nur, dass die Masse der Bevölkerung bewusst die Augenverschießt. Es interessiert die einfach nicht. „Hauptsache Fussi läuft und Bier ist da…“

  6. „Wir befinden uns mitten in einer Periode des großen Artensterbens, dennoch sind die meisten Menschen blind dafür. Sie sind so beschäftigt mit ihrem trivialen Zirkus, den anthropozentrischen Zeitvertreiben, Sport, Kunst, Klatsch, Politik, Wein, Essen und Unterhaltung.

    Die Menschen fiedeln, während die Erde brennt.“
    Captain Paul Watson

    Nichts gegen Sport oder Kunst, aber ich finde der Spruch passt hier auch sehr gut.

  7. Der Autor beweist, dass alle richtie Einsicht am Ende klar und einfach ist.

    An ein Wunder grenzt es da schon fast, wie die Medien ständig die Öffentlichkeit vor der Wahrheit schützen, dass der Kaiser in seinen ständig neu erzeugten Kleidern (Geld) ganz nackt ist, weil es die Kleider in Wahrheit gar nicht gibt.

    Es ist nur logisch, dass die klugen Isländer den Privatbanken den Zugang zum Fiat Money versperren. Sie haben das Glück, dass sie weit ab sind vom Schuss.

    Wir kriegen eine solche Reform nicht hin wie wir überhaupt keine Reform hinkriegen, die nicht von der Wall Street und der City of London abgesegnet ist..

  8. @ History_repeating
    Sehe ich – überwiegend – nicht so.
    ad 1.) Wachstum – nein, denn Wachstum = Produktivität, d.h. ein reiner Quantitätsmassstab, also Output / Input, d.h. mehr Stück mit derselben Anzahl an Mann(Maschinen-)stunden und hat mit der Inflation eher nix zu tun.
    ad 2.) Auch nein – die Geldmenge muss nicht gleichzeitig wachsen, es könnte sich auch die Geldumlaufgeschwindigkeit erhöhen z.B.
    – Korrekt ist, dass irgendwer – also der Staat = WIR ALLE! … oder Private Banken das Geld erzeugen muss.
    ad 3.) Wir leben in einem 100%igen Schuldgeldsystem, d.h. alles Geld = Schuld! DAS läuft falsch – wie es anders geht, zeigt ISLAND auf!
    ad 4.) JA.
    ad 5.) J…ein – es würde eine h o h e Eigenkapitalquote schon locker ausreichen!

  9. @ History_repeating – ( 2 ).
    ad 5.) Also die KMU`s in Österreich haben eine Eigenkapitalquote von ca. 25-30% – die Banken liegen um die 3-5 %!
    – Ungleich besser und krisensicherer (d.h. o h n e dass durch die leichte Kreditvergabe aus dem Nichts der Banken Börsen- und Immoblasen entstehen usw.) wäre es, wenn der Staat das „Geld aus dem Nichts“ erzeugen würde! Dann gäbe es
    a – keine Spekulation
    b – keine Preisblasen, egal auf welchen Märkten/Produkten
    c- kaum Inflation, weil das Geld eben immer neuen Pridukten + DL entsprechen würde.
    d – k e i n e Armut (es ist ja nur Geld aus dem Nichts, das nun eben der Staat erzeugt – und daher FÜR alle und nicht nur die obersten 1-5% der Menschen verwendet!!!)
    e – IMMER genügend Geld für…

  10. Generell gesagt:
    „Geld aus dem Nichts“ ist n i e knapp – es wird eben durch Private Banken „knapp“ gemacht (Stichwort: Kreditklemme).
    DIE gesellschaftspolitische Machtfragen lauten:
    I.) Wieso „delegiert“ … der Staat die Gelderzeugung an private Banken – wenn NUR er über das Gelddruckmonopol verfügt ?
    II.) Wenn der Staat das Geld erzeugt – bei WEM soll er sich verschulden?
    III.) Wenn der Staat das Geld selbst erzeugt – an w e n soll er dann Zinsen bezahlen?

    Darin liegt auch die Lösung – siehe I S L A N D!

    • @Pregetter:
      Unsinn, ich habe es hier schon erwähnt, Island bietet nur andere Variante vom gleichen Betrug, Man braucht nur den Originalentwurf zu lesen um zu begreifen, dass es eine Mischung von Keynianismus und Friedmans Monetarismus ist, beides total unbrauchbar und schwachsinnig.
      “New money, created by the Central Bank, will be transferred to the
      government and put into circulation in the economy via increased
      government spending, ” Mit anderen Worten, genau wie heute bei fast Nullzinsen, Fehlinvestitionen sind vorprogrammiert. Es braucht keine Fantasie um zu wissen, was die Politiker damit machen.
      Beim lesen des Originals habe ich mich fast tot gelacht.
      http://www.forsaetisraduneyti.is/media/Skyr

  11. @ Stan.
    Unsinn – denn bei „Sovereign Money“ ist eben keine private Geldschöpfung (in Island betrugen die Bilanzsumme der PRIVAT-Banken das 10-fache des BIP!) mehr möglich.

