Banken-Entmachtung – Schweizer verlangen Verbot der privaten Geldschöpfung

Dieser Antrag gleicht einer ökonomischen Revolution. Am vergangenen Dienstag hatte der Verein Monetäre Modernisierung (MoMo) nach eigenen Angaben 110.000 Unterschriften bei der Bundeskanzlei eingereicht, die eine Volksabstimmung zur Einführung des sogenannten Vollgeldes unterstützen. Wird die Forderung angenommen, liegt die Geldschöpfung des Schweizer Franken allein in staatlichen Händen – private Giralgeldschöpfung durch Banken wäre verboten. Doch das Parlament muss noch zustimmen.

Derzeit liegt zwar die Aufgabe der Steuerung der Geldmenge zur Sicherung der Preisniveaustabilität in den Händen der schweizerischen Nationalbank, doch nur ein Bruchteil der tatsächlichen Geldmenge wird von dieser kontrolliert. Das rührt daher, dass nur noch zwischen 10 und 15% der gesamten Geldmenge in physischer Form vorhanden ist, der Rest ist rein elektronisches Geld, sogenanntes Giralgeld.

Wenn die Geschäftsbanken also Kredite vergeben, müssen sie nur einen Bruchteil des Geldes von der Nationalbank besorgen, der weitaus größere Teil wird schlichtweg von den privaten Finanzinstituten neu geschaffen. Dieses System der privaten Geldschöpfung ist in fast sämtlichen modernen Ökonomien heutzutage Usus. Auch die Euro-Zone und die Vereinigten Staaten handhaben ihre Geldpolitik auf diese Art und Weise.

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, erhofften sich „die Initiatoren von der Vollgeldreform mehrere Vorteile: Weil Banken nicht mehr ‚übermäßig Geld herstellen könnten‘, würden Finanzblasen verhindert, so das Argument. Bankenrettungen durch Steuergelder würden überflüssig und das Geld- und Bankensystem käme nicht so leicht ins Wanken wie derzeit.“

Bestätigung hierfür gibt es unter anderem von dem Wirtschaftsexperten Dirk Müller. In seinem Buch „Crashkurs: Weltwirtschaftskrise oder Jahrhundertchance? – Wie Sie das Beste aus Ihrem Geld machen“ berichtet er eindrücklich wie die schuldenfinanzierte Geldmengenausweitung der Privatbanken zu den vergangenen Wirtschafts- und Finanzkrisenbeigetragen hätte.

Aus diesen Gründen plädiert MoMo für eine Volksabstimmung über eine derartige Finanzreform – und mit ihm offenbar auch einige Schweizer Bürger. Nachdem die Unterschriftenliste am Dienstag eingereicht wurde, muss die Bundeskanzlei die Rechtmäßigkeit der Unterschriften prüfen. Anschließend wird der Antrag dem Parlament und der Regierung vorgelegt, damit diese eine Empfehlung abgeben können. Ohne erhöhten Druck aus der Bürgergesellschaft, dürfte ein positiver Ausgang allerdings schlechte Karten haben. Einige Politiker und Ökonomen des Mainstream hatten bereits Bedenken geäußert.

Zuletzt gab es einen ähnlichen Vorschlag aus Island. Ein dort vom Ministerpräsidenten selbst in Auftrag gegebener Bericht befasst sich mit dem Ziel, ein Geldsystem zu beenden, das während zahlreicher Finanzkrisen, einschließlich der im Jahr 2008, bestand. Die Zentralbank habe derzeit keine Möglichkeit, den Kreditboom zu kontrollieren, wodurch steigende Inflation sowie übertriebene Risikobereitschaft und Spekulation begünstigt werden, was wiederum die Gefahr von Bankenzusammenbrüchen und kostspieligen staatlichen Interventionen deutlich erhöhe (NEOPresse berichtet).

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