    Und dieses Desaster wurde NUR Privat-Banken – eben durch Geld aus dem Nichts (= Fehlinvestitionen = Abschreibung fauler Kredite = Bankenrettung usw.) … – verursacht.

    Geld ist ein öffentliches Gut – genauso wie Wasser, Luft etc., mal davon abgesehen dass gerade die isländische Regierung a l l e s richtig in der Sanierung ihres Landes machte – im Gegensatz zur EU + USA!

    • @Pregetter:
      es spielt überhaupt keine Rolle ob die Geldschöpfung durch Private oder der Staat erfolgt, beides entsteht aus der Luft, im ehemaligen Ostblock hat das Geld der Staat erzeugt, Pleite waren sie alle. Die Kommunisten haben nicht begriffen, dass jeder Mensch korrumpierbar ist und holten sich eine blutige Nase, das Gleiche passiert im Island, spätestens vor der Wahlen wird gedruckt wie um die Wette. Jeder der glaubt, die Politiker werden diese Kompetenz nicht missbrauchen sollte sich untersuchen lassen.

  12. @ Stan.
    Wie bitte?
    – 98 % des Geldes (Buchgeld) wird p r i v a t erzeugt OHNE Rechtsbasis (KWG!)
    – und wenn der Staat das Geld selbst – o h n e Zinsen – erzeugt, bei wem soll er sich dann verschulden? Ergo dessen kann es auch keine Staatsschulden geben – bei wem denn?
    Ähm … und wenn ich an die DDR denke, so wären die USA zum Einen froh, wenn sie die Schulden Ostdeutschlands von 1992 hätten – als diese „pleite“ … war – und 2. würden sich viele der 48 MIO Amerikaner z.B. nach dem Lebensstandard der Ostdeutschen sehnen, die von Lebensmittelkarten leben müssen … ;-)
    Ihre kruden Ansichten haben mit den Tatsachen nichts zu tun – offen gesagt!

    • Ich glaube, Stan hat schon verstanden, worums da geht. Bei diesem Thema ist ja auch zu erwarten, dass sofort jemand aus dem Busch springt, die Privilegieninhaber sind ja auch keine Schlafmützen.
      Wenn die zur Schau gestellte eigene Unfehlbarkeit sich in praktisch jedem Kommentar der Herabwürdigung anderer bedient, begleitet von viel Geschwurbel, muss man das nicht so ernst nehmen.

      • @Tictac:
        nun bis auf die leicht Unterbelichteten hier, sollte doch Jedem klar sein, dass die Privilegieninhaber das aktuelle System verteidigen würden, was ich ja nie tat

      • Stans Diskussionsgebahren ist tatsächlich unterste Schublade. Besserwisserei und Dreckwerferei, wie direkt aus der Gosse. Zeitverschweindung, auf seine Großspurigkeit einzugehen.

        • @Richard:
          Nun etwas ist klar, die herrschenden Eliten haben schon begriffen, dass das aktuelle System zur Neige geht, darum haben sie Alternativen vorbereitet, die es ermöglichen, die dumme Masse weiter zu schröpfen. Es ist ja kaum ein Zufall, dass die meisten dieser Scharlatane, wie Hörmann, oder Senf die jetzigen oder ehemaligen Staatsbediensteten sind. Es reicht dass man gegen das böse Kapitalismus wettert und die Dummköpfe schlucken dann alles. Pass auf, dass Du aus der „obere“ Schublade nicht runterfällst.

    • @Pregetter:
      Sie haben überhaupt nichts begriffen, ich habe nicht über die Staatsschulden geschrieben sondern über das Ganze Sovereign Money System, dass nicht funktionieren kann. Haben denn die tiefen Schulden den Ostblockländer eine funktionierende Wirtschaft bescherrt? Keineswegs, vom Lebensstandard bei der DDR zu sprechen ist ein guter Witz. Ich habe ja das aktuelle System mit keinem Wort verteidigt. Meine Ansichten haben vor allem mit 38 Jahren Praxis zu tun, im Gegensatz zu Ihnen, der keine Ahnung hat und nur bekloppte Theorien einiger Hobbyökonomen nachplappert.

  13. Sozialismus und Kapitalismus, sind unbrauchbare Konzepte der Sklavenhalterei mit ideologischer Verbrämung. Beim Sozialismus werden die Banken verstaatlicht und dann ruiniert und beim Kapitalismus umgekehrt. Man kann den Vorgang beliebig wiederholen, wenn es keiner merkt.

  14. Ich bin ein privater Kreditgeber, ich biete Hypothek bei 2% Dies ist eine legitime Firma mit Ehre und Differenz Wir sind bereit, Ihnen in jedem finanziellen Problem zu helfen, die Sie sind, bieten wir alle Arten von Hypotheken, wenn Sie an diesem Hypothekenangebot interessiert sind bitte kontaktieren Sie uns über unsere E-Mail: (infoloan.72@gmail.com